Stadion-Check: Schüco-Arena Bielefeld

Beschreibung

Sag, was machen all die Leute?! Wo zieht es sie hin nur heute mit dem PKW, dem Bus per Fahrrad und zu Fuß? Mann, das weiß doch jedes Kind. Es trifft sich die Welt heute auf der tollen grünen Alm von  Groß-Bielefeld.”, sang einst Eckart Fischer 1979. Das Stadion der Bielefelder Arminia ist den deutschen Fußballfans hinlänglich bekannt. Doch was die wenigsten wissen: Warum heißt die Alm eigentlich Alm?

Woher hat die Alm seinen Namen?

Über die Herkunft der Bezeichnung “Alm” gibt es einige Theorien. Die bekannteste beruht auf eine Aussage des ehemaligen Vereinsmitgliedes Heinrich Pehle. Der soll beim Anblick des Rasens gesagt haben: “Hier sieht es ja aus wie auf der Alm.” Zuvor hatte der Verein das Land von einem örtlichen Bauern namens Lohmann erworben. Böse Zungen behaupten, dass das Stadion deshalb „Alm“ hieße, weil es der höchstgelegene Bundesliga-Spielort sei – man brauche dort ein Jahr für den Aufstieg und ein Jahr für den Abstieg.

Von Marvin Wellhausen

 

Daten/Fakten

Name: Bielefelder Alm (Schüco-Arena)

Verein: DSC Arminia Bielefeld

Eigentümer: DSC Arminia Bielefeld

Anschrift: Melanchthonstraße 31a,  33615 Bielefeld

Baujahr: 1926

Kapazität: 27.300

Sitzplätze: 19.673

- davon überdacht: 19.673

Stehplätze:7.672

- davon überdacht: 7.672

Heimsupportblock: Block 1 und Block 3

Gästeblock: A1, A2

Zuschauerrekord: 1978/79 gegen Schalke 04 – 34.882 Zuschauer

Rasenheizung: ja

Laufbahn: nein

Eintrittspreise

Stehplätze: Block 1-4 10€ / 8€ ermäßigt

Sitzplätze: Block E-H: 25€ // Block M-T: 20€ // Block B,C,D,I,J:; 18€

Zuschauerzahlen

FOTO: Flohre Fotografie


Die Zuschauerentwicklung bei Arminia Bielefeld in den vergangenen fünf Jahren:
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Historie

Umbau nach Bundesliga-Aufstieg

Am 1.Mai 1926 wurde dann das erste Spiel auf der Bielefelder Alm ausgetragen. Zwar unterlag die heimische Arminia der Victoria aus Hamburg vor 2.000 Zuschauern klar mit 1:5, doch die Geburtsstunde eines ehrwürdigen Stadions war geschrieben. Anfangs nur aufgeschüttete Erdwalle, wurde 1954 die Haupttribüne mit Betonstufen gefestigt. Ende der Sechziger folgte der Bau einer Stehplatztribüne für 3.000 Zuschauer. Mit dem Aufstieg in die Bundesliga wurde die “Alm” komplett saniert und umgebaut. Die Westseite schmückte eine überdachte Sitzplatztribüne und die Seite der heutigen Haupttribüne zierte eine große Stahlrohrtribüne. Nun fanden 30.000 Zuschauer im Stadion Platz. Weitere acht Jahre später folgte auch auf der Nordseite eine Stahlrohrtribüne, sodass zum ersten Heimspiel der Saison 1978/1979 (gegen Schalke 04) 34.882 auf die Alm strömten konnten.

Fehlplanung treibt Arminia fast in den Ruin

Mitte der Achtziger Jahre wichen die Stahlrohrkonstruktionen und eine neue Osttribüne aus Beton wurde errichtet. Nach weiteren Umbaumaßnahmen sollte die Alm im Jahre 1999 auf vier überdachten Tribünen für 26.601 Zuschauer Platz bieten. Bis zuletzt war die Bielefelder Alm eines der wenigen Stadien im deutschen Profifußball Deutschland, deren Gegengerade komplett aus Stehplätzen bestand. Am 13. Januar 2004 hielt auch die Kommerzialisierung Einzug in Bielefeld. Das Bielefelder Weltunternehmen “Schüco International KG” sicherte sich die Namensrechte für das Stadion und taufte die Alm “Schüco-Arena.” Nach etlichen Anwohnerklagen und aufgrund von Lärmschutzmaßnahmen begann 2007 die letzte Ausbaustufe. Im Zuge dessen wurde die Stehplatztribüne abgerissen und durch eine neue moderne Sitzplatztribüne ersetzt. Die Stadionkapazität wuchs dadurch auf 27.300 Plätze. Aber auch die Schulden wuchsen. Der Bau der Tribüne sollte ursprünglich 11 Millionen Euro kosten, verteuerte sich durch Fehlplanungen aber auf 19 Millionen Euro, was einer der Gründe für die finanzielle Krise des Vereins war.

