TV-Rechte erneut gesichert: 3. Liga bleibt bis 2031 bei MagentaSport
Die 3. Liga bleibt langfristig bei MagentaSport! Wie am Freitag bekanntwurde, hat sich die Telekom erneut die exklusiven Medienrechte gesichert und überträgt bis einschließlich der Saison 2030/31 alle 380 Saisonspiele live. Während der neue TV-Vertrag zudem für höhere Einnahmen sorgt, könnte gleichzeitig die Zahl der frei empfangbaren Partien sinken.
Einnahmen steigen deutlich
Die Vereinbarung zwischen der Telekom und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) umfasst neben den 380 Ligaspielen pro Saison auch die beiden Relegationspartien zur 3. Liga. Zum Rechtepaket gehören zudem die Free-TV-Rechte an 38 Partien pro Saison. Diese kann die Telekom entweder selbst oder mit einem Kooperationspartner anbieten. Bislang wurden Sublizenzen an die ARD vergeben, die in ihren Dritten Programmen 68 Partien pro Saison zeigen dürfen. Das ist noch mindestens bis zum Ende der aktuellen Spielzeit der Fall. Ob die Zusammenarbeit fortgesetzt wird oder andere Sender zum Zug kommen, ist noch nicht bekannt. Das Szenario, dass die Live-Rechte im Pay-TV wie in der Bundesliga auf zwei Anbieter aufgeteilt werden, ist indes vom Tisch.
Auch finanziell bringt die neue Vereinbarung einen deutlichen Zuwachs. Die jährlichen Erlöse aus der Medienrechtevergabe steigen von bislang 26,2 Millionen Euro auf 31 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von knapp 20 Prozent gegenüber dem bisherigen TV-Vertrag und einer Verdopplung im Vergleich zur Saison 2022/23. Bislang flossen 23,6 Millionen Euro direkt an die Klubs. Wie die künftig Verteilung aussehen wird, ist noch offen. Klar ist aber bereits, dass alle Klubs die gleiche Summe erhalten und zweite Mannschaften nicht an den Erlösen beteiligt werden.
Auch Highlight-Rechte vergeben
Neben den Live-Übertragungen hat sich die Telekom auch umfangreiche Nachverwertungsrechte gesichert. Highlights, einzelne Spielszenen und Near-Live-Clips sollen künftig schneller und umfangreicher über die Plattformen und Social-Media-Kanäle von MagentaSport und MagentaTV verbreitet werden. Auch die ARD hat erneut den Zuschlag für die Highlights erhalten und zeigt diese weiterhin in der Samstags-Sportschau um 18 Uhr. Ein weiteres Highlightpaket sicherte sich DAZN, das somit ebenfalls über alle Spiele der 3. Liga berichten wird. Für digitale Kurzformate und Clip-Inhalte wurden zudem Rechte an kicker und LEAGUES vergeben, die damit als neue Partner erstmals Bewegtbilder der 3. Liga anbieten. Bei den Anstoßzeiten gibt es indes keine Veränderungen: Ein Spiel am Freitagabend um 19:00 Uhr, fünf Partien am Samstag um 14 Uhr und ein weiteres Spiel um 16:30 Uhr sowie drei Partien am Sonntag um 13:30 Uhr, 16:30 Uhr und 19:30 Uhr.
Telekom-TV-Chef Arnim Butzen bezeichnet die Verlängerung des TV-Vertrages als "starkes Signal in den Markt". Die 3. Liga bleibe ein zentraler Bestandteil der Fußballstrategie des Unternehmens. Dorothea Jacob, Vice President Proposition & Content bei der Telekom, hebt zudem hervor, dass die 3. Liga ein "echtes Zugpferd" sei und für große Klubs, Tradition, Leidenschaft und eine besondere Fankultur stehe. Mit dem Start der neuen Rechteperiode zur Saison 2027/28 besteht die Zusammenarbeit zwischen MagentaSport und der 3. Liga seit zehn Jahren. Nach Angaben der Telekom haben sich die TV-Reichweiten seit dem Übertragungsstart 2017/18 versiebenfacht.
"Wirtschaftlich erfolgreichste Medienrechtsausschreibung"
DFB-Generalsekretär Holger Blask spricht von der "wirtschaftlich erfolgreichsten Medienrechtsausschreibung in der Geschichte der 3. Liga". Das Ergebnis verbinde Kontinuität, Reichweite und neue Vermarktungsmöglichkeiten. "Wir freuen uns dabei besonders, den Weg mit dem langjährigen Live-Partner MagentaSport, der eine herausgehobene Rolle bei der medialen Entwicklung der Liga spielt und der ARD weiterzugehen. Dabei ist uns wichtig, dass alle Spiele weiterhin live verfügbar sind und die Liga gleichzeitig ihre hohe Sichtbarkeit im Free-TV behält."
Indes sieht DFB-Vizepräsident Peter Frymuth die Entwicklung des Wettbewerbs bestätigt. Das große Interesse an der Ausschreibung unterstreiche die Attraktivität der 3. Liga. Mit den neuen Vereinbarungen werde eine verlässliche wirtschaftliche Grundlage geschaffen, während die Spiele auf unterschiedlichen Plattformen möglichst vielen Menschen zugänglich bleiben sollen. "Die solidarische Gleichverteilung der Ausschüttungssumme auf die 1. Mannschaften wird auch im anstehenden Zyklus beibehalten – auch das ist ein tolles Zeichen. Damit haben die Vereine Planungssicherheit und eine starke Basis, um die positive Entwicklung der Liga gemeinsam fortzusetzen."