16. März 2018 um 16:03 Uhr

Starke Schneefälle angekündigt: Jena gegen FCM abgesagt

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© imago

Das für Samstag angesetzte Ostduell zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem 1. FC Magdeburg ist am Freitag aufgrund der aktuellen Witterungsbedingungen und der zu erwartenden Schneefälle abgesagt worden. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

"Dramatische Verschlechterung der Witterungssituation"

Bis zum Freitagnachmittag hatte es in Jena zwar nur leicht geschneit, dennoch stellte eine DFB-Platzkommission im Rahmen einer Begehung die Unbespielkarkeit des Rasens im Ernst-Abbe-Sportfeld fest. Ein weiterer Grund für die Absage: Die Wetter-Vorhersage für Samstag sieht alles andere als gut aus. Laut FCC-Geschäftsführer Chris Förster habe der Deutsche Wetterdienst in einer telefonischen Auskunft vor einer "dramatischen Verschlechterung der Witterungssituation mit Temperaturen im Minusbereich sowie einsetzendem, bis zum Samstagnachmittag niedergehendem Schneefall, überfrierender Nässe und gefühlten Temperaturen bis zu minus 20 Grad Celsius sowie starken Schneeverwehungen" gewarnt. Diese Prognosen und die daraus resultierende Gefahrensituation für die Besucher habe nach Absprache zwischen Polizei, Stadioneigentümer, Verband und Verein "leider keine andere Entscheidung zugelassen", als die Partie knapp 22 Stunden vor Anpfiff abzusagen, bedauert Förster.

Kurzfristige Absage sollte vermieden werden

Warum man nicht bis zum Samstag mit einer Entscheidung gewartet hat, begründet Förster so: "Wir haben gegenüber den Zuschauern, die teilweise weite Anreisen auf sich nehmen und natürlich unseren Gästen aus Magdeburg auch eine Verantwortung." Eine nochmalige kurzfristige Absage wie zuletzt vor dem Heimspiel gegen Würzburg, das vor eineinhalb Wochen rund 45 Minuten vor Anpfiff aufgrund starker Schneefälle abgesagt worden war, sollte dieses Mal vermieden werden. "Zumal die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes bereits heute eine sehr deutliche Sprache sprechen", so der FCC-Geschäftsführer.

Nachholtermin noch offen

Ein Nachholtermin steht noch nicht fest, soll jedoch in Abstimmung zwischen beiden Vereinen und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) in Kürze festgelegt werden. Bereits erworbene Tickets behalten ihre Gültigkeit. Für den FCC ist es damit bereits das zweite Heimspiel in Folge und das dritte Duell insgesamt, das witterungsbedingt nicht stattfinden kann. Der 1. FC Magdeburg ist zum zweiten Mal in dieser Saison von einer Spielabsage betroffen, nachdem vor zwei Wochen das Heimspiel gegen Zwickau ausgefallen war. Dem FCC stehen nun noch drei (!) weitere Englische Wochen bevor, Magdeburg zwei. Am nächsten Spieltag geht es für Jena zunächst mit einem Auswärtsspiel in Rostock weiter (Samstag), Magdeburg empfängt Osnabrück (Sonntag).

 
  • Daniel M.

    Lächerlich, diese Absage. Das Spiel muss für M#dorf gewertet werden und Fertig. Jedesmal wenn in der Nähe von Jena eine Schneeflocke vermutet wird, findet das Spiel nicht statt. Warum ist solch ein verein überhaupt in der 3.Liga?

  • JR910

    Alles nicht sehr angenehm. Schon das Beschaffen von Karten war bei dem geringen Kontingent ein Hürdenlauf und ob man das Nachholspiel organisatorisch auf die Reihe bekommt ist sehr fraglich, da es garantiert mitten in der Woche stattfindet. Trotzdem finde ich die rechtzeitige Entscheidung lobenswert, da ich nicht erst vor dem Stadiontor von einer Absage erfahren möchte.

    • Philipp Schramm

      Nachholspiele finden IMMER unter der Woche statt, weil es gar nicht anders geht.

      • JR910

        Was Du alles so weißt!

    • r.oxermann

      Durch die Verlegung wird der FCM vermutlich ein größeres Kartenkontingent bekommen…

      • Philipp Schramm

        Nein wird er nicht, das Kartenkontingent bleibt bei 10 Prozent der maximalen Zuschauerzahl.

      • JR910

        Falsch! 10 Prozent mag für Hallenser im eigenen Erdgaspark zutreffend sein, aber nicht für Hanseaten und Magdeburger, wenn sie zum Beispiel nach Werder II fahren. Dann wird sogar das Weser Stadion geöffnet.

      • Philipp Schramm

        nein auch falsch, selbst wenn wie bei Magdeburg im "großem" Bundesligastadion gespielt wird, gilt die 10% Hürde.
        Die 10% richten sich nach der höchstmöglichen Gesamtzuschauer-Anzahl im Stadion, wo das Spiel ausgetragen wird.
        Dadurch ist es logisch, das dann mehr Karten nach Magdeburg gehen, als wenn auf dem Werder Bremen II – Platz gespielt werden würde.

      • JR910

        Können wir einen Kompromiss eingehen?
        Bist Du nicht in der Lage mir den Paragraphen in den DFB Statuten zu benennen in dem die 10 % Regel festgeschrieben steht, hälst Du Dich in Zukunft von dieser Internetseite fern!

