"Zu viele Fehler": Beierlorzer nach verpatztem Debüt bedient
0:2, 2:2, 2:4 – beim Debüt von Trainer Achim Beierlorzer erlebte der FC Ingolstadt im Duell mit dem SV Wehen Wiesbaden eine wilde Achterbahnfahrt, jedoch mit dem schlechteren Ende. Entsprechend bedient war der Coach nach Spielende.
Wiesbaden "immer wieder eingeladen"
Als erst ein Eigentor von Schultz (73.) und dann ein Treffer von Ugondu (82.) den FC Ingolstadt binnen neun Minuten nach einem 0:2-Rückstand in die Partie zurückbrachten, war die Hoffnung bei den Schanzern groß, die Partie vielleicht komplett drehen zu können. "Ich habe der Mannschaft gesagt, dass sie mit Sinn und Verstand nach vorne spielen und sich nicht entblößen soll. Das haben wir beim 2:3 dann aber gemacht", ärgerte sich Trainer Achim Beierlorzer bei "MagentaSport", dass Kalem nach einer Vorlage von Schleimer völlig frei war und keine Probleme mehr damit hatte, den Ball im Tor unterzubringen.
Eine Szene, die symbolisch für das Auftreten der Ingolstädter an diesem Sonntagnachmittag stand. "Wir haben zu viele Fehler gemacht", hielt Beierlorzer fest. "Ich weiß, dass Fußball ein Fehlerspiel ist, aber wir haben den Gegner immer wieder zu gefährlichen Umschaltmomenten eingeladen." Aus einem solchen fiel in der Nachspielzeit auch das 2:4. Zudem patzte Torhüter Klein beim 0:1, als er den Ball nicht festhalten konnte.
"Intensität und Aktivität" gesehen
Trotz der Niederlage zum Einstand konnte Ingolstadts neuer Coach aber auch positive Aspekte aus der Partie mitnehmen: "Ich habe vor dem Spiel Intensität und Aktivität verlangt. Die habe ich gesehen. Natürlich müssen wir an den individuellen Dingen arbeiten und etwa bei Flanken nicht ewig warten, aber insgesamt müssen wir positiv bleiben", gab der 58-Jährige die Richtung vor. "Ich habe der Mannschaft gesagt, dass wir gemeinsam verlieren und gemeinsam gewinnen."
Zudem war Beierlorzer darum bemüht, schnell den Fokus auf das Auswärtsspiel in Mannheim am kommenden Mittwoch zu legen. Nach nun drei sieglosen Spielen sollen bei den Buwe mal wieder drei Punkte her – auch, um nicht unter den Strich zu rutschen. Derzeit sehen die Schanzer nur noch aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber Großaspach am rettenden Ufer.