"Keine Fantasieschlösser bauen": Fabian legt bei F95 los

Am Montag absolvierte Patrick Fabian seinen ersten Arbeitstag als neuer Sportdirektor von Fortuna Düsseldorf. Dabei äußerte er sich auch zu den anstehenden Aufgaben im Verein. 

Intensive erste Tage

Begrüßung der Mitarbeiter, Vorstellung bei der Mannschaft, Beobachtung des Trainings und Medienrunde: Der erste Tag als neuer Sportdirektor bei Fortuna Düsseldorf gestaltete sich für Patrick Fabian durchaus intensiv. "Es war ein sehr ereignisreicher und aufregender Tag für mich. Da war auch ein bisschen Nervosität und Anspannung dabei", offenbarte der 38-Jährige im vereinseigenen YouTube-Format tags darauf. Das begründete er auch damit, dass es "sehr speziell" sei, erst zwei Monate nach Saisonbeginn zum Team zu stoßen.

Zuletzt war Fabian seit Sommer 2025 im Nachwuchsleistungszentrum aktiv, ehe Sport-Geschäftsführer Samir Arabi den ehemaligen Bochumer ins operative Profi-Geschäft lotste und den seit Dezember letzten Jahres vakanten Posten besetzte. In einer ersten, kurzen Ansprache an die Profi-Mannschaft versuchte Fabian neben einleitenden Worten zu vermitteln, "dass Qualität da ist und wir mit Freude in die nächsten Aufgaben gehen können". Neben der rein sportlichen Ebene gehe es für ihn in den kommenden Tagen aber auch darum, die Spieler näher kennenzulernen und "ein Gefühl füreinander zu entwickeln".

Erfahrung als Bundesliga-Sport-Geschäftsführer

Für seine neue Tätigkeit will der Sportchef insbesondere auf seine Erfahrung im Profifußball zurückgreifen. Nachdem er 13 Jahre als Profi beim VfL Bochum aktiv war, wechselte er dort 2020 in die Geschäftsführung, wo er zunächst Leiter des Lizenzbereichs war, ehe er für zwei Jahre als Sport-Geschäftsführer agierte. "Grundsätzlich schadet Erfahrung in unterschiedlichen Bereichen nie. Das würde ich aber nicht nur auf Bereiche des Sports reduzieren. Je mehr Dinge ich erlebt habe und je mehr Einblicke ich in verschiedene Bereiche bekommen habe, desto größer ist der Erfahrungsschatz und die Expertise um diese Rolle einnehmen zu können", erklärte Fabian und verwies auf die verschiedenen Perspektiven, die er in seiner Karriere bereits einnehmen konnte. "Das ist alles keine Garantie dafür, dass ich nur richtige Entscheidungen treffe, aber es hilft natürlich, um einen weiteren Blick auf das Große und Ganze zu haben."

In seiner Tätigkeit als Kaderplaner schielt der gebürtige Hagener dementsprechend auch schon auf das Wintertransferfenster, welches am 1. Januar 2027 öffnet, mahnte aber zugleich zur Zurückhaltung: "Ich möchte nicht irgendwelche Fantasieschlösser bauen. Wir müssen schauen, wo wir stehen und was ist auch aufgrund der Erwartungshaltung das Beste für den Verein für die Zukunft", blickte er voraus und betonte, sowohl den kurzfristigen Erfolg als auch eine langfristige Substanz im Blick zu haben. "Da müssen wir sicher an der ein oder anderen Stelle kreativ und innovativ werden. Dennoch werden wir das Rad nicht neu erfinden können."

Anpassungen rund um die Profimannschaft?

Bevor jedoch etwaige Transfergespräche für die Rückrunde anstehen, sind für Fabian noch weitere Aufgaben geplant: "Neben dem operativen Geschäft, in dem es darum geht, die Mannschaft, das Trainerteam und Abläufe besser zu verstehen und die Menschen besser kennenzulernen, geht es darum, in den Prozessessen rund um den Profibereich in Sachen Scouting und Kaderplanung zu arbeiten", erläuterte er.

Darüber hinaus kündigte er auch mögliche Veränderungen im gesamten Bereich um die Profimannschaft herum an: "Wie sehen die Strukturen im medizinischen und athletischen Bereich aus? Das möchte ich alles im Detail und in der Tiefe besser kennenlernen, um dann Möglichkeiten für Anpassungen vorzunehmen, wenn Verbesserungspotenzial ersichtlich ist." Das Hauptaugenmerk wird aber auch bei Fabian auf dem kommenden Sonntag liegen, wenn die Fortuna den SC Verl empfängt (19:30 Uhr).

 

   

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