13. Februar 2016 um 15:57 Uhr

Hansa jubelt dankt Ziemer – Pleiten für Münster und Aspach

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© Ahrens

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Wichtiger Sieg für Hansa Rostock im Abstiegskampf: Mit einem 3:0 gegen den VfR Aalen stoppte die Kogge am Samstagnachmittag den Abwärtstrend nach zwei Niederlagen aus drei Spielen. Auch die Stuttgarter Kickers sind wieder im Geschäft: Nach dem 2:1 bei Energie Cottbus geben die Schwaben die Rote Laterne an Stuttgart II ab. Während Magdeburg gegen Fortuna Köln nicht über ein 0:0 hinaus kam, mussten Münster (0:1 gegen Halle) und Großaspach (0:3 gegen Mainz II) jeweils Niederlagen einstecken. Zudem gewann Osnabrück in Kiel spät mit 1:0, Wiesbaden und Chemnitz trennten sich 1:1.

Hansa gelingt Befreiungsschlag: 3:0 gegen Aalen

Hansa legte offensiv los und hatte bereits nach zwei Minuten die erste Chance, Platje zog jedoch weit drüber. Danach kam auch Aalen erstmals gefährlich vor das Tor: In Minute 5 flog ein Kopfball von Morys nur knapp über den Kasten. Rostock blieb jedoch weiter am Drücker und wurde in der 13. Minute mit der verdienten Führung belohnt. Nach einem Fehler von Oliver Barth lief Marcel Ziemer alleine auf VfR-Keeper Bernhardt zu und schob eiskalt zum 1:0 ein. Das Ostseestadion bebte, Hansa war nun voll im Spiel. Nur zwei Zeigerumdrehungen später hatte Ziemer den zweiten Treffer auf dem Fuß, scheiterte dieses Mal jedoch an Bernhardt. Das neue Selbstvertrauen war dem FCH nun deutlich anzumerken, von Aalen war nur noch selten etwas zu sehen. Kurz vor der Pause zog Ahlschwede dann einfach mal ab, setzte das Leder aber knapp neben den Pfosten (40.). So blieb es zur Pause beim verdienten 1:0 der Hansa-Kogge.

Nach dem Seitenwechsel tat sich zunächst nicht mehr viel, da beide Teams das letzte Risiko scheuten. Dafür stimmte aber der Einsatz, denn besonders im Mittelfeld langten beide Teams nun ordentlich zu. Ein Foul von Torsten Schulz in der 69. Minute war jedoch nicht mehr im Bereich des Erlaubten, sodass Schiedsrichter Jöllenbeck Gelb-Rot zeigte. Hansa war somit in Überzahl und zog nur vier Minuten später mit 2:0 davon: Marcel Ziemer sorgte mit einem sehenswerten Seitfallzieher für die Vorentscheidung – Bernhardt war ohne Chance. Die Kogge ließ nun nicht mehr viel zu, von Aalen ging allerdings auch keine große Gefahr mehr aus. Sechs Minuten vor dem Ende traf Marcel Ziemer mit seinem dritten Treffer zum 3:0-Endstand.

Magdeburg kommt nicht über 0:0 gegen Köln hinaus

Die Partie vor 15.000 Zuschauern begann zwar stimmungsvoll, auf dem Rasen tat sich zunächst aber nichts. Erst ab der 15. Minute wurden beiden Teams langsam aktiver, sodass es die ersten Chancen zu verzeichnen gab: Sowislo setzte einen Kopfball nach 21 Minuten knapp daneben, auf der anderen Seite scheiterte Biada an Glinker (23.). Die Partie nahm nun deutlich an Fahrt auf: Marco Königs hätte die Fortuna in der 32. Minute in Führung bringen müssen, setzte eine flache Hereingabe von Bender jedoch knapp vorbei. Die dickste Chance gehörte kurz danach jedoch dem FCM: Beck stand nach einem Zuspiel von Sowislo vollkommen frei vor Poggenborg, fand im Köln-Keeper jedoch seinen Meister (45.). 0:0 lautete somit der Spielstand zur Pause.