      • Philipp Schramm

        "Artikel 8 Kapazitäten
        Das Fassungsvermögen der Stadien der Bundesliga und 2. Bundesliga muss mindestens
        15.000 Zuschauer betragen, wobei in der Bundesliga mindestens 8.000
        Sitzplätze vorhanden sein müssen. In der 2. Bundesliga sollen mindestens 4.500
        Sitzplätze und müssen mindestens 3.000 Sitzplätze vorhanden sein. Sämtliche
        Tribünenbereiche müssen einschließlich des Hauptumlaufbereichs gedeckt sein.
        Für die Gästefans sind 10 % der Gesamtkapazität (Sitz- und Stehplätze), mindestens
        1.500 Besucherplätze, davon bei Bedarf in der 2. Bundesliga mindestens 450,
        in der Bundesliga mindestens 800 Sitzplätze, vorzusehen."

        Quelle:
        https://www.dfl.de/dfl/files/statuten/Ligastatut/Anhang-VI-zur-LO-2017-12-13-Stand.pdf (Seite 6)

        Zufrieden?

      • JR910

        Nicht ganz, da es hier und auch in Liga 3 nur um die erforderlichen Mindestanforderungen geht.
        Akzeptiere zwar deine Recherchen, sind nach meiner Auffaassung aber nicht ganz vollständig.
        Nirgendwo steht geschrieben, dass es nicht auch mehr Gäste sein dürfen, wenn es die Sicherheitslage hergibt. Obliegt wohl doch den Vereinen in Zusammenarbeit mit den dafür verantwortlichen Behörden und Institutionen.
        Habe jedenfalls des öfteren erlebt, dass noch zusätzliche Blöcke freigegen wurden, wenn es machbar war.

      • Philipp Schramm

        Ist richtig, muss aber extra abgeklärt werden.
        Bei Risikospielen wurde das bislang eher nicht angewendet, im Gegenteil. Da wurden zusätzliche Pufferblöcke geschaffen, wobei dabei auch das Kontingent des gastgebenden Vereins eingeschränkt wurde.

      • r.oxermann

        Korrekt. Damit haben sie sowas von recht! Leider versteht das der Herr Schramm nicht…

      • Philipp Schramm

        Es ist nun halt mal generelle Praxis, das 10% aller verfügbaren Karten zum Gästeverein gehen.

        Ob euch das passt oder nicht, aber es ist so.

      • PeterPlys

        Werter Herr Schramm, uninformiert wie immer. Sie zitieren selbst, dass MINDESTENS 10% der verfügbaren Eintrittsplätze als Gästekontingent zur Verfügung gestellt werden sollen. Es dürfen aber durchaus MEHR sein, wenn der gastgebende Verein und die Sicherheitslage dies zulassen. Wenn Hansa oder der FCM mit noch mehr Fans zu Werder II angereist wäre, wären die auch ins Weserstadion gekommen. Der 1. FC Magdeburg hat auch schon bei anderen Spielen mehr als 10% der Karten bekommen, weil der gastgebende Verein die zusätzlichen Einnahmen sehr gerne kassiert…

      • JR910

        Der Kompromiss war, dass Du Dich aus diesem Forum fern hälst.
        Geh zu Toys or us und spiel mit Puppen, denn nur Kinder können so verbohrt sein wie Du.

      • Philipp Schramm

        Ich schreibe da, wo ich das will. Das lasse ich mir von einem wir dir nicht verbieten.
        Spielen tue ich mit anderen Sachen, aber bestimmt nicht mehr mit Lego-Steinen.
        Wenn es dir nicht passt, dann geht in deine Puppenstube und heul dich dort aus.

      • r.oxermann

        Sorry, aber sie haben von der tatsächlichen Situation offenbar keine Ahnung. Das Kartenkontingent wurde für dieses Spiel ledigleich aus baustellensicherheitstechnischen Gründen bezüglich des neu installierten Flutlichtmastes in diesem Bereich von 1200 auf 820 Tickets beschränkt. Deshalb ist es möglich, dass zum Nachholspiel wieder mehr Tickets zur Verfügung stehen werden.

  • Frostbeule

    Starke Schneefälle??? 40 km von Jena weg hat es den ganzen Tag und die Nacht nicht geschneit. Einfach mal die Rasenheizung anstellen. Oder hat Lobeda auch kein Geld mehr wie der Rivale?

    • Philipp Schramm

      Doch haben sie. Hätten sich mal ein Beispiel an den Hallensern nehmen sollen, die haben ab 16:00 den Platz beräumt und ab 19:00 trotzdem auf gefrorenen und wieder zugeschneiten Platz gespielt.

    • r.oxermann

      Meine Güte, ist das so schwer zu verstehen? Das "Stadion" in Jena ist zu 3/4 nicht überdacht.Nach einem Tag Dauerregen und jetzt vorherrschenden – 5 Grad dürfte doch dem Dümmsten klar werden, was dort jetzt für Bedingungen vorherrschen. Bei der Entscheidung ging es nicht primär um den Schneefall, der durch die Rasenheizung oder eine Beräumung in den Griff zu bekommen gewesen wäre…

      • Philipp Schramm

        In vielen anderen 3-Liga Stadien herrschen die gleichen Bedingungen, aber dort wird gespielt.

      • r.oxermann

        Sinnlos…

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