3. Februar 2016 um 17:33 Uhr

Platz 1 bis 10: Das sind die Top-Transfers des Winters

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© imago/Schroedter

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42 neue Spieler haben die Drittligisten in der Winter-Transferperiode unter Vertrag genommen. Während einige Akteure als Back-up verpflichtet worden sind, sollen einige Spieler auf Anhieb zu Leistungsträgern werden. liga3-online.de hat sich die Transfers einmal genauer angeschaut und eine Top10 erstellt.  

Platz 1 führt uns nach Chemnitz, die in der Winterpause einen großen personellen Umbruch durchgeführt haben. Mit Daniel Frahn lotsten die Verantwortlichen jedoch eine echte Verstärkung sowie einen überaus treffsicheren Stürmer an die Gellertstraße: In 210 Viertliga-Spielen erzielte der 28-Jährige insgesamt 111 Tore und bereitete 37 weitere Treffer vor. Auch in der 3. Liga stellte Frahn seine Treffsicherheit schon unter Beweis: In der Saison 2013/14 schoss er RB Leipzig mit 19 Toren und sechs Vorlagen zum Aufstieg in die 2. Bundesliga. Auch wenn er im Bundesliga-Unterhaus weder in Leipzig noch in Heidenheim richtig Fuß fassen konnte, ist der 28-Jährige eine echte Verstärkung für die 3. Liga und wurde nicht umsonst von diversen Vereinen umworben.

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Seit über einem halben Jahr ist der ehemalige Nationalspieler zwar ohne Spielpraxis, doch an Erfahrung mangelt es dem 34-Jährigen nicht: Zwischen 2001 und 2014 bestritt der in Brasilien geborene Angreifer insgesamt 307 Bundesliga-Spiele (88 Tore, 42 Vorlagen) und wurde 2007 mit dem VfB Stuttgart Deutscher Meister. Für das Oberhaus reicht es beim 34-Jährigen wahrscheinlich nicht mehr, doch der U23 wird er mit seiner großen Erfahrung in jedem Fall weiterhelfen. Da er in den letzten Wochen bereits beim VfB II mittrainierte und auch ins Trainingslager flog, sollte ihm der Einstieg nicht allzu schwer fallen. Mit einem Marktwert von einer Million Euro ist Cacau derzeit zudem der wertvollste Drittliga-Spieler.

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Noch vor einem Jahr war der 34-Jährige beim SC Paderborn in der Bundesliga gesetzt und kam in 23 Partien zum Einsatz. Zudem bestritt Brückner insgesamt 157 Zweitliga-Spiele für den SCP und stieg zum Publikumsliebling auf. Warum er Anfang Dezember von Trainer Stefan Effenberg suspendiert wurde, ist unklar. Insider vermuten, dass der Verein ein Zeichen setzen wollte. „Bohne“, wie der gebürtige Rostocker in Anlehnung an Fess Parker aus der US-Serie „Daniel Boone “gerufen wird, überzeugt vor allem durch Einsatz und Leidenschaft. Genau die richtigen Tugenden also für Rot-Weiß Erfurt im Abstiegskampf.

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Der 29-Jährige gehörte beim Chemnitzer FC jahrelang zur unersetzbaren Stammkraft: In 75 Drittliga-Spielen war der Offensivspieler an 45 Toren direkt beteiligt, hinzu kommen sieben Partien in der Bundesliga (2012/13 für Düsseldorf). Auch wenn der Karrierepfeil des 29-Jährigen zuletzt nach unten zeigte, besitzt er das Potential, Spiele im Alleingang zu entscheiden. Bei seinem ersten Auftritt am vergangenen Wochenende gegen Osnabrück wäre es bereits fest soweit gewesen, hätte nicht der Pfosten im Weg gestanden.

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In Deutschland ist Melvin Platje zwar (noch) ein unbeschriebenes Blatt, in den Niederlanden stellte der Stürmer seine Treffsicherheit aber schon mehrfach wieder unter Beweis: Erst in der letzten Saison erzielte er für den niederländischen Zweitligisten VVV-Venlo in 33 Partien 15 Tore. Insgesamt blickt Platje auf 93 Erst- und 101 Zweitliga-Spielen in den Niederlanden zurück. Seine stärkste Saison spielte der Stürmer 2010/11 im Trikot des FC Volendam, als er in 33 Partien der zweiten niederländischen Liga 21 Tore erzielte und fünf weitere vorbereitete. Am Dienstag stieg er ins Training des F.C. Hansa ein und deutete immer wieder an, warum er eine echte Verstärkung sein kann.

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Der Abwehrspieler spielt beim FSV Frankfurt zuletzt zwar keine große Rolle mehr, kann aber dennoch auf die Erfahrung von 167 Zweitliga-Spielen zurückblicken. Jahrelang war Bittroff bei Energie Cottbus gesetzt und bestach dabei vor allem durch seine Flexibilität: Neben seiner Stammposition als Linksverteidiger kann der 27-Jährige auch auf der rechten Abwehrseite sowie vor der Viererkette eingesetzt werden. Einen polyvalenten Spieler kann der CFC nach dem großen Umbruch gut gebrauchen.

