13. September 2017 um 11:21 Uhr

Bericht: DFB plant Reform der Aufstiegsspiele zur 3. Liga

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© Flohre

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Das kommt überraschend: Nach Informationen des "MDR" plant der Deutsche Fußball Bund (DFB) angeblich eine zügige Reform der Auf- und Abstiegsregelung zwischen der 3. Liga und den Regionalligen. Bis zum Ende dieses Jahres könnte es demnach einen entsprechenden Beschluss des DFB-Vorstandes geben. Die Änderungen würden dann bereits in der Saison 2018/19 gelten – mit Auswirkungen auf die 3. Liga.

Aufstockung der 3. Liga?

Wie genau das neue Modell dann aussehen soll, steht allerdings noch nicht fest. Nach Aussage von Vorstandsmitglied Hermann Winkler wurden am Montag auf einer DFB-Konferenz mehrere Modelle vom Spielausschuss vorgestellt und diskutiert. Eine Variante sieht vor, dass in Zukunft aus allen fünf Regionalligen der jeweils Erstplatzierte aufsteigt, zugleich würden aus der 3. Liga fünf Vereine absteigen. Dadurch soll die 3. Liga von 20 auf 22 Clubs aufgestockt werden, was pro Saison vier Spieltage mehr zur Folge hätte. Wie realistisch ein solches Modell wäre, ist allerdings fraglich. Schon jetzt platzt der Rahmenterminkalender aus allen Nähten, vier weitere Spieltage dürften kaum unterzubringen sein. Auch die dann steigende Belastung für alle Vereine von bis zu 50 Pflichtspielen pro Saison (Liga, Landespokal, DFB-Pokal) dürfte nicht vermittelbar sein.

Das Gegenmodell sieht ein rollierendes System vor. Demnach würde auf fünf Jahre im Voraus beschlossen, welche der drei fünf Erstplatzierten direkt aufsteigen. Die beiden anderen Regionalliga-Meister würden laut dem "MDR" dann um den vierten Aufstiegsplatz spielen. Dadurch würde es vier Aufsteiger und auch vier Absteiger aus der 3. Liga geben. Die Anzahl der Mannschaften in der 3. Liga bliebe aber gleich.

Keine Reform der Regionalligen vorgesehen

In den kommenden Wochen sollen nun die Landes- und Regionalverbände des DFB intensiv mit den betroffenen Vereinen über die möglichen Modelle diskutieren. "Die Meinung der Vereine ist mir sehr wichtig, um dann bei einer Abstimmung auch die Interessen der Betreffenden zu vertreten", so Vorstandsmitglied Hermann Winkler gegenüber dem MDR. Beide diskutierten Modelle sehen übrigens die Beibehaltung der fünf Regionalligen vor. Eine Modifizierung dieser setzt eine Entscheidung durch den DFB-Bundestag voraus, die nicht so schnell umzusetzen wäre. Ob die Reform der Aufstiegsspiele tatsächlich schon ab der Saison 2018/19 greift, ist ebenfalls noch unklar.

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Weiterlesen: Das sagt der DFB

 

 

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  • Pingback: Regionalliga-Reform jetzt? Warum das jeden Meppener interessieren sollte()

  • Jobe

    Ich tendiere weiterhin zu 3 Absteigern aus Liga 3.
    Die Regionalligaeinteilung soll weiterhin so bleiben.
    Aber-die 5 Regionalligameister bzw. auch Zweiter aus der Reg. Südwest spielen ganz gerecht
    eine Aufstiegsrunde Jeder gegen Jeden.
    Die ersten 3 steigen dann auch verdient auf.
    Es gibt also keinen Glücksaufsteiger mehr oder werden auch dann nicht mehr 2 Top Teams gegeneinander ausgelost, die dann in 2 Spielen eine sehr gute Saison zunichte machen..

  • Philipp Schramm

    Ich wäre für einen ganz anderen Vorschlag:
    – Es bleibt bei den 5 Regionalligen,
    – Es gibt in Zukunft 5 Auf- und 5 Absteiger,
    – Es bleibt bei den 20 Teams, die in der 3. Liga spielberechtigt sind

    Oder Vorschlag Nr. 2:
    – Aus 5 Regionalligen werden 3 Regionalligen,
    – Regionalliga Nordost bleibt so wie sie ist und wird zur "Regionalliga Ost",
    – Regionalliga Nord, Regionalliga West und der nördliche Teil der Regionalliga Südwest werden zur "Regionalliga West",
    – der südliche Teil der Regionalliga Südwest und die Regionalliga Bayern werden zur "Regionalliga Süd".

