Vierter Sieg in Folge: Viktoria entwickelt sich zum Spitzenteam

Drei Wochen Länderspielpause? Kein Problem für Viktoria Köln! Die Mannschaft von Marian Wilhelm überrannte Alemannia Aachen, als habe es die längere Unterbrechung in der Liga nicht gegeben. Die Domstädter bleiben nach dem vierten Sieg in Folge die Mannschaft der Stunde.

"Das Thema halten wir sehr klein"

19 Tore hatte Viktoria Köln schon vor der Länderspielpause auf dem Konto. Fünf weitere Treffer kamen am Sonntag hinzu, wodurch die Domstädter den Tivoli eroberten. Ausgerechnet Ex-Aachener Niklas Castelle setzte auf Kölner Seite den Schlusspunkt mit dem fünften Tor – und zwar schon in der 58. Spielminute. "Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass das ein besonderes Spiel für mich sein wird. Das war auch so", freute sich der 24-Jährige bei "Magenta Sport" über seine sportliche Rückkehr zur Alemannia. Einen Torjubel verkniff sich Castelle dementsprechend, wenngleich der Erfolg schon gefeiert wurde: "Am 1. Spieltag gehe ich noch ein paar Schritte weiter und verschieße so ein Ding. Zum Glück habe ich aber eine ordentliche Lernkurve."

So, wie die Viktoria im Allgemeinen. In Aachen zeigte Köln ein verbessertes Umschaltspiel, was zum Erfolg führte. "Einfach geil, wie sich unsere Mannschaft entwickelt", lobte Castelle seine Teamkollegen. Es war der vierte Sieg in Folge, bei dem die Viktoria zudem noch unaufhaltsam wirkte. 15 Tore erzielten die Domstädter in dieser Phase, weshalb auch Platz 2 in der Tabelle weiter gefestigt wurde. Ist Köln somit ein Aufstiegskandidat? "Das Thema halten wir sehr klein", hielt sich der Torschütze naturgemäß bedeckt.

"Das Lob hört man natürlich gerne"

Auch Cheftrainer Marian Wilhelm wollte zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison kein Statement zum Aufstiegskampf abgeben. "Wir können den Sieg heute genießen, aber morgen wird wieder regeneriert und dann zählt nur noch Großaspach. Wenn man zu viel genießt, dann geht es ganz schnell wieder in die andere Richtung", warnte der 38-Jährige vor Übermut. Wilhelms Fokus ging daher klar auf die Weiterentwicklung: "Alle Punkte, die wir geholt haben, sind die Arbeit der letzten Wochen. Wir müssen jetzt die Arbeit für die nächsten Wochen leisten, um die nächsten Punkte vorzubereiten. Es gab schon Mannschaften, die sehr früh sehr weit oben standen und am Ende noch abgestiegen sind."

Die XXL-Länderspielpause spielte hingegen keine Rolle, sodass Köln den Schwung der letzten Wochen unbeirrt fortsetzte. "Das Lob hört man natürlich gerne, aber es gab auch heute Sachen, an die wir ranmüssen. Mittwoch können wir uns davon schon nicht mehr kaufen", fand Wilhelm. In Details ging er unmittelbar nach dem Spiel noch nicht, aber klar war für den Cheftrainer: "Es gab viele kleine Situationen, in denen das Spiel auch in die andere Richtung kippen kann. Wir müssen daran arbeiten, dass es weiter auf unsere Seite fällt." Und so wird sich die Viktoria auf das Spiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach (Mittwoch, 19 Uhr) fokussieren. Ob Yannick Tonye mitwirken kann, ist noch offen. Der Angreifer ließ sich aufgrund von muskulären Problemen vorsichtshalber auswechseln.

   

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