15. April 2018 um 15:58 Uhr

KSC verpasst Rang drei – Heimsiege für Lotte und Haching

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Der Karlsruher SC hat es am Sonntag zum Abschluss des 34. Spieltages verpasst, auf Rang drei vorzurücken. Gegen Hansa Rostock kamen die Badener nicht über 0:0 hinaus. Unterhaching (2:1 gegen Zwickau) und Lotte (1:0 gegen Erfurt) feierten unterdessen Heimsiege.

Karlsruhe 0:0 Rostock: KSC verpasst Rang drei

Mit der Aussicht, durch einen Sieg auf Platz drei vorrücken zu können, startete der KSC offensiv und näherte sich in der Anfangsphase mit mehreren Freistößen an. Richtig gefährlich wurde es erstmals nach 17 Minuten, als Pisot den Ball per Kopf auf das Tor brachte und Hansa-Keeper Janis Blaswich zu einer Glanzparade zwang. Rostock tat sich unterdessen schwer und gab erst nach 32 Minuten durch Bischoff einen Torschuss ab, wenngleich dieser vollkommen ungefährlich war. Anschließend tat sich auf beiden Seiten nicht mehr viel, sodass es torlos in die Pause ging.

Zurück auf dem Platz, brachte Benyamina den Ball nach 47 Minuten im Tor unter, stand dabei jedoch knapp im Abseits, sodass der Treffer nicht zählte. Kurz danach forderte Karlsruhe nach einem Zweikampf zwischen Mehlem und Hüsing Elfmeter, doch Schiedsrichter Alexander Sather entschied auf weiterspielen (49.). Die Hausherren drängten nun auf das 1:0, doch erst scheiterte Schleusener an Blaswich (51.), dann grätschte Hüsing gegen Muslija dazwischen (54.). Kurz danach hatte Lorenz noch eine Chance (56.), anschließend verflachte das Spielgeschehen. KSC-Trainer Alois Schwartz stellte um und brachte mit Pourie für Fink einen frischen Stürmer. Nun wurde Karlsruhe auch wieder aktiver: Zunächst scheiterte Schleusener an Blaswich (72.), dann an der Latte (81.) und schließlich brachte Lorenz auch den Nachschuss nicht im Tor unter. In der Schlussphase warf der KSC dann endgültig alles nach vorne, brachte mit Stroh-Engel einen weiteren Stürmer, hatten dann aber Glück, dass Scherff in der 90. Minute den Ball nach einer Väyrynen-Flanke über das Tor köpfte. In der Nachspielzeit setzte Schleusener eine Föhrenbach-Flanke vorbei und ein Freistoß von Wanitzek ging weit über den Kasten. So blieb es am Ende beim torlosen Remