Seitz-Debüt geglückt: Wiesbaden siegt in Ingolstadt mit 4:2

Beim Duell der Trainerdebütanten setzte sich am Sonntagnachmittag der SV Wehen Wiesbaden um Jochen Seitz mit 4:2 beim FC Ingolstadt um Achim Beierlorzer durch. Die Hessen führten Mitte der zweiten Halbzeit bereits mit 2:0, ehe der FCI binnen neun Minuten zum Ausgleich kam. In der Schlussphase traf der SVWW dann aber erneut doppelt und riss den Sieg an sich.  

Wiesbaden mit einem Chancenplus

Bei Wiesbaden gab es unter Leitung des neuen Chefcoaches Jochen Seitz im Vergleich zum 1:4 gegen Duisburg drei Veränderungen: Hübner, Fechner und Müller ersetzten Gillekens, Gözüsirin sowie Flotho. Auf der anderen Seite tauschte Ingolstadts neuer Trainer Achim Beierlorzer nach dem 0:3 bei Viktoria Köln zwei Mal aus: Bennetts und Kaygin starteten für Fröde und Gül.

Es ging gleich gut los: In der Box sprang Scholz der Ball an den Oberarm, weshalb der Schiedsrichter sofort auf Handelfmeter entschied. Müller übernahm die Verantwortung und scheiterte, denn die Kugel flog über die Querlatte (5.). Es folgte die nächste große Gelegenheit für Wiesbaden: Paula wurde durch Stritzel in Aktion gebracht. Der Offensivakteur stand plötzlich allein vor Klein, brachte das Spielgerät aber nicht im Tor unter, weil der Keeper parieren konnte (12.).

Die Hausherren präsentierten sich insgesamt noch zu harmlos, weil im letzten Drittel die nötige Durchschlagskraft abhanden ging. Außerdem wurde Stürmer Lokotsch so gut wie nie in Szene gebracht. Wiesbaden dagegen agierte druckvoller und zielstrebiger in der gefährlichen Zone. So auch in der 35. Minute, als Fechner im Zentrum nicht angegriffen wurde und es deshalb einfach mal probierte. Klein allerdings konnte erneut parieren.

Sechs Tore nach dem Seitenwechsel

Nach der Pause das gleiche Bild: Wiesbaden hatte insgesamt mehr vom Spiel, drückte auf das 1:0. Und wurde dann auch belohnt. Ausgerechnet mit Hilfe des Keepers Klein, der eine Flanke nicht festhalten konnte. Der Querbalken selbst war im Weg und so flutschte das Spielgerät aus seinen Händen, was Hübner dann wiederum zu nutzen wusste. Der Kapitän stocherte zum 1:0 ein (59.). Die Hessen ließen das 2:0 nur wenig später folgen. Bei einem Konter gelang der Ball über Umwege zu Paula, der sehenswert zum 0:2 einnetzen konnte (71.).

Aber wiederum die Schanzer hatten diesmal die passende Antwort parat: Eine Deichmann-Ecke lenkte der zuvor erst eingewechselte Schultz in die eigenen Maschen (73). Anschließend erhöhten die Hausherren nochmals die Schlagzahl. Es sollte sich lohnen. Denn Joker Ugondu nahm sich ein Herz und versuchte es aus der Distanz. Der Schlenzer schlug zum 2:2-Ausgleich ein (82.). In der Schlussphase meldete sich Wiesbaden dann zurück: Schleimer steckte durch auf den freien Kalem, der perfekt vollendete zum 2:3 (88.). Nur kurz darauf die Entscheidung, weil ein Konter von Fechner nach Vorarbeit von Kalem zum 2:4-Endstand abgeschlossen wurde (90.+1).

Durch den zweiten Saisonsieg ziehen die Wiesbadener nach Punkten und Toren mit dem FCI gleich und verlassen die Abstiegsplätze (15.). Schon am Mittwoch geht es für den SVWW zuhause gegen Aachen weiter, Ingolstadt reist nach Mannheim.

 

   

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