18. Januar 2016 um 14:47 Uhr

Sicherheitsgründe: Hallescher FC räumt Kurve für Derby

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© Junghanns

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Da sich Fans des 1. FC Magdeburg für das am Sonntag anstehende Derby beim Halleschen FC offenbar mit Karten außerhalb des eigentlichen Gästeblocks eingedeckt haben, sorgt sich der HFC um die Sicherheit seiner Zuschauer. Um diese zu gewährleisten, sollen einigen Fans innerhalb des Stadions für diese Partie umziehen. Zunächst ging es um etwa 40 Personen, nun ist eine ganze Kurze betroffen. Die HFC-Anhänger reagieren empört.

Fans sollen Karten tauschen

Etwa 1.200 Karten standen den FCM-Anhängern für den Gästeblock zur Verfügung, seit Freitag sind alle vergriffen. Da dieses Kontingent die Nachfrage jedoch nicht restlos bedienen konnte, sollen einige hundert Anhänger Karten für die Hintertortribüne (Blöcke 6-10) erworben haben. Da in den erwähnten Blöcken allerdings HFC-Fans sitzen bzw. stehen, darunter 40 Dauerkarteninhaber, befürchtet der HFC Auseinandersetzungen zwischen den Fanlagern. Die Lösung: Sämtliche Anhänger aus diesen Blöcken sollen “im Sicherheitsinteresse” innerhalb des Stadions umziehen. Den Jahreskarteninhabern seien bereits Ersatzkarten zugekommen, die Besitzer von Tageskarten sollen ihre Tickets am Spieltag gegen Karten für anderen Blöcke tauschen. Am Dienstag werden weitere Restkarten im Fanshop verkauft.

HFC-Fans: “So vergrault man sich die eigenen, treuen Fans”

Die HFC-Fanszene reagierte in einem offenen Brief empört: “Wenn man die eigenen Fans zugunsten der Fans des “Erzfeindes“, auch mit dem Hinweis versehen, es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme im Interesse unserer Fans, quasi würdelos und beliebig in andere Stadionbereiche umsetzt, so vergrault man sich die eigenen, treuen Fans, welche mit den Eintrittskartenerwerb die Mannschaft zu einem Teil mitfinanzieren!” Viele Fans überlegen demnach nun, “überhaupt noch zum Spiel zu kommen.” Die Tatsache, dass die Tribüne am Läuferweg “in Feindeshand fällt”, ist den HFC-Fans ein Dorn im Auge. Für die Zukunft müsse darüber nachgedacht werden, wie man einen solchen Vorverkaufsmissbrauch ausschließen könne. “Auch wenn man dazu das ganze Ticketsystem auf den Kopf stellen müsste”, heißt es abschließend.

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  • http://- HFC-Fan

    Wenn den “Gästefans” eben nur 1200 Karten zur Verfügung stehen, können die nicht einfach über andere Fanshops Karten für eigentlichen Heimbereiche erwerben. Dann muss eben wenn das Kontingent ausgeschöpft ist notfals der PA vergelegt beim Kartenkauf.
    Wenn eben nur 1200 Karten z.V stehen, können eben nicht 2000 Gästefans kommen, basta.

    • Titus

      Na ja,
      ich würde als Gast auch alles versuchen, um ins Stadion zu kommen.
      Wir rutschen eben in der BAD-Kurve etwas zusammen und begrüßen die “Flüchtlinge” aus der BWG-Kurve. Wir schaffen das !!!
      Wozu sind Vorschriften da ???
      Um dagegen zu verstoßen !!!

    • Han Solo

      Ja, die Lösung mit der Vorlage des PA hatte Holstein letztes Jahr gewählt für das HRO und SGD Spiel. Das Ergebnis war ein Mordsgezeter.
      Es sei diskriminierend und sogar Rassistisch war zu lesen (Obwohl ich bis heute nicht verstanden habe, inwiefern Holsteiner, Mecklenburger und Sachsen unterschiedlichen Rassen angehören, aber egal ;))

      Ausserdem hat es tatsächlich dazu geführt, das einige Holstein Anhänger probleme hatten Karten zu bekommen, weil sie den “falschen” Geburtsort hatten …

      Steht halt in so einem Perso nicht drin für welchen Verein das Herz schlägt … nicht mal in dem neuen Personalausweil *g*

      Und ja, stimmt schon, wenn es nur 1200 Karten gibt, gibt es nur 1200. Allerdings ist es nicht verboten als Auswärtsfan in den Heimbereich zu gehen. Die meisten Stadionordnungen verbieten lediglich das tragen der Gästefarben und Provokationen gegen die Heimfans.
      Ausserdem, wenn es so einfach wäre sich darauf zu berufen, daß etwas ja nunmal verboten ist, dann bräuchten wir ja auch keine Sicherheitskontrollen, keine Polizei im Station, nichtmal Fangzäune, denn Pyrotechnik, Gewalt, Sachbeschädigung etc. sind ja nun mal verboten. Basta! Reicht halt leider nicht :(

      Wie auch immer: Ich finde der Verein hat hier versucht das beste draus zu machen und schädigt dabei niemanden. Daher ist so ein unsinniger Fanbrief voller aggressivem Vokabular (Feinde, Würde etc.) einfach nur ein Ausdruck der Lächerlichkeit!
      Zeigt den Magdeburgern auf dem Platz und mit guter Stimmung im Station wer der Herr im Haus ist, aber doch nicht mit so einem Quatsch!

    • PeterPlys

      …und seit wann steht im PA, Fan welcher Mannschaft man ist? Ich bin z.B. Mecklenburger & Fan des 1.FCM (und da gibt’s nicht wenige). Und Sachsen-Anhalt ist nun mal blau-weiß. Das geht gleich hinter Halle los…

      • Titus

        Einbildung ist auch ne Bildung, kleener Peter

      • PeterPlys

        Nö, kleiner Kaiser…Magdeburg hat nun mal das höhere (Fan)Potential und das kommt jetzt, im Erfolgsfall, zur Geltung. Lange geschlummert…jetzt wach.
        Den Rest werden wir erleben, aber es wird immer weiter gehen. Weiter, immer weiter…

  • Han Solo

    In Feindeshand? LOL … Wenn es nicht so traurig wäre, dass für Fußball Kriegsvokabular ausgepackt wird, wäre es zum wegrollen!
    Die Jungs sollen sich mal einkriegen! … “Würdelos” … also echt … so ein quatsch! Wenn ich einer der betroffenen wäre hätte ich da kein Problem mit.
    Egal! Aber was ist die Alternative? Ich kann mich noch gut an den Aufschrei der Empörung erinnern, als die KSV letztes Jahr versucht hat sich durch den Nachweis des Wohnortes im Vorverkauf gegen solche Aktionen zu schützen. Diskriminierend und sogar Rassistisch war da zu lesen. Und es war auch ganz sicher nicht der Königsweg…

    Wie auch immer stellt sich für mich allerdings noch die Frage, wie der Verein diejenigen HFC Anhänger schützen will, die Ihre Karte im Vorverkauf für die besagte Tribüne erworben haben und keine Dauerkartenbesitzer sind …

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