"Ich fand es zu lang": Hirsch kein Fan von XXL-Länderspielpause
Der MSV Duisburg ging als Tabellenführer in eine Länderspielpause, die Cheftrainer Dietmar Hirsch definitiv zu lang vorkam – obwohl die Zebras personell von der großen Regenerationszeit profitieren, denn zwei Spieler kehren aus dem Lazarett zurück. Jetzt geht es zuhause gegen die TSG Hoffenheim II (Samstag, 16:30 Uhr).
Jessen und Bitter vor Rückkehr
Jan-Simon Symalla muss beim MSV Duisburg weiter zugucken. Der Außenstürmer laboriert an einer Leistenverletzung, was sich möglicherweise noch durch die komplette Hinrunde ziehen könnte. Bei Dennis Borkowski (Oberschenkelprobleme) und Jakob Bookjans (Knieprobleme) sieht es jedoch ganz danach aus, als würde das Duo bald zurückkommen – Bookjans, der sich am Mittwochabend im Landespokal verletzte, womöglich schon am kommenden Dienstag. Borkowski hingegen erst am Ende der Englischen Woche, denn beim Dauerpatienten der Zebras wird Cheftrainer Dietmar Hirsch kein Risiko eingehen.
Wie kam der MSV sonst durch die Länderspielpause? Eigentlich ziemlich gut, denn neben zwei Siegen im Landespokal werden wohl auch Niklas Jessen und Joshua Bitter pünktlich zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs zurück sein – und die Wahrscheinlichkeit, dass ein Rechtsverteidiger zurück in die Startelf findet, dürfte gegeben sein. "Für uns war die lange Länderspielpause positiv, weil wir den einen oder anderen verletzten Spieler wieder in die Spur bekommen konnten", fand Hirsch. Ein Fan der dreiwöchigen Unterbrechung wird der 54-Jährige trotzdem nicht: "Ich fand es zu lang, und ich finde es unglücklich, dass wir mit einer Englischen Woche wieder reinkommen. Das passt für mich nicht ganz zusammen, aber das haben alle Mannschaften so. Von daher haben wir weder Vorteil noch Nachteil."
"Wir werden schon viel reinlegen müssen"
Angesichts der Ausfallrate in der Englischen Woche vor der Länderspielpause wird Hirsch die Belastungssteuerung zum Re-Start im Auge behalten. "Wir wollen schon gucken, wie wir die Kräfte verteilen und schauen natürlich auch auf Dienstag. Aber wir werden schon viel reinlegen müssen ins Hoffenheim-Spiel", so der Cheftrainer. Die U23-Mannschaft wird den MSV fordern, wie den Zebras noch aus der vergangenen Saison bekannt war. Ein 3:1-Heimsieg in der Rückrunde steht einer 1:4-Niederlage aus der vergangenen Hinrunde gegenüber. Wird Hoffenheim II wieder zur Wundertüte? "Das weiß ich jetzt nicht", fand Hirsch. "Sie ändern sich ja nicht viel von der Herangehensweise. Die Spieler sind anders, aber der Trainer ist gleich."
Aus dem Kader der Bundesliga-Mannschaft kamen zuletzt nur wenige Spieler in die Zweitvertretung herunter. Daher machte sich Hirsch keine großen Gedanken um die personelle Besetzung des kommenden Gegners, zumal er darauf ohnehin keinen Einfluss habe. So oder so rechnete der 54-Jährige mit einem offensivstarken Team: "Sie haben auch wieder die individuelle Qualität drin, speziell mit Yasin Zor. Da scheinen sie gut zu scouten, weil letztes Jahr ging Ayoube Amaimouni-Echghouyab auch schon im Winter in die Bundesliga." Und der damalige Angreifer der jungen Sinsheimer kann heute nicht nur auf einen Marktwert von zehn Millionen Euro, sondern auch schon schon auf 21 Erstliga-Partien sowie vier Spiele als marokkanischer Nationalspieler zurückblicken. Entsprechend wird der MSV wieder auf talentierte Spieler vorbereitet sein.