SVWW mit "verdienter Niederlage" – Trainersuche in "finaler Phase"

Mit einem Sieg gegen den MSV Duisburg hätte der SV Wehen Wiesbaden die Abstiegsplätze noch vor der Länderspielpause verlassen können, kassierte jedoch eine 1:4-Pleite, die Interimscoach Frank Steinmetz als "verdient" einstufte. Die Trainersuche befindet sich indes in der "finalen Phase".

"Individuell zu viele Fehler gemacht"

Nein, zu holen gab es für den SVWW im Duell mit dem Tabellenführer an diesem Sonntagabend nicht wirklich etwas. Bereits nach etwas mehr als einer halben Stunde lagen die Hessen mit 0:3 hinten und kassierten kurz nach der Pause auch noch den vierten Gegentreffer, nachdem Schleimer zwischenzeitlich verkürzt hatte (45.). "Wir konnten die Dinge, auf die es im Fußball ankommt, nicht umsetzen", analysierte Interimstrainer Frank Steinmetz im "MagentaSport"-Interview. "Wir haben individuell zu viele Fehler gemacht, die direkt zu Gegentoren geführt haben. Gerade in den Umschaltphasen mussten wir uns im eigenen Stadion auskontern lassen. Dann hat uns Duisburg in Sachen Effektivität komplett vorgemacht, was eine Spitzenmannschaft ausmacht."

Denn auch dem SVWW mangelte es nicht an Chancen – gerade nach Beginn der zweiten Halbzeit -, doch im Gegensatz zu den Zebras nutzten die Hausherren diese nicht. "Nach dem 1:3 müssen wir definitiv den Anschlusstreffer machen. Das haben wir nicht geschafft. Deswegen haben wir verdient verloren." In der 82. Minute war der Ball zwar womöglich knapp hinter der Torliniere, allerdings wurde der Treffer nicht gegeben. "Ich denke schon, dass er hinter der Linie war, aber ohne Torlinientechnik ist das für den Schiedsrichter schwer zu sehen. Aber deswegen haben nicht verloren", zeigte sich Steinmetz fair.

Neuer Trainer soll in Kürze vorgestellt werden

Dass Wiesbaden ab der 59. Minute in Unterzahl war, nachdem Tarik Gözüsirin den Ball mit voller Wucht in den am Boden liegenden Coskun geschossen hatte, machte die Aufgabe nicht leichter. Steinmetz meinte dazu: "In der Szene war relativ viel Dynamik drin, weil wir davon ausgegangen sind, dass vorne ein Foul an Greilinger stattfand. Dann geht alles im Vollsprint zurück und es kommt zu dieser Situation. Er hat noch relativ lange Wege und ist natürlich noch voller Adrenalin. Trotzdem entschuldigt das das nicht. Jetzt muss er einfach wegbleiben und fertig. Das ist eine Rote Karte, brauchen wir nicht zu diskutieren. Das darf ihm nicht passieren."

So stand am Ende die vierte Niederlage im siebten Spiel, wodurch die Hessen auf den vorletzten Platz abgerutscht sind. Sollte Havelse am kommenden Freitag im Nachholspiel gegen Fortuna Köln punkten, wäre Wiesbaden gar das Schlusslicht. Damit es nach der Länderspielpause wieder bergauf geht, dafür soll der neue Trainer sorgen, der in Kürze vorgestellt werden soll. Wie Sport-Geschäftsführer Uwe Stöver berichtete, befinde sich die Suche nach einem Übungsleiter "in der finalen Phase". Ziel sei es, dem Trainer in der dreiwöchigen Länderspielpause so viel Zeit wie möglich zu geben. Da sind wir auf einem Weg".

SVWW will "Handbremse in die Entwicklung" reinbekommen

Nach dem Re-Start werde es dann darum gehen, "einen Cut und eine Handbremse in die Entwicklung reinzubekommen", so Stöver. "Wir kassieren zu viele Gegentore und sind nicht stabil im Spiel", nannte der 58-Jährige die beiden größten Baustellen. Es gelte, künftig ein "anderes Gesicht zu zeigen". Stöver zeigte sich aber zuversichtlich, dass das gelingen wird. Schließlich verfüge der Kader über mehr Qualität "als es der Tabellenplatz aussagt". Den Beweis dafür können die Wiesbadener in drei Wochen beim Auswärtsspiel in Ingolstadt antreten, vorher wartet zum Debüt des neuen Cheftrainers am 7. Oktober noch das Landespokal-Spiel bei Verbandsligist SG Bornheim Grün-Weiß.

 

 

   

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