Hirsch lässt Katze aus dem Sack: "Natürlich möchten wir aufsteigen"

Nach dem Erreichen der 46 Punkte scheute sich der MSV Duisburg zunächst noch davor, den Aufstieg als nächstes Ziel auszurufen. Doch vor dem Heimspiel gegen TSV Havelse ließ Trainer Dietmar Hirsch die Katze aus dem Sack.

"Wir müssen immer hundert Prozent geben"

Die Aussagen nach dem 3:1 gegen Schweinfurt sorgten für etwas Verwirrung. Weil Co-Trainer Marvin Höner mit der Leistung in der zweiten Halbzeit nicht zufrieden war, meinte er: "Über den Aufstieg brauchen wir nicht reden." Merkwürdig angesichts des zweiten Tabellenplatzes, auf dem sich der MSV befindet. Auf der Pressekonferenz am Freitag ordnete Cheftrainer Hirsch diese Äußerung ein: "Natürlich möchten wir aufsteigen. Es ging darum: so wie wir in die letzten 30 Minuten aufgetreten sind, reicht es dann in Summe vielleicht nicht für den ganz großen Wurf."

Dennoch unterstrich Hirsch: "Man darf sich mit dem Thema beschäftigen. Das alles entscheidende ist: wir müssen immer hundert Prozent geben. Wenn wir das auf den Platz kriegen, sind wir schwer zu schlagen." Mit dem Sieg gegen Schweinfurt schüttelte Duisburg auch die 1:6-Pleite gegen Wiesbaden schnell wieder aus den Kleidern. Auch für Hirsch ist das Thema erledigt: "Ich sehe lieber das große Ganze. Wir haben 26 Spiele, wir sind Tabellenzweiter, wir haben 46 Punkte. Das ist aller Ehren wert. Da muss ich nicht immer nur an einem extremen negativen Ereignis hängen."

"Das berührt uns null"

Gegen den TSV Havelse am Sonntag könnte Joshua Bitter nach seiner Oberschenkelverletzung zurückkehren. "Josh Bitter ist einer der besten Rechtsverteidiger der Liga. Wenn er hundertprozentig fit ist, muss man schon überlegen, ob man ihn draußen lässt oder nicht", so Hirsch, der aber offen ließ, ob er ihn bringen wird. In den letzten beiden Spielen machte Niklas Jessen einen guten Job als Ersatz von Bitter. "Niklas hat seine Rolle angenommen, er hat sehr gut trainiert, und wenn man ihn braucht, spielt er auch gut. Wir sind froh, dass wir ihn haben." Christian Viet ist ebenfalls wieder voll im Training und soll im Laufe der Englischen Woche in den Kader zurückkehren.

Neben Maximilian Dittgen, dem nach einem Adduktorenabriss wahrscheinlich das Saison-Aus droht, muss der MSV weiter auf Dennis Borkowski und Rasim Bulic verzichten. Letzterer befindet sich in der Reha. "Wir glauben nicht, dass er Monate ausfällt. In der heißen Phase der Saison wird er mit Sicherheit auf dem Platz stehen können", sagte Hirsch. Den Tabellenvorletzten will der Coach keineswegs unterschätzen. Schließlich erzielte Havelse im Hinspiel kurz vor Schluss noch den Ausgleich. "Sie spielen mutig Fußball, sie schalten sehr gut um, stehen kompakt. Aber eins ist ganz entscheidend: sie geben sich nicht auf." Der Rücktritt des MSV-Vorstands soll hingegen keinen Einfluss auf die Mannschaft haben. "Bei uns zählen uns nur die sportlichen Dinge. Das sind politische Themen, da halten wir uns komplett raus. Das berührt uns null."

   

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