"Reise vorbei": SC Verl hakt Traum vom Aufstieg ab

Nach 1860 München und Wehen Wiesbaden hat sich aller Voraussicht nach auch der SC Verl vorzeitig aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Im Anschluss an das 1:1 in Aue und das dritte sieglose Spiel in Folge sprach Trainer Tobias Strobl davon, dass die "gemeinsame" Reise "vorbei" sei.

"Ist schwer zu akzeptieren"

Als Berkan Taz in der 4. Minute zur Führung der Verler traf, deutete schon vieles auf einen Auswärtssieg hin, durch den der Sportclub bis auf drei Zähler an den Relegationsrang herangerückt wäre. Doch weil die Ostwestfalen spielerisch eine enttäuschende Leistung zeigten und vor dem Gegentor ein Geschenk verteilten, als Keeper Schulze einen Ball genau in die Füße von Weinhauer spielte, reichte es nur zu einem Remis.

Trainer Tobias Strobl gefiel vor allem die "Art und Weise" bei seiner Mannschaft nicht, wie er bei "MagentaSport" sagte. "So viele technische Fehler habe ich bei meinen Jungs noch nie gesehen. Ich weiß nicht, ob wir uns selbst im Weg stehen oder ob wir uns zu viel Gedanken machen." Der 38-Jährige sprach davon, dass die Gesamtumstände der letzten Partien "schwer zu akzeptieren" seien. Mit den Leistungen in diesen Partien habe sich der Sportclub "das Besondere, das wir uns aufgebaut haben", ein bisschen eingerissen, befand Strobl.

"Du musst alle Spiele gewinnen"

Eine Erklärung dafür hatte Verls Coach direkt nach Spielende noch nicht, vermutete aber, dass womöglich der Kopf eine Rolle gespielt habe. "Wir sind eine Gruppe, die die gemeinsame Reise sehr wertschätzt und diese natürlich auch abschließend will, was uns keiner zugetraut hätte. Vielleicht sind das die Faktoren, die uns im Moment auf die Füße fallen." Nach Einschätzung des 38-Jährigen sei diese Reise nun allerdings "vorbei". Nach so einem Spiel "brauchen wir nicht davon sprechen, dass wir noch dabei sind. Denn so wird es schwierig, überhaupt eines der letzten fünf Spiele zu gewinnen".

Genau das wird aber wohl nötig sein, um angesichts eines Rückstands von fünf Punkten auf den Relegationsplatz am Ende noch Dritter zu werden. Zumal mit Duisburg und Rostock noch zwei Teams vor den Verlern liegen. Auch Berkan Taz meinte: "Es wird sehr schwer. Du musst alle Spiele gewinnen, dann hast du vielleicht eine Chance. Aber wir gehen auf jeden Fall in die Spiele so rein, dass wir sie alle gewinnen wollen." Strobl betonte, dass es nun erstmal darum gehe, "eine sehr gute Saison" zum Abschluss zu bringen. "Und wo die dann noch münden kann, daran werde ich heute nicht denken." Gegen Viktoria Köln sollen am nächsten Samstag aber so oder so drei Punkte her.

   

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