Unmittelbar nach Beginn der zweiten Halbzeit hatte Brandt dann das 1:0 für den FCM auf dem Fuß, verfehlte das Gehäuse per Volley allerdings um Zentimeter. Beide Mannschaften versteckten sich – wie zum Ende der ersten Halbzeit – nicht und boten den Fans ein tolles Spiel. Auch wenn Torraumszenen zunächst ausblieben, stimmte der Kampf. Beck (60.) und Hammann (63.) hatten weitere Chancen, wirklich gefährlich waren diese aber nicht. In der Folge erhöhten die Hausherren nach und nach aber den Druck und spielten nun auf Sieg. Zehn Minuten vor dem Ende wären dann jedoch fast die Gäste aus Köln in Führung gegangen: Nach einer Ecke für den FCM schaltete Köln schnell und setzte Biada in Szene, der freizulaufend am starken Jan Glinker scheiterte. Weitere Torchancen kamen nicht hinzu, es blieb beim 0:0.

1:0 in Kiel! VfL feiert Last-Minute-Sieg

Die Störche griffen früh an und kamen vor allem über Winter-Neuzugang Willi Evesev (7. / 8.) einige Male gefährlich vor das gegnerische Tor, doch Schwäbe war stets auf dem Posten. Während es dem VfL an Struktur im Spielaufbau fehlte, drängte Kiel auf den Führungstreffer, blieb aber immer wieder an der Hintermannschaft der Lila-Weißen hängen. Strafraumszenen blieben somit vorerst aus, kurz vor der Pause wurde es dann aber wieder interessanter: Erst scheiterte Wirlemann freistehend an Schwäbe (37.), dann verpassten auch Kohlmann (40.), Schnellhardt (42.) und Lewerenz (44.). Die Störche kamen der Führung nun immer näher und brachten den Ball Sekunden vor der Pause auch tatsächlich im Kasten unter, Schiedsrichter Justus Zorn gab den Treffer aufgrund einer vermeintlichen Abseitsposition nicht. Wütende Proteste waren die Folge, am Spielstand sollte sich nach 45 Minuten aber nichts mehr ändern.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Hausherren das bessere Team, wenngleich gefährliche Chancen ausblieben. Vom VfL war derweil nach wie vor nicht viel zu sehen, erst in der 62. Minute hatte die Elf von Trainer Joe Enochs die erste Chance: Ein Schuss von Syhre wurde zunächst geblockt, den Abpraller zog er dann knapp über den Kasten. Der VfL wurde nun stärker und hatte durch Alvarez eine weitere Chance, Zentner war jedoch zur Stelle (73.). Nachdem in der Schlussphase schon vieles auf ein 0:0 hindeute, ging der VfL in der Nachspielzeit überraschend mit 1:0 in Führung: Addy Waku-Menga schlenzte einen Ball aus 13 Metern unhaltbar für Zentner ins Tor. Kurz danach war die Partie beendet.

Münster lässt Federn: 0:1 gegen Halle

Hoffmann hätte die Preußen schon früh in Führung bringen können, scheiterte in der zweiten und fünften Minute jedoch jeweils an einem Hallenser Abwehrspieler. Dennoch blieb die Steffen-Elf die tonangebende Mannschaft und drängte den HFC immer wieder tief in die eigene Hälfte zurück. An Chancen mangelte es dem SCP nicht, jedoch ließ die Ausbeute aus Preußen-Sicht zu wünschen übrig. Die beste bot sich Krohne nach 35 Minute, als er den Ball aus spitzem Winkel nur knapp vorbeisetzte. Von Halle war lange nichts zu sehen, doch mit der ersten echten Chance gingen die Gäste in der 40. Minute wie aus dem Nichts in Führung: Tobias Müller brachte einen Kopfball im Tor unter – keine Chance für Lomb. Danach tat sich nicht mehr viel, sodass es mit dem glücklichen 1:0 für Halle in die Pause ging.

Die Preußen kamen druckvoll aus der Kabine, standen aber immer aggressiver pressenden Gästen gegenüber, die nun ihr Spiel aufziehen wollten. So gelang es dem SCP in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit nur selten zum Abschluss zu kommen – meistens kamen die Pässe in die Spitze nicht an. In der Schlussphase drang Grimaldi zwar noch einmal in den Strafraum ein (81.), wurde jedoch von einem Hallenser im letzten Moment am Torschuss gehindert. In den letzten Minuten rannte Münster weiter an, kam aber nicht mehr zum erhofften Ausgleichstreffer und musste so die erste Niederlage unter Trainer Horst Steffen hinnehmen.

