Finanzielle Gründe: MSV Duisburg meldet U23 ab

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Der MSV Duisburg wird mit Saisonende seine in der Oberliga spielende U23 abmelden. Damit reagieren die Zebras auf die seit dem Lizenzentzug 2013 deutlich geringeren Mitteln für den Nachwuchsbereich. Die besten U19-Spieler sollen künftig direkt an die Profimannschaft herangeführt werden. Das frei werdende Budget soll in den Jugendbereich fließen.

Durchlässigkeit soll erhöht werden

"Dem MSV ist es zuletzt angesichts fehlender Mittel  kaum mehr gelungen, talentierte Spieler aus der U19 in die U23 zu übernehmen. Die Gehälter, die mit dem momentanen Budget in der U23 gezahlt werden, sind im Vergleich zu vielen Regionalligisten und auch Oberligavereinen schlicht zu gering, um damit ‚Perspektivspieler‘ für den Lizenzbereich an den MSV zu binden", heißt es in einer Pressemitteilung. Die Zebras folgen mit ihrer Entscheidung dem Weg diverser Teams aus den ersten drei Ligen. "Grundsätzlich gilt, dass es zu diesem sehr komplexen Thema kein pauschales ‚richtig‘ oder ‚falsch‘ gibt. Jeder Verein muss für sich individuelle Ansätze finden, wie er mit den vorhandenen Ressourcen seine Ziele erreichen will“, erklärt Vorstandsvorsitzender Ingo Wald. MSV-Sportdirektor Ivo Grlic sieht mit der Abmeldung unterdessen keinen Rückschritt, sondern einen ersten und wichtigen Schritt, "die Durchlässigkeit innerhalb des Vereins unter den veränderten Möglichkeiten seit 2013 wieder zu fördern." Künftig will der MSV die besten U19-Spieler direkt an die Profimannschaft heranführen, etwa durch Teilnanme am Trainingslager oder Training zur intensiveren Sichtung. "Das ist einerseits eine wichtige Motivation für die Jugendspieler, andererseits auch ein elementarer Punkt in der Zertifizierungsbewertung des NLZ", betont Grlic

 

 

 

   

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