Westschlager zwischen Münster und Essen: Was für wen spricht

Zum Auftakt des 8. Spieltages kommt es am Freitagabend zum Westschlager zwischen Preußen Münster und Rot-Weiss Essen. Im Vorfeld analysiert liga3-online.de, was für wen spricht.

Wörles gute Erinnerungen: Zwar spricht die Gesamtbilanz klar für Rot-Weiss Essen, doch Trainer Thomas Wörle hat bislang ausschließlich gute Erinnerungen an RWE. Mit dem SSV Ulm trat er in der Saison 2023/24 zweimal gegen die Mannschaft von der Hafenstraße an – und konnte beide Partien gewinnen. Auch Philipp Maier, der Anfang September als vereinsloser Spieler nachverpflichtet worden war, sowie Romario Rösch waren in beiden Spielen dabei.

Koschinat schlechte Erinnerungen: RWE-Coach Uwe Koschinat hat dagegen weniger gute Erinnerungen an die Preußen. Von neun Partien konnte er gerade mal eine gewinnen – das war im März 2016 mit Fortuna Köln. Auf der anderen Seite setzte es gleich sechs Niederlagen und insgesamt 20 Gegentore. Auch in den letzten beiden Duelle gegen die Adlerträger im April und Juli 2018 musste Koschinat jeweils eine Niederlage hinnehmen – bei insgesamt acht Gegentreffern.

RWE auswärts nur Mittelmaß: Während RWE an der heimischen Hafenstraße eine Macht ist und in dieser Saison noch kein Spiel verloren hat, läuft es auswärts noch nicht so richtig rund. Zwar mussten sich die Essener erst einmal geschlagen geben, konnten aber auch erst eine Partie für sich entscheiden. Zudem gab es ein Remis. Vier Punkte nach drei Partien bedeuten im Liga-Vergleich lediglich den 14. Platz.

 

Form: Seit sechs Spielen ungeschlagen, vier dieser Partien gewonnen und im DFB-Pokal zudem den FC St. Pauli ausgeschaltet: Es läuft derzeit bei Rot-Weiss Essen. Beim Blick auf die letzten vier Partien ist die Koschinat-Elf – zusammen mit dem SC Verl – gar das formstärkste Team der Liga und holte zehn Punkte. Zum Vergleich: Preußen Münster holte in diesem Zeitraum nur sieben Zähler und steht damit im Liga-Vergleich auf Platz 9.

Warm geschossen: Mit 13:0 fegte RWE am Dienstagabend im Landespokal über den FC Kosova Düsseldorf hinweg und schoss sich damit warm für den Westschlager. Zwar spielen die Rheinländer nur in der 6. Liga, doch 13 Tore müssen auch gegen einen Landesligisten erstmal erzielt werden. Allein Marek Janssen traf dreifach, zudem konnten sich Dickson Abiama und Lucas Brumme jeweils doppelt in die Torschützenliste eintragen.

Bilanz: 80 Mal standen sich beide Klubs laut "transfermarkt.de" bislang gegenüber – meist mit dem besseren Ausgang für RWE. Genau die Hälfte der Spiele ging an die Essener, während Münster lediglich 26 Partien gewinnen konnte. Seit 2009 wechselten sich Sieg und Niederlage stets ab. Und weil Münster das letzte Duell im Januar 2024 für sich entscheiden konnte, würde nach dem Gesetz der Serie nun RWE als Sieger vom Platz gehen.

   

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