5:2 am Tivoli! Viktoria Köln zerlegt Aachen und feiert vierten Sieg in Folge

Im zweiten Sonntagsspiel des 8. Spieltags hat Viktoria Köln seinen Höhenflug fortgesetzt und Alemannia Aachen am Tivoli eine schweren Schlag versetzt. Nach einer furiosen ersten Hälfte setzten sich die Kölner mit 5:2 durch und festigten mit dem vierten Sieg den zweiten Tabellenplatz.

Entfesselte Viktoria spielt Aachen schwindelig

Mit einem 1:0-Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf war Alemannia Aachen in die XXL-Länderspielpause gegangen. Dementsprechend wenig Anlass für personelle Veränderungen sah auch TSV-Coach Mersad Selimbegovic. Lediglich Torsiello rückte für den angeschlagenen Jung in die Startformation. Auf der Gegenseite reiste die Viktoria sogar mit drei Siegen in Folge an. Wenig überraschend schickte Trainer Marian Wilhelm daher die gleiche Elf wie beim 3:0 gegen den FC Ingolstadt in die Partie, die sehr unterhaltsam begann. Es dauerte keine 120 Sekunden als die Aachener die große Möglichkeit zur frühen Führung hatten. Mit hohem Pressing gewann Loune an der Strafraumkante den Ball, zögerte aber zunächst zu lange, bevor Schroers den geblockten Ball aus kurzer Distanz knapp über das Tor setzte.

Der Überraschungszweite aus Köln ließ sich davon aber nicht beirren und hatte in der Folge ebenfalls mehrfach die Chance zum Treffer. Zunächst scheiterte aber Otto mit seinem Kopfball an Riemann (5.), ehe Dumans Abschluss aus elf Metern noch soeben von zwei Aachener weggegrätscht werden konnte. Der dritte Abschluss der Gäste führte dann aber doch noch zur frühen Führung: Erneut ging es über die rechte Seite, von der aus Fallmann in die Mitte gab, wo der eingelaufene Tonye die Kugel überlegt in die linke Ecke einschob (10.). Die Aachener versuchten im Anschluss wieder deutlich mehr Kontrolle zu gewinnen und offensiv in Erscheinung zu treten. Schroers verpasste nach einer Viertelstunde aber zunächst per Kopf und anschließend per Schlenzer den schnellen Ausgleich.

Mitten in dieser Phase versetzte ein Fehler von Riemann der Alemannia aber einen weiteren Rückschlag: Der Aachen-Keeper verschätze sich bei einer Flanke von Fallmann, sodass Duman für Wolf querlegen konnte, der nur noch ins leere Tor zum 0:2 einschieben musste. Doch diesmal fanden die Hausherren die schnelle Antwort: Keine zwei Minuten später knallte Scepanik die Kugel nach Wagners Ecke aus dem Rückraum per Volley-Aufsetzer unhaltbar neben den rechten Pfosten zum Anschlusstreffer. Die spektakuläre erste Halbzeit führte sich auch in der Folge fort: Diesmal setzte sich Otto super mit einem Haken durch und scheiterte aus kurzer Distanz am Pfosten. Den Abpraller schoss Tonye knapp über den Kasten (33.). Die Viktoria spielte wie entfesselt und sorgte mit einem Doppelschlag noch vor der Pause für klare Verhältnisse: Nachdem Kloss per herrlichem 20-Meter-Freistoß zum dritten Tor traf (38.), erhöhte Otto nur zwei Minuten später zum 4:1-Halbzeitstand.

Castelle beendet alle Aachener Hoffnungen

Durchaus überraschend gingen beide Mannschaften den zweiten Spielabschnitt ohne personelle Wechsel an. Die Hausherren waren von Beginn an um Spielkontrolle bemüht, während sich die Viktoria zunächst fallen ließ. Doch erneut waren es die Gäste, die den nächsten Treffer auf dem Fuß hatten: Nach Zuspiel von Castelle lupfte Wolf den Ball über Riemann hinweg aber knapp neben den Kasten (53.). Nur fünf Minuten später sorgte eine erneuter Fehler der Aachener Hintermannschaft dann aber doch noch für das 5:1. Castelle schnappte sich Bagkalianis` völlig verpatzen Rückpass und schob ins leere Tor ein.

Mit einigen Wechseln gingen beide Mannschaften die letzte halbe Stunde an, die Izekor beinahe mit dem siebten Tor des Spiels einläutete. Der neue Mann scheiterte mit seinem Abschluss von der Strafraumkante aber an Viktoria-Keeper Schulz. Wenn es nun Chancen gab, dann durch die Alemannia: In der 70. Minute setzte sich Ermolaev über die linke Seite durch, knallte den Ball aus spitzem Winkel aber knapp am rechten Eck vorbei. Kurze Zeit später hatte Starodid eine noch größere Möglichkeit, scheiterte im Eins-gegen-eins aber am herauseilenden Schulz. In der Nachspielzeit sorgte Scepanik nach einem Fehler der Kölner Hintermannschaft für Ergebniskosmetik und traf zum 2:5.

Durch den vierten Sieg in Folge hat Viktoria Köln den zweiten Tabellenplatz gefestigt und den Vorsprung auf den Relegationsrang auf drei Punkte ausgebaut haben. Bereits am Mittwoch erwarten die Kölner im Heimspiel die SG Sonnenhof, bevor am kommenden Wochenende das Topspiel beim MSV Duisburg ansteht. Die Alemannia hingegen fällt nach der zweiten Heimniederlage auf den neunten Platz. Ebenfalls am Mittwoch ist der TSV dann beim SV Wehen Wiesbaden gefordert.

   

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