"Der Co-Trainer hat meinen Spieler beleidigt": Disput bei MSV-Spiel
Nach Rückstand setzte sich der MSV Duisburg am Mittwochabend im Landespokalspiel bei Oberligist Blau-Weiß Dingden noch mit 2:1 durch und steht damit im Viertelfinale. Während die Zebras um Jakob Bookjans bangen, sorgte ein Disput an der Seitenlinie für Aufsehen.
"Das geht gar nicht"
Es lief die Schlussphase der ersten Halbzeit, in der die Zebras bereits nach 16 Minuten in Rückstand gingen. Im Mittelfeld ging Tobias Fleckstein etwas rustikaler in einen Zweikampf mit Fabrice Kempe und grätschte diesen um, was die gelbe Karte zur Folge hatte. Den Hausherren gefiel die Aktion des 27-Jährigen gar nicht, sodass der Co-Trainer des Oberligisten ein paar deutliche Worte in Richtung Fleckstein loswurde. Das wiederum brachte MSV-Coach Dietmar Hirsch auf die Palme, es kam zum Disput an der Seitenlinie.
Gegenüber dem "RevierSport" schilderte er die Situation nach Spielende so: "Der Co-Trainer hat meinen Spieler beleidigt und das geht halt gar nicht. Flecki geht da in den Zweikampf mit einem harten Foul und kriegt die Gelbe Karte. Aber: Und das schreibe ich mir auch auf die Fahne, ich werde keine Spieler des Gegners bepöbeln. Das ist nicht meine Aufgabe, und den Respekt erwarte ich auch vom gegnerischen Trainerteam. Das war drüber." Der Schiedsrichter zeigte beiden die gelbe Karte. "Ich habe dem Schiedsrichter gesagt, dass, wenn ich das gesagt hätte, was der Dingdener Co zu meinen Spielern gesagt hat, dann hätte ich Rot bekommen. Der Linienrichter steht drei Meter daneben und sagt, er hätte das nicht gehört. Es gehört sich nicht, aber egal."
Sorgen um Bookjans
Am Ende zählte für Hirsch nur das Weiterkommen, auch wenn dieses mühevoll war. "Nur darum geht es. Wir haben in jeder Saison so ein Spiel." Umso wichtiger sei es daher gewesen, Charakter zu zeigen. Das taten die Zebras im zweiten Durchgang und drehten die Partie über Krüger (63.) und Coskun (66.). Womöglich müssen die Zebras den Einzug ins Viertelfinale jedoch teuer bezahlen. Jakob Bookjans hat sich zu Beginn der zweiten Halbzeit, als er gerade für wenige Minuten nach seiner Einwechslung auf dem Feld stand, am Knie verletzt. "Die Tests waren einigermaßen stabil, was aber auch an der angespannten Muskulatur gelegen haben könnte. Wir müssen gucken, was morgen ist. Es ist sehr ärgerlich", sagte Hirsch.
Weil auch Dennis Borkowski (Adduktorenbeschwerden) und Jan-Simon Symalla (Adduktorenverletzung) weiterhin ausfallen, wird die Personaldecke im Mittelfeld allmählich eng. "Dann rücken wir eben enger zusammen", meinte Duisburgs Coach diesbezüglich und richtete den vollen Fokus bereits auf das Heimspiel gegen Hoffenheim II am Samstagnachmittag.