"Wissen, wie wichtig das Spiel ist": Aue vor heißem Pokalderby

Während der erstmalige Abstieg in die Regionalliga für den FC Erzgebirge Aue kaum noch abzuwenden ist, haben die Veilchen im Landespokal noch alle Chancen auf den Titel – und wollen daher am Mittwochabend beim Chemnitzer FC unbedingt gewinnen. 

"Entsprechend werden wir auch so auftreten"

Es ist die letzte Chance, eine katastrophale Saison zumindest mit einem Lichtblick zu beenden: der Landespokal. Um sich für das Finale am 23. Mai zu qualifizieren und mit einem Sieg in den DFB-Pokal einzuziehen, müssen die Veilchen am Mittwochabend aber erstmal die Hürde Chemnitzer FC überspringen. Die Himmelblauen spielen als Tabellensiebter der Regionalliga Nordost ebenfalls keine zufriedenstellende Saison und stehen genauso unter Druck wie die Veilchen.

Die Bedeutung der Partie ist der Mannschaft bewusst, wie Marcel Bär gegenüber dem "MDR" betont: "Wir wissen, wie wichtig das Spiel ist, wenn man die finanziellen Aspekte sieht. Wir wollen in der nächsten Saison unbedingt im DFB-Pokal vertreten sein." Schließlich garantiert dieser Einnahmen von mindestens 220.000 Euro – viel Geld für einen künftigen Viertligisten. Doch Bär weiß: "Chemnitz wird alles reinwerfen und hochmotiviert sein, das Stadion wird kochen. Es ist ein Derby. Aber darauf sind wir vorbereitet." In der vergangenen Pokal-Saison konnte sich Aue in Chemnitz mit 2:0 durchsetzen. "Man hat letztes Jahr gesehen, dass wir das Spiel auch ernst genommen haben und souverän eine Runde weitergekommen sind. Wir wissen um die Brisanz, entsprechend werden wir auch so auftreten."

Shubitidze will "Moral und Charakter" sehen

Einen Favoriten gibt es aus Sicht von Trainer Khvicha Shubitidze nicht. Um gegen den Viertligisten zu bestehen, gehe es nicht darum, Zauberfußball zu spielen, sondern "Moral und Charakter" zu beweisen. "Wir müssen nicht spielerisch glänzen, sondern die Atmosphäre annehmen und Vollgas geben. Einfach das Spiel gewinnen – egal wie. Alles andere wäre nicht akzeptabel und würde auch nicht hingenommen werden." Shubitidze ist überzeugt davon, dass seine Mannschaft an die letzten beiden Auftritte in der Liga anknüpfen wird: "Die Jungs wollen und geben Gas." Personell kann der 51-Jährige bis auf die Langzeitverletzten aus dem Vollen schöpfen, auch Marvin Stefaniak könnte zumindest als Joker schon wieder eine Option sein.

2.000 Fans werden den FCE in das mit 15.000 Zuschauern ausverkaufte Stadion an der Gellertstraße begleiten. Die Polizei wird mit einem Großaufgebot vor Ort sein, um die als Hochsicherheitsspiel eingestufte Partie abzusichern. Zudem wurde eine Allgemeinverfügung erlassen, die das Mitführen von gefährlichen Gegenständen, Schutzausrüstung und Vermummungskleidung untersagt. Anstoß des Derbys ist um 20:30 Uhr, der MDR überträgt im Livestream.

   

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