Münster statt Murcia: Preußen streichen das Trainingslager
Kein Trainingslager in Spanien im Winter: Aufgrund der gesunkenen TV-Einnahmen streicht Preußen Münster die Reise Anfang Januar. Sportdirektor Jan Uphues sieht darin allerdings keinen Nachteil.
"Das Geld ist natürlich in der 3. Liga wieder knapper geworden"
Nicht nur sportlich schmerzte der Abstieg den Preußen – auch finanziell. Allein die Einnahmen aus der TV-Vermarktung schrumpften immens. Rund 7,5 Millionen Euro kassierten die Münsteraner noch in der 2. Bundesliga, in der 3. Liga sind es sechs Millionen Euro weniger. Das bedeutet: An einigen Stellen muss der Klub einsparen – zum Beispiel beim Trainingslager.
Anders als im vergangenen Jahr geht es in der ersten Januarwoche nicht nach Murcia. Stattdessen bereitet sich die Mannschaft auf der eigenen Anlage am Berg Fidel auf die Rückrunde vor. "Das Geld ist natürlich in der 3. Liga wieder knapper geworden. Deshalb haben wir uns gegen ein Trainingslager entschieden, um es besser in andere Dinge zu investieren", bestätigte Sportdirektor Jan Uphues gegenüber der "BILD". Wie die Zeitung berichtet, beliefen sich die Kosten für den Aufenthalt in Spanien auf einen sechsstelligen Betrag.
Schnee-Chaos? Auch dann Möglichkeiten, um "vernünftig zu arbeiten"
In den abgeänderten Plänen sieht Uphues allerdings keinen Nachteil in der Vorbereitung: "Wir haben einen Trainingsplatz mit Rasenheizung, den wir gut nutzen können. Und selbst wenn es ein Schnee-Chaos geben sollte, finden wir in Münster Möglichkeiten, um vernünftig mit den Jungs zu arbeiten." Hinzu kommt das sportliche Argument, dass ein Trainingslager nicht zwangsläufig einen positiven Einfluss haben muss. Vergangenes Jahr verspielte Münster aufgrund einer schwachen Rückrunde den Klassenerhalt. In 17 Partien gelang lediglich ein Sieg.