Kickers feiern zweiten Sieg in Folge – Erste Pleite für Miriuta

Energie legte stark los, scheiterte in der 7. Minute in Person von Breitkreuz jedoch an Sattelmaier im SVK-Tor. Die Lausitzer kamen dem 1:0 in dieser Phase immer näher, hatten aber Glück, dass Berko nach 13 Minuten nicht für die Gäste einnetzte – Lück war rechtzeitig unten. Der Energie-Keeper wurde drei Minuten später erneut geprüft, konnte in der 33. Minute dann aber jubeln: Richard Sukuta-Pasu schoss die Lausitzer mit 1:0 in Führung – nichts zu halten für Sattelmaier. Kurz danach brachte Schorch im Strafraum Nebihi zu Fall – Elfmeter für die Kickers. Fabian Baumgärtel trat an und ließ Lück keine Chance – 1:1. Cottbus blieb danach am Drücker, ein Tor gelang der Miriuta-Elf aber nicht mehr.

Nach dem Seitenwechsel wollte zunächst kein Spielfluss aufkommen, in Minute 59 brachte Marc Stein die Gäste dann in Führung – Partie gedreht. Cottbus reagierte sichtlich geschockt und kam nur noch selten vor das Tor. Die Gäste aus Stuttgart spielten befreit auf und steuerten ohne große Probleme auf den zweiten Sieg in Folge hin. Sechs Minuten vor dem Ende war dieser zwar noch einmal kurz gefährdet (Kauko traf die Latte), am Ende blieb es jedoch bei drei Punkten. Während Cottbus die erste Liga-Niederlage und Trainer Vasilie Miriuta einstecken musste, haben die Kickers die Rote Laterne an den VfB Stuttgart II weitergereicht.

Rückschlag für Großaspach: 0:3 gegen Mainz II 

Julian Derstroff brachte die Gäste bereits nach 16 Minuten in Führung, vor der Pause legte Lucas Höler mit dem 2:0 nach. Den zweiten Durchgang begann die SG Sonnenhof zwar offensiver, blieb aber zu harmlos. Nach dem zweiten Treffer von Lucas Höler in der 78. Minute war die Partie entschieden. Die SG liegt in der Tabelle nun nur noch einen Punkt vor Osnabrück.

Zudem trennten sich Wehen Wiesbaden und der Chemnitzer FC 1:1. Nachdem Torsten Oehrl die Hessen kurz vor der Pause glücklich mit 1:0 in Führung brachte, glich Tim Danneberg nach 54 Minuten aus. Beide Teams bleiben somit weiter im Tabellenmittelfeld stecken.

 

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  • Hans Werner

    Nach 10 Minuten hätte der SCP schon 3:0 führen können, wenn nicht sogar müssen. Danach passierte im gesamten Spiel nicht mehr viel obwohl das Tempo sehr hoch war. Halle hatte 1 1/2 Torchance, wobei die halbe Torchance auch reinging. Was Halle wirklich weltklasse gemacht hat, war das extrem frühe Pressing. Dadurch, dass Halle schon am Münsterander Strafraum angefangen haben zu pressen, konnte sich das System von Horst Steffen (insbesondere die hoch stehenden und am Spielaufbau beteiligten Innenverteildiger) nicht entfallten, da Münster nie wirklich organisiert und temporeich nach vorne spielen konnten. Einzig in der Anfangsphase hat das frühe Pressen eininge Lücke in der Hallenser Abwehr offenbart. Allerdings hat man mit der riskanten und agressiven Taktik Münster den Schneid abgekauft.

  • Ned Kelly

    Genau…Da habe ich auch ein anderes Spiel gesehen…Abgesehen von den ersten 15 Minuten kam nix von Münster…planlose Verzweiflung in Halbzeit 2….Halle ist nur vorzuwerfen, das Ganze nicht cleverer runtergespielt zu haben….

  • JÄHNERT

    was für ein kommentar von liga3online..halle hatte nur in den anfangsminuten einige gefährliche momente zu überstehen waren ansonsten immer herr der lage und in hälfte zwei überlegen und mussten eigentlich tor nummer zwei machen..die gummiadler hatten nie den hauch einer chance den ausgleich zu erzielen..

    • Tom

      Der Kommentar von liga3online ist absolut zutreffend. Aber jedem sei seine Vereinsbrille gegönnt. Die “Nummer 1″ hätte (Fahrradkette!) Hoffmann in der 2. Minute schon für die Gastgeber machen müssen !
      Dynamo mal ausgenommen sind alle anderen Mannschaften praktisch auf einem Niveau.

  • tb

    Glückwunsch an den HFC, ein sehr unterhaltsamen Spiel!

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