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Wohl kein Spieler wurde in den letzten Wochen so sehr herbeigesehnt wie Nico Hammann. Um seine Rückkehr aus Sandhausen nach Magdeburg zu ermöglichen, sammelten die Fans sogar Geld. Dabei sind es nicht die Leistungen aus seiner Zeit in Sandhausen (nur drei Einsätze), sondern seine Verdienste für den FCM, die den Abwehrspieler so beliebt machen. Mit elf Toren und acht Vorlagen in 29 Einsätzen hatte der 27-Jährige großen Anteil am Drittliga-Aufstieg. Überhaupt lesen sich die Leistungsdaten für einen Defensivspieler (!) bemerkenswert: 65 Viertliga-Spiele für Magdeburg, 22 Tore, 20 Vorlagen. Nur allzu gerne wünscht man sich in Magdeburg, dass Hammann auch in der 3. Liga an diese Quote anknüpfen kann.

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Der 27-jährige Stürmer ist bereits aufgrund seiner Körpergröße von 1,94m eine Wucht. In Nürnberg waren seine Dienste zuletzt zwar nicht gefragt, doch für Paderborn und Wolfsburg bestritt der bullige Angreifer in den letzten Jahren insgesamt 27 Bundesliga-Spiele. Hinzu kommen 141 Viertliga-Spiele, in denen Kutschke an 60 Treffen direkt beteiligt war. Für Dynamo kam der gebürtige Dresdner bisher schon zwei Mal zum Einsatz und bereitete gegen Erfurt prompt einen Treffer vor.

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Mit elf Toren in 29 Drittliga-Partien schoss sich der 24-Jährige vor zwei Jahren beim VfL Osnabrück in den Blickpunkt diverser höherklassige Vereine. Heidenheim schlug zu, glücklich wurde Grimaldi bei den Brenzstädtern aber nicht: In 26 Partien der 2. Bundesliga gelang ihm lediglich ein Treffer. Dennoch ist der Stürmer für Drittliga-Verhältnisse ein echtes Schwergewicht, was nicht zuletzt die Tatsache zeigt, dass Grimaldi für Mainz 05 in der Saison 2009/10 bereits sechs Mal in der Bundesliga zum Einsatz kam.

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Komplettiert wird die Auswahl von Pascal Köpke. Der Stürmer kann mit seinen 20 Jahren zwar noch nicht auf einen großen Erfahrungsschatz bauen, gilt aber nicht umsonst als hoffnungsvolles Talent. Schon mit 18 Jahren debütierte er in der 3. Liga, mit elf Toren in 31 Spielen für Unterhaching deutete der Stürmer sein Potential in der vergangenen Saison bereits an. Der U20-Nationalspieler (fünf Einsätze) stand in der Winterpause bei diversen Drittligisten auf dem Zettel, Aue machte das Rennen und darf sich auf einen entwicklungsfähigen Angreifer freuen.

 

 

 

 

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  • Molle

    Absolute Zustimmung . Zumal 1. wieder nur Transfers der „großen“ Vereine betrachtet wird 2. wie schon erwähnt mehr die bisherige Leistung in der jeweiligen Laufbahn anscheinend die Größe des Transfers und nicht z.B. die ersten 1-2 Spiele nach der Winterpause.

    Ohne Fan einer der beiden Mannschaften zu sein, aber wenn ich mir im Nachgang z.B. das Spiel Kiel vs. Chemnitz anschaue und lt. Bericht beide Mannschaften alle Neuzugänge der Winterpause aufgeboten haben… hmmm… Dem werden die „Top-Transfers“ Frahn/Bitroff nicht gerecht, bzw. auf Kieler Seite haben zwei von den Neuen getroffen.

    Insofern hätte ich mir – wie die anderen wahrscheinlich auch – eine Bewertung der aktuellen Leistung in Bezug auf „Integration ins Spielsystem des neuen Vereins“ oder meinetwegen etwas weiches wie „Ausstrahlung auf dem Platz“ gewünscht. So hat das das Niveau der größten deutschen Boulevard-Zeitung…

  • hoefer

    ich denke, man sollte nach Ende der Rückrunde schauen, welcher der „Top-Transfers“ tatsächlich seinem Verein den erhofften Nutzen gebracht hat. Bei den meisten in dieser Top10 bezweifel ich das…

  • Titus

    Ich halte die Bezeichnung Top-Transfer für völlig falsch.
    Es handelt sich bei den meisten Transfers um Spieler die:
    1. in den abgebenden Vereinen nicht das Niveau erreicht haben, um dort in die Stammelf zu rutschen.
    2. ihren Leistungshöhepunkt überschritten haben, und nun langsam ihre Laufbahn unterklassig ausklingen lassen
    3. mental, medizinisch oder diziplinarisch Probleme haben/hatten

    Ausnahmen bilden eigentlich nur die Spieler, die zur Weiterentwicklung ausgeliehen wurden.
    Aber das sind eben auch keine Topspieler, die werden es vielleicht mal.

    Ein weniger Hype um solche Leute wie Frahn und Hammann wäre angebracht

    • Tom

      …da muss ich absolut zustimmen ! Die abgebenden Vereine können eher von Top-Transfers sprechen.

      • Titus

        Ups, aus der Richtung habe ich das noch gar nicht gesehen.
        Stimmt, da haste recht!! ;-)

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