Hattrick binnen sechs Minuten! MSV dreht Spiel gegen Hoffenheim II

Im späten Samstagabendspiel sah für den MSV Duisburg gegen die TSG 1899 Hoffenheim II alles lange Zeit nach einer Niederlage aus. Bis zur 71. Minute lag der Tabellenführer mit 0:2 zurück, ehe die Show des Peter Remmert begann. Die Schalker Leihgabe drehte den Rückstand mit einem Hattrick binnen sechs Minuten. Mit dem siebten Sieg im achten Spiel bauen die Zebras die Tabellenführung weiter aus.

Duisburg zu harmlos, Hoffenheim mit Tempo, Wucht und Glück

Mit 18 Punkten startete der MSV Duisburg fulminant in die neue Spielzeit und führt aktuell die Tabelle an. Auch die TSG 1899 Hoffenheim II legte mit 13 Zählern einen guten Saisonstart hin. Kam die lange Länderspielpause da gerade recht? MSV-Trainer Hirsch war von der XXL-Unterbrechung jedenfalls wenig angetan. Im Vergleich zum 4:1 vor der Pause beim SV Wehen Wiesbaden nahm er vier Änderungen an seiner Startelf vor: Für Jessen, Christensen, Casar und Remmert rückten Bitter, Coskun, Viet und Lobinger in die Anfangsformation. Letzterer war nach seiner Drei-Spiele-Sperre wieder spielberechtigt. Hoffenheims Trainer Kleineheismann wechselte nach dem 1:0-Sieg gegen Meppen derweil nur zweimal. Makanda und Dagdeviren begannen für Gjasula und Prass, der zum Bundesligateam zurückgekehrt war.

Beide Mannschaften starteten verhalten in die Partie. Wirklich gefährlich wurde es erstmals in der 21. Minute – wenn auch unfreiwillig. Kothers Flanke flog direkt auf das Tor zu, landete letztlich aber auf dem Dach des Tores (21.). Nur 60 Sekunden später lag der Ball dann tatsächlich im Netz – allerdings auf der falschen Seite aus Duisburger Sicht. Makanda nahm auf der rechten Seite Fahrt auf und setzte sich gegen Schlicke durch. Sein Pass in die Mitte landete vor den Füßen von Duisburgs Fleckstein, der jedoch über den Ball schlug. Vom Standbein des Verteidigers sprang die Kugel schließlich ins eigene Tor.

Hoffenheim II blieb tonangebend, während den Duisburgern in der ersten Halbzeit nur wenig einfiel. Als die Partie wieder etwas vor sich hin zu plätschern drohte, zog Pollers aus der Distanz ab. Sein Flachschuss rauschte knapp am Pfosten vorbei (33.). Auf der Gegenseite versuchte es auch Lobinger aus der zweiten Reihe. Petersson tauchte jedoch ab und sicherte den Ball (37.). Nachdem Makanda das 1:0 noch vorbereitet hatte, durfte er kurz vor der Pause selbst jubeln. Abraha schickte den Außenbahnspieler auf die Reise. Dieser kam erst im zweiten Versuch an Schlicke vorbei, nahm den Ball anschließend im Strafraum direkt und hämmerte ihn unter die Latte (39.). Hoffenheim II hatte sogar noch die Chance auf das 3:0: Spranger spielte in den Strafraum zu Zor, der es zu schön machen wollte. Sein Abschluss mit der Hacke hatte jedoch zu wenig Tempo, sodass Braune zupacken konnte (42.).

Die Peter-Remmert-Show

Während die TSG Hoffenheim II unverändert in die zweite Halbzeit ging, wechselte der MSV gleich dreimal: Christensen, Safi und Remmert kamen für Coskun, Noß und Ens. Duisburg versuchte, sich in die Partie zu arbeiten, und wurde zunehmend stärker. Das eröffnete den Hoffenheimern allerdings auch Räume für Konter und damit Chancen, die Partie vorzeitig zu entscheiden. Ein Beispiel dafür lieferte die 59. Minute: Makanda schickte Poller auf die Reise, der in der Mitte kreuzte und Zor bediente. Dieser scheiterte im Strafraum jedoch an Braune.

Apropos Konter: Auch der MSV kam nur wenige Augenblicke später zu einem solchen. Am Ende der Kombination wurde Safi im Strafraum gefunden. Aus spitzem Winkel setzte der Joker den Ball allerdings nur an den Pfosten (61.). Es ging hin und her: Direkt im Gegenzug bekam Makanda auf halbrechts im Strafraum viel Platz und Zeit für den Abschluss. Braune war bereits geschlagen, doch Schlicke blockte den Ball noch vor der Linie (62.).

Das sollte sich aus Sicht der Kraichgauer rächen. Die große Remmert-Show begann: Zunächst behielt die Schalker Leihgabe nach einer Ecke die Übersicht und donnerte den freien Ball in die Maschen (71.). Nur wenig später blieb Lobinger auf Höhe der Grundlinie hartnäckig und legte den Ball in den Rückraum. Von dort traf Remmert mit Hilfe des Innenpfostens zum Ausgleich (73.). Zwischen den beiden Treffern lagen gerade einmal eine Minute und 25 Sekunden. Damit jedoch nicht genug, denn aller guten Dinge sind bekanntlich drei: Nach einem Pass zog Dulic im Duell mit dem Stürmer den Kürzeren. Anschließend umkurvte Remmert Petersson und schob ins leere Tor ein. Der Hattrick innerhalb von sechs Minuten war perfekt (77.). Die letzte Chance der Partie hatte Hoffenheims Honajzer. Sein Schuss aus spitzem Winkel parierte aber Braune (90.+5.). Der Schlusspunkt einer in der zweiten Halbzeit wilden Partie.

Die Zebras bleiben nach dem sieben Sieg im achten Spiel mit nun 21 Punkten Tabellenführer. Die TSG Hoffenheim II, die zwischenzeitlich auf Rang zwei gestanden hatte, fällt dagegen auf Platz sechs zurück. Für Duisburg geht es am Dienstag beim 1. FC Saarbrücken weiter, die Kraichgauer gastieren am selben Tag beim VfB Stuttgart II.

   

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