Trotz Blitzstart: Mannheim nur 2:2 gegen Schweinfurt
Der 1. FC Schweinfurt hat nach Hansa Rostock auch Waldhof Mannheim geärgert und trotz des feststehenden Abstiegs einen Punkt beim 2:2 holen können. Die Gastgeber mussten dabei trotz eines Blitzstarts nach 51 Sekunden zwischenzeitlich sogar einem 1:2-Rückstand hinterherlaufen.
Mannheim schlägt früh zu
Nach dem 3:3 in Wiesbaden gab es beim Waldhof insgesamt vier Wechsel. Ba, Ogbemudia und Lohkemper saßen auf der Bank, außerdem musste der verletzte Asallari ersetzt werden. Dafür rückten Sechelmann, Rieckmann, Thill und Boyd in die Anfangsformation. Bei Schweinfurt änderte Jones die Startelf nach dem 0:0 gegen Rostock nur auf einer Position: Der gesperrte Celebi wurde durch Geis ersetzt. Das Spiel begann dann mit einem Paukenschlag! Bereits in der ersten Minute brachte Thill eine Flanke in die Mitte, wo am langen Pfosten Michel bereitstand und nach 51 Sekunden zum frühen 1:0 für die Gastgeber einschoss (1.). Mannheim nahm zunächst den Schwung ein wenig mit und war die bessere Mannschaft. Zusätzlich musste Schweinfurt auch noch früh wechseln. Wintzheimer ersetzte den verletzten Böhnlein (11.).
Viele Höhepunkte gab es weiterhin nicht in der Partie. Ein Freistoß von Thill flog aber nur knapp über die Latte (17.). Nach einer halben Stunde hatte dann Boyd die Möglichkeit, köpfte nach einer Flanke von Bierschenk aber knapp am Tor vorbei (30.). Die Gäste wurden nun etwas aktiver, und von Mannheim kam in der Endphase der ersten Halbzeit sehr wenig. Nach einer Ecke von Geis köpfte Wintzheimer über das Tor (41.). In der Nachspielzeit forderte Schweinfurt dann noch eine Rote Karte. Sechelmann hatte einen langen Ball mit der Hand gestoppt, und so einen Angriff der Schnüdel gestoppt. Es blieb aber bei der Gelben Karte (45.+1).
Schweinfurt steigert sich deutlich
Im zweiten Abschnitt wurden die Gäste dann auch gefährlicher und belohnten sich direkt. Nach einer Flanke von Zeller war Langhans wacher als die Verteidiger und versenkte den Ball aus kurzer Distanz zum 1:1 (50.). Der feststehende Absteiger blieb dran und erarbeitete sich die nächste Chance. Einen schönen Schlenzer von Zeller konnte Nijhuis aber noch um den Pfosten drehen (56.). Zwei Minuten später meldete sich aber auch Mannheim wieder an, und erneut war es Boyd per Kopf. Wieder ging der Versuch nur knapp am Pfosten vorbei (58.). Es blieb nun aber zunächst weiter deutlich spektakulärer als im ersten Abschnitt. Nach einer Flanke von Müller hatte Angleberger zu viel Platz und traf zur 2:1-Führung für die Gäste (61.).
Drei Minuten später fiel dann fast direkt der Ausgleich. Stahl parierte aber sowohl gegen Thalhammer, als auch gegen Sietan gut (64.). In der 73. Minute war es dann aber so weit. Boyd schickte Lohkemper mit einem Steilpass auf die Reise. Stahl versuchte noch zu retten, allerdings bekam der Mannheimer den Ball direkt zurück auf den Fuß, und Lohkemper schob so in das leere Tor ein (73.). Kurz darauf hätte der Waldhof das Spiel sogar fast komplett gedreht, Stahl parierte aber gut gegen den Schuss von Bierschenk (75.). Viel Schwung hatte auch Masca nach seiner Einwechslung reingebracht und probierte es mal aus der Distanz. Den Ball konnte Stahl gerade noch über die Latte lenken (80.). Am Ende blieb es dann bei dem 2:2-Unentschieden. Mannheim steht mit 49 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz, wartet aber seit fünf Partien auf einen Sieg. Die Schweinfurter haben nun immerhin die Marke von 20 Punkten erreicht. Am nächsten Samstag reist der Waldhof zum Derby nach Saarbrücken, Schweinfurt empfängt 1860.