  • ProWe

    4 starke und damit attraktive Regios mit je 20 Teams und genau so viele Spiele wie die 3. – dazu 4 Absteiger aus der 3.!
    Damit ist ein fairer Wettbewerb gesichert, wenn der Meister auch endlich aufsteigt – man hat damit starke Aufsteiger und die 3. TV-Programme können endlich wieder Livefussball zeigen nach dem Einstieg der T… in der 3. Liga.

  • Ein BlauWeißer

    Wie sähe es damit aus, eine Art Aufstiegsrunde einzuführen, Playoffs quasi? 5 Staffelsieger (keine Meister), jeder gegen jeden, die drei Vereine mit den meisten Punkten steigen auf. Der Verein mit den meisten Punkten erhält dann den Regionalligameister-Titel.
    Fraglich dabei ist, ob es der Zeitplan erlaubt und ob es ein Hin- und Rückspiel geben soll.
    Zusätzlich könnte aus der Regionalliga Südwest endlich mal nur ein Verein aufstiegsberechtigt sein. Wie sinnvoll es ist zwei Aufstiegsränge zu haben, zeigen ja die letztjährigen Aufstiegsrunden. Erinnert einen immer an Jahrmarkt … "Doppelte Chance" und doch nur Nieten!
    Oder auch einfach mal die Bayern-Liga einstampfen!
    ______________
    Ansonsten gilt nach wie vor MEISTER MÜSSEN AUFSTEIGEN … scheiß doch auf 5 Absteiger aus der dritten Liga!

  • Sterneneisen

    Am besten erscheint mir nach wie vor das Reformieren der Regios. Von 5 zu 4 Ligen und damit 4 Direktaufsteigern.

    • clubfan

      genau, finde ich auch – 4hoch – 4 runter!
      aus den 5 regios 4 machen – allerdings mit jeweils 20 teams und mehr finanzieller unterstützung seitens des dfb, um das gegenargument der 'reisestrapazen/-kosten' aus dem weg zu räumen!
      damit würden die 4 reglos nicht nur qualitativ stärker werden – dazu kommt auch, das die wettbewerbsfähigkeit der jeweiligen aufsteiger zur 3.liga (die ja dann schon finanziell aufgestockt ist) besser gewährleistet ist – weil auch zwischen der 3 und regio die 'finanzschere' immer weiter auseinander geht.

  • chris

    Der Vorschlag mit den wechselndem direkten Aufstiegsrecht ist doch großer Quatsch…
    Da weiß man doch jetzt schon was passieren wird, wenn dann z.B. feststeht, dass die nächste Saison Platz 1 reicht, dann darauf aber nicht!
    Die Vereine setzen noch mehr alles auf eine Karte, weil man ja nicht im voraus 3 Jahre oder mehr abwarten möchte, bis Platz 1 wieder den sicheren Aufstieg bedeuten würde.
    Genauso würde es einen Absteiger dumm treffen können, der vielleicht seine Chancen gut sieht, direkt wieder in die 3. Liga aufzusteigen aber eine Saison in der RL "erwischt", welche keinen direkten Aufstieg ermöglicht.
    Das ist totale Wettbewerbsverzerrung!

    Die sinnvollste Lösung wäre, wie schon oft vorgeschlagen, dass 2 der 5 Regionalligen zusammen gelegt werden und dann können 4 Meister in die 3. Liga aufsteigen, welche dann bei weiterhin 20 Teams auch einen 4. Absteiger vertragen kann.
    Der DFB kommt dann immer mit dem Argument, den kleinen Vereinen wird dadurch die Chance genommen höherklassigen Fussball (RL) zu spielen…
    Da wäre es dann mal sinnvoll, wenn der DFB seine Anforderungen für die Regionalliga runter schraubt.
    DAS ist nähmlich das Hauptproblem!

    • Fair

      Man müsste dann aus den 5. Regios sinnvoll 4 Regios zusammenlegen unter Berücksichtigung der Entfernungen etc… Das Argument des DFB bzgl. der Mitgliederstärksten Landesverbände (unter der Regio) zieht einfach nicht – wenn die wirklich so stark sind, dann setzen die sich mit dem neuen System auch zwangsläufig durch.

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