Beierlorzer vor Ingolstadt-Debüt: "Ein bisschen Lampenfieber"

Seit zwei Wochen ist Achim Beierlorzer inzwischen Trainer des FC Ingolstadt. Vor seinem ersten Punktspiel mit den Schanzern gegen den SV Wehen Wiesbaden (Sonntag, 13:30 Uhr) freut sich der 58-Jährige auf die Aufgabe – und verspürt bereits eine gewisse Anspannung.

Engagement und Intensität gefordert

Die ersten Tage in Ingolstadt seien für ihn sehr positiv verlaufen, berichtete der FCI-Coach bei der Spieltags-Pressekonferenz am Freitag. Er habe eine tolle Mannschaft und engagierte Mitarbeiter vorgefunden und sei gut aufgenommen worden. Nach dem Testspiel gegen den 1. FC Nürnberg (1:3) richtet sich der Blick nun auf den Pflichtspielstart. Diesen sieht der Trainer als "absolutes Privileg", schließlich dürfe er eine Mannschaft als Profitrainer an der Seitenlinie begleiten. Entsprechend werde er am Sonntag "auch ein bisschen Lampenfieber haben". Eine grundsätzliche Verunsicherung habe er in der Mannschaft indes nicht wahrgenommen. Stattdessen sehe er ein intaktes und williges Team, das offen für neue Impulse sei.

In den ersten Trainingseinheiten legte Beierlorzer besonderen Wert auf Intensität und aktiven Fußball. Die Spieler sollten sich sowohl in der Defensive als auch in der Offensive einbringen und das Spiel mitgestalten. Für den Auftakt hat er einen klaren Wunsch: "Ich wünsche mir ein absolutes Engagement." Er wolle jeden Spieler mit vollem Einsatz auf dem Platz sehen. Dazu gehöre auch ein geschlossenes Auftreten als Mannschaft: "Wir verteidigen gemeinsam, wir greifen gemeinsam an." Die Zuschauer sollen ein Team erleben, das intensiv spiele, sich um Tore bemühe und gemeinsam auf dem Platz stehe.

Ansätze davon habe er bereits gegen Nürnberg gesehen. In den ersten elf Minuten habe Ingolstadt den Club vom eigenen Strafraum ferngehalten. Das Angriffspressing und die Art, wie die Schanzer den Gegner zunächst vom Tor weg hielten, seien "sehr gut" gewesen. Nach dem Gegentreffer habe die Intensität allerdings etwas nachgelassen, wodurch Nürnberg ein Übergewicht bekommen habe.

Einige Ausfälle, Rückkehrer machen Hoffnung

Mit dem SV Wehen Wiesbaden wartet nun ein Gegner, der ebenfalls einen Trainerwechsel vollzogen hat. Umso wichtiger wäre somit ein erfolgreicher Start – auch, um den SVWW auf Abstand zu halten. "Es gibt nichts Wichtigeres als Siege", betonte Beierlorzer. Gerade zum jetzigen Zeitpunkt könne ein Erfolg bei allen Beteiligten etwas auslösen und den Glauben an die eigene Stärke fördern. Selbstbewusstsein sei für die Leistung eines Spielers schließlich "wahnsinnig wichtig". Beierlorzer hofft deshalb, dass seine Mannschaft die positiven Ansätze aus dem Training und dem Testspiel nun auch im ersten Punktspiel auf den Platz bringt.

Personell muss der neue Coach vor dem Debüt noch einige Fragezeichen beachten. Ognjen Dragulic hat sich unter der Woche bei einer Grätsche ohne Einwirkung eines Gegenspielers verletzt. Bei Simon Lorenz ist noch offen, ob er nach seiner Muskelverletzung tatsächlich zur Verfügung stehe. Davide-Danilo Sekulovic kehrt aus der Reha zurück und macht positive Fortschritte. Torwart Rafael Eßlinger fällt ebenfalls noch aus. Dafür kann Beierlorzer wieder auf Dennis Kaygin und Benjamin Kanuric zurückgreifen. Ob sie direkt von Beginn an auflaufen werden, ließ der 58-Jährige aber noch offen.

   

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