"Jungs verdienen sich das größte Lob": Breitenreiter-Debüt geglückt
Erstes Drittliga-Spiel mit Hansa Rostock und die erste Partie in der 3. Liga überhaupt: In Würzburg erlebte FCH-Coach André Breitenreiter ein doppeltes Debüt, das letztlich glückte. Die Lorbeeren dafür gab er aber an die Mannschaft weiter. Zumal dieser ein Novum in dieser Saison gelang.
"Will das für mich gar nicht zu hoch hängen"
Lange hatte es Hansa am Dallenberg vergeblich versucht, in der 76. Minute platzte der Knoten mit dem 1:0 durch Marco Schuster dann aber. Und als Fatkic in der Nachspielzeit noch einen Elfmeter verwandelte, war der Auswärtssieg endgültig perfekt. "Wir hätten das Spiel schon viel früher entscheiden müssen, aber die Jungs haben sich belohnt", sagte Trainer André Breitenreiter im Nachgang bei "MagentaSport". Die Mannschaft habe "viel investiert" und eine "große Bereitschaft an den Tag gelegt", lobte der 53-Jährige und sah darin die Basis für ein besonders Novum in dieser Saison: das erste Spiel ohne Gegentor.
Auch Breitenreiter dürfte seinen Anteil daran haben, gab sich aber ganz bescheiden: "Ich will das für mich gar nicht zu hoch hängen, denn mit mir hat das eher weniger zu tun. Am Ende entscheiden Spieler die Spiele, und die Jungs haben das fantastisch gemacht. Sie verdienen sich das größte Lob." Schließlich habe das Team mit "Biss und Gier" agiert, zudem konnte sich Torhüter Luca Unbehaun mit einigen guten Paraden auszeichnen.
"Es war vorher nicht alles schlecht, die Mannschaft funktioniert. Deswegen war es nicht so schwer, den nächsten Entwicklungsschritt anzugehen." Zumal Hansa auch in der Offensive erste Fortschritte gemacht hat und mutiger sowie ballsicherer aufgetreten war. "Insbesondere in der zweiten Halbzeit war es ein sehr dominantes Spiel unserer Mannschaft", hielt Breitenreiter fest. "Wir waren sehr kontrolliert und klar im Positionsspiel. Genau wie wir es uns vorgenommen haben."
Dreifache Freude für Schuster
Besonders war die Partie auch für Marco Schuster, der zum ersten Mal in dieser Saison getroffen hat – und das an seinem 31. Geburtstag. Und als wäre das nicht schon genug, wird der Mittelfeldspieler in den nächsten Tagen zum ersten Mal Vater. "Wir haben vorher schon ein bisschen gezittert, dass er nicht doch noch nach Hause fahren muss", schmunzelte Breitenreiter. "Ein Auto stand bereit. Das ist auch selbstverständlich, weil Fußball nicht alles ist. So eine Geburt eines Kindes ist etwas Besonderes, das bleibt ewig. Aber zum Glück ist alles ruhig geblieben. Und jetzt drücken wir die Daumen, dass es zeitnah vor dem nächsten Spiel passiert."
Schuster selbst sprach von einer "super aufreibenden Woche". Er habe bei der Mannschaft sein wollen, "aber natürlich auch so ein besonderes Erlebnis im privaten Umfeld niemals verpassen. Jetzt gucken wir, dass wir schnell nach Hause kommen". Auf dem Platz habe Hansa "in Phasen schon gezeigt, was es bedeuten kann, wenn wir so spielen, wie es der Trainer möchte". Nämlich druckvoll und dominant. Daran will die Kogge am kommenden Dienstag auch im Heimspiel gegen den SV Meppen anknüpfen, "und dann schon von Beginn an diese Dominanz auf den Platz bekommen", wie Breitenreiter betonte. Ein Sonderlob sprach er indes den über 2.500 mitgereisten Fans aus: "Dass sie so einen weiten Weg auf sich genommen haben, ist nicht selbstverständlich und pusht die Jungs."