Stadion mitten in der Stadt

Was bleibt ist ein kleines, enges Stadion in mitten von Schrebergärten. Selten findet man in Deutschland Stadien dieser Größe in Wohnsiedlungen und unmittelbare Nähe zur Innenstadt. Viele Gästefans belächeln die Alm für ihre Lage. Durch Kleingärten hindurch und über einen Ascheplatz zum Gästeblock. Doch mit Blick auf die Arenen in Ingolstadt, Augsburg & Co. sollte es doch eigentlich dieser Charme sein, der das Herz im Fußballfan schneller schlagen lässt.

Von Marvin Wellhausen

Bilder

FOTOS: Micha Korb / www.rwo-fanblock.deregensburg1889.de


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Anfahrt/Lage

Auto

Aus Richtung Hannover
An Spieltagen folgender Beschilderung folgen: Autobahnausfahrt „Ostwestfalen-Lippe” (Nr. 28) -> „Bielefeld Zentrum” -> „SchücoArena”. So gelangt man zu den Parkplätzen der Universität (siehe Punkt „Parkplätze”).

Aus Richtung Dortmund
A2-Ausfahrt “Bielefeld Sennestadt” (Nr. 26) -> „Brackwede/Osnabrück” -> nach ca. 6 km rechts auf „Ostwestfalendamm” (B61, Richtung Bielefeld-Zentrum) -> Abfahrt „Stapenhorststraße”. Das Stadion liegt etwa 1 km weiter auf der rechten Seite. Es empfiehlt sich jedoch, der Beschilderung zur nahe gelegenen Universität zu folgen, um dort einen der zahlreichen Parkplätze zu nutzen.

Der direkte Weg zur SchücoArena
Autobahnausfahrt „Ostwestfalen-Lippe” (Nr. 28) -> „Bielefeld Zentrum” ->  „Ostwestfalendamm” (B61, Richtung Gütersloh) -> Ausfahrt „Stapenhorststraße”. Das Stadion liegt ca. 1 km weiter auf der rechten Seite.

Nahverkehrsmittel

Viele Wege führen zu Ihrem Platz in der SchücoArena. Je nachdem, wo Sie sitzen oder stehen, empfiehlt sich eine bestimmte Anreise. Wer vom Bahnhof kommt, nutzt die unterirdisch gelegene Stadtbahn ggü. des Bahnhofgebäudes. Ansonsten ist der Jahnplatz mit gleichnamiger Haltestelle zentraler Knotenpunkt der Buslinien und Stadtbahnen.

Block 1 – 4  (Südtribüne) & Block M – T (Haupttribüne)
Linie 4 Richtung „Universität/Lohmannshof”, Haltestelle „Rudolf-Oetker-Halle”.
Block B – J  (West-/Nordtribüne)
Linie 4 Richtung „Universität/Lohmannshof”, Haltestelle “Graf-von-Stauffenberg-Straße”. Alternativ: Buslinien 25/26 Richtung „Dürerstraße”, Fahrt von Haltestelle „Jahnplatz” (nicht über Hauptbahnhof!) bis Haltestelle „Drögestraße”.
Block A1 & A2  (Gäste)
Linie 3 Richtung „Babenhausen Süd”, Haltestellen “Wittekindstraße” oder “Nordpark”.

 

Für Gästefans

Infos für Gästefans:

Karten für den Gästebereich (Block A1+A2) können ausschließlich über den jeweiligen Gastverein bezogen werden. Restkarten werden am Spieltag zwei Stunden vor Spielbeginn an der Gästekasse verkauft (i.A. Sitzplätze á 22,-€, Stehplätze á 12,- €). Inwieweit eine Gästekasse öffnet, wird kurzfristig ein bis zwei Tage vor dem Spieltag unter dem Menüpunkt “Vorverkauf” bekannt gegeben.
Die Südtribüne sowie der Block J sind ausschließlich den heimischen DSC-Fans vorbehalten (offizieller Fanblock). Fans in Gästekleidung werden aus diesen Bereichen verwiesen. Den Anweisungen des Ordnungspersonals des DSC ist unbedingt Folge zu leisten.

 

Verpflegung

Bratwurst: 2,50 €
Wasser (0,5 l): 3,00 €
Bier (0,4 l): 3,50 €

Bewertung

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