20. März 2017 um 15:50 Uhr

Weil aller guten Dinge beim FCM nicht immer drei sein können

Von
© imago/foto2press

© imago/foto2press

… hat der 1. FC Magdeburg am Sonntag einen weiteren Schritt im Rennen um die Aufstiegsplätze verpasst. Gegen den SV Wehen Wiesbaden musste sich die Elf von Trainer Jens Härtel mit einem torlosen 0:0-Remis begnügen, sodass die Verfolger den Elbstädtern wieder etwas näher rücken. Dennoch ist die Laune gut, schließlich ist eine lang ersehnte Personalentscheidung endlich vom Tisch.

Härtels Verlängerung – die beste Nachricht vom Sonntag

Die Kuh ist vom Eis, Unterschrift und Siegel sind gesetzt: Jens Härtel bleibt beim Fußballclub, er hat seinen Vertrag um ein Jahr bis Juni 2018 verlängert. Was war das für eine Zitterpartie – stets mussten die Anhänger hoffen, dass keiner der beiden Parteien irgendwann der Geduldsfaden reißt. Und doch hatte eigentlich jeder im Gefühl: Das wird noch. Härtel und der 1. FC Magdeburg, das ist schlichtweg eine einzige Erfolgsgeschichte, von der beide Seiten mächtig profitieren. Wer weiß, ob der Club ohne Härtel so gut funktioniert – umgekehrt ist aber ebenso fraglich, ob der Mensch Härtel in irgendeinem anderen Verein so aufgehen würde wie in Magdeburg. Es passt einfach, die Vertragsverlängerung ist eine logische Konsequenz. Das i-Tüpfelchen auf die Unterschrift bilden die zeitgleichen neuen Verträge für Publikumsliebling Nico Hammann sowie Tarek Chahed, die ihre Zeit an der Elbe ebenso bis über die laufende Saison hinaus verlängern.

Weils dritter Elfmeter findet den Weg ins Tor nicht

Ein rundum gelungener Sonntag hätte es sein können, wenn der FCM dann auch noch sein Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden für sich entschieden hätte. Dass dies schlussendlich nicht funktionierte, war auf eine Aktion in der 87. Spielminute zurückzuführen: Manuel Farrona Pulido war nach einem Schubser spektakulär gefallen, Schiedsrichter Markus Schmidt deutete auf den Punkt. Sollte sich die unglaubliche Elfmeterserie beim 1. FC Magdeburg fortsetzen? Nein, Richard Weil trat an und verschoss – auch, weil Torhüter Markus Kolke den harten und nicht unplatzierten Ball sensationell aus dem Eck fischte. Kurz darauf hätte es vielleicht sogar noch einen Strafstoß für die Gastgeber geben können, dieses Mal blieb die Pfeife stumm. Weil war nicht erneut der Matchwinner, Magdeburg verpasste den dritten 1:0-Sieg in Serie. Ob dieser verdient gewesen wäre? Schwer zu sagen.

Erste Halbzeit schwach, zweite Halbzeit besser

"Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut bis zum Ende verteidigt“, stellte Härtel auf der Pressekonferenz nach Abpfiff fest und musste mit Blick auf das eigene Offensivspiel resümieren: "Wir haben Halbsituationen gehabt, da fehlte die Balance – wir haben etwa zu oft über die Flügel gespielt und uns dort festgefahren.“ Die zweiten 45 Minuten sah der Trainer hingegen besser: "Wir haben besser verteidigt und selbst große Möglichkeiten erspielt. Das ist ärgerlich, nur mit einem Punkt nach Hause zu gehen.“ Gleichzeitig sah der Erfolgscoach der Elbstädter auch Positives: "Allein die Tatsache, dass Wiesbaden hierherkommt und mit einem Punkt zufrieden ist, zeigt doch, dass wir in der Vergangenheit offenbar nicht so viel falsch gemacht haben können.“ Nicht verlieren – so dürfte die Devise für den FCM auch am kommenden Wochenende lauten, wenn ein Auswärtsspiel beim direkten Konkurrenten Holstein Kiel ansteht.

 

.

Send this to friend