29. Februar 2016 um 12:27 Uhr

Vorfälle: Hansa zieht Konsequenzen und erhöht Sicherheit

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© imago/Bielefeld

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Nach den Vorfällen beim Heimspiel gegen den FC Erzgebirge Aue hat der F.C. Hansa Rostock am Montag erste Konsequenzen bekanntgegeben. Neben baulichen Maßnahmen, um ein Durchdringen der Pufferblöcke zu verhindern, soll die Anzahl der Fan-Ordner deutlich erhöht werden. Zudem hat der Verein einige der auffällig gewordenen Stadionbesucher identifizieren können. Kollektivstrafen sind unterdessen keine Option.

Bauliche Maßnahmen greifen ab sofort

Um ähnliche Geschehnisse wie bei der Partie gegen Aue künftig zu verhindern, wurden in den letzten Tagen „bauliche Veränderungen, die ein Durchdringen der Pufferblöcke verunmöglichen sollen, geprüft“, teilte Hansa mit. Die Umsetzung dieser Maßnahmen soll bereits zum kommenden Heimspiel gegen Holstein Kiel am Dienstag realisiert sein. Darüber hinaus fand unter der Woche ein Treffen zwischen Vereinsverantwortlichen und Fanvertretern statt. Als erstes Ergebnis habe „man sich darauf verständigt, dass die Anzahl der Fanordner ab dem nächsten Spiel wieder deutlich erhöht wird.“

„Wollen Fans nicht in Sippenhaft nehmen“

Den Anhängern, die durch die Pufferzone in Richtung Gästeblock gestürmt waren und sich dort einen verbalen Schlagabtausch mit den Auer-Fans geliefert hatten, drohen unterdessen rechtliche Konsequenzen: „Wer sich nicht an die vereinbarten Regeln hält, wird entsprechende Konsequenzen in Kauf nehmen müssen“, betont Hansa-Vorstand Robert Marien. Gleichzeitig verwehren man sich aber „dagegen, dass unsere Fans aufgrund des Fehlverhaltens Einzelner pauschal in Sippenhaft genommen werden. Wir werden unseren Weg des Dialogs und der Kommunikation konsequent weiterführen. Wir sind stolz auf die Unterstützung unserer Fans – diese muss aber selbstredend immer im Rahmen des Erlaubten bleiben.“

Im Laufe des Montags finden weitere Gespräche zwischen dem Verein, Fanvertretern und der Polizei statt. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat seine Ermittlungen bereits aufgenommen, es droht eine hohe Geldstrafe.

 

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  • Daniel

    Tribüne natürlich ohne h…Sorry!

  • Daniel

    Das Stadion war ursprünglich und aus der Tradition heraus ganz anders konzeptioniert.
    Die Hansafans sollten wie auch schon im alten Ostseestadion in den Ecken der Nordtribühne Ihre Blöcke haben und der Gästeblock entsprechend weit weg in der einen Ecke der Südtribühne.
    Nur irgendwann wollten sich die Suptras ein Alleinstellungsmerkmal schaffen und grenzten sich von den übrigen Fanclubs ab und zogen in die andere Ecke der Südtribühne.
    Da Ihnen diese Ecke irgendwann nicht mehr genügte, übten Sie so lange Druck auf den Verein aus bis sie die die ganze Südtribühne bekamen.
    Und seit dem ist diese bescheidene Situation im Stadion überhaupt erst vorhanden.
    Auf „ihrer“ Süd sind die Suptras nun unter sich und können schalten und walten wie es ihnen beliebt. Ich habe das Gefühl, das der Verein überhaupt keinen Zugriff bzw. keine Kontrolle mehr über diesen Bereich des Stadions hat.
    Den Gästeblock kann man sicherheitstechnisch gar nicht an eine andere Stelle im Stadion verlegen.
    Tatsächlich müsste man den Suptras die Süddtrbühne wieder wegnehmen und Sie dort ansiedeln, wo der eigentliche Platz für den stimmungsvollen Support im Ostseestadion ist, nämlich die Nordtribühne.
    Das wollen wiederum die „alteingesessenen Fans“ von dort nicht. Die wollen weder Ihre Stammplätze aufgeben noch die „Raudaubrüder“ von der Süd überhaupt in Ihrer Nähe.
    Aber auf der Südtribühne kann man eigentlich tatsächlich nur „normale“ Zuschauer sitzen lassen, die Provokationen aus dem Gästeblock nicht aus der Ruhe bringt bzw. gar nicht erst Provokationen von dort auf sich ziehen.
    Die aktuelle Situation wird zwangsläufig immer wieder zu Spannungen und Eskalationen auf der Süd führen. Ganz abgesehen davon, dass unwahrscheinlich viele Plätze im Stadion verloren gehen, um diese Pufferzone zwischen den Fanlagern zu schaffen. Auch wenn das bei der aktuelle Auslastung des Stadions keine große Rolle spielt.

    • ExilDynamo

      Danke für die ausführlichen Infos. Dann kann man Rostock ja nur wünschen, dass man die eigenen Suptras als Stimmungsmacher mit der Nordtribüne unter einen Hut bekommt.

  • HansaSüd

    Der Verein wehrt sich nicht beharrlich gegen den Umbau sondern die Polizei möchte es so. Weil sie so angeblich weniger Arbeit etc. haben. Es müsste natürlich erst einmal ein Konzept erarbeitet werden den Gästeblock auf der Nordseite zu etablieren. D.h. mehr Abperrung der Straßen um die Fangruppen von einander zu trennen

  • ExilDynamo

    Aber gegen die sinnvollste bauliche Maßnahme, den Gästeblock zu verlegen, statt ihn direkt neben den Suptras zu belassen, verwehrt sich der Verein beharlich.
    Zudem ist die Anzahl der Ordner nicht wirklich relevant, solang beim Einlass kaum Kontrollen erfolgen – so wie ich es bei meinen bisherigen Besuchen im Ostseestadion erlebt habe.
    Vielleicht kann ja einer von den Hansa-Fans hier ein paar Fakten beitragen, warum der Verein diese Maßnahmen bisher ignoriert.

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