"Wir sind ambitioniert": Beierlorzer ist beim FCI gestartet

Am Dienstag stand Achim Beierlorzer wieder auf dem Trainingsplatz. Sechs Jahre nach seinem letzten Engagement als Cheftrainer legte der 58-Jährige beim FC Ingolstadt los – und zog ein positives Fazit nach der ersten Einheit. Intensität und Aktivität sollen jetzt schnell die Hauptmerkmale der Schanzer werden.

"Ich war schon immer Trainer"

Es war ein Dienstagabend, als Achim Beierlorzer das letzte Mal als Trainer an der Seitenlinie stand. RB Leipzig traf in der Champions League auf Manchester City – und gewann 2:1 gegen den englischen Top-Klub. Interimsweise betreute der 58-Jährige die Leipziger im Dezember 2021 für eine Partie, denn Beierlorzer war zuvor Co-Trainer von Jesse Marsch. Als Cheftrainer stand er zuletzt im September 2020 beim 1.FSV Mainz 05 an der Seitenlinie. Jetzt ist Beierlorzer zurück, obwohl er sich zwischenzeitlich schon als Sportchef in Regensburg versuchte.

"Das ist nicht das, was mich mit Leidenschaft erfüllt. Da fehlt mir was", blickte der 58-Jährige am Rande seiner ersten Trainingseinheit beim FC Ingolstadt im "kicker" auf die Zeit als Geschäftsführer und Vorstandsmitglied zurück. "Ich war schon immer Spieler, ich war schon immer Trainer." Und davon sollen jetzt die Schanzer profitieren. Denn Beierlorzer möchte keine kleinen Brötchen backen: "Der Klub ist ambitioniert, die Mannschaft ist ambitioniert, ich bin ambitioniert." So legte der neue Cheftrainer am vergangenen Dienstag auch los.

"Zwei Dinge, die immer wichtig sind"

Auf dem Programm? "Eine hohe Intensität und Aktivität in allen Positionen", gab Beierlorzer vor. Zwei Siege, zwei Unentschieden, drei Niederlagen – das war nicht der Start, den sich der FCI für die Saison erhofft hatte. Die Ära von Sabrina Wittmann endete, weil die Verantwortlichen keine ausreichende Entwicklung in der Mannschaft sahen. Mit Beierlorzer soll nun ein ehemaliger Bundesliga-Trainer die passenden Impulse setzen. "Das kollektive Spiel gegen den Ball wollen und werden wir einstudieren", nahm sich der 58-Jährige vor. Und betonte: "Es gibt zwei Dinge, die für den Fußball immer wichtig sind: eine hohe Intensität, die wir in den Spielformen und den Spielen haben müssen, und eine Aktivität mit dem Ball."

Von der Qualität der Mannschaft zeigte sich Beierlorzer überzeugt, die Energie auf dem Platz habe ihm "unheimlich gut gefallen". In Ingolstadt wird sich nun jeder beweisen wollen, um beim neuen Cheftrainer bei der Rückkehr in den Wettbewerb hoch im Kurs zu stehen. Schon am Freitag steht der Einsatzwille auf dem Prüfstand, denn die Schanzer testen gegen den 1. FC Nürnberg. Knapp eine Woche später geht es in der 3. Liga mit dem Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden weiter, der mit Jochen Seitz ebenfalls einen neuen Coach in der Länderspielpause präsentierte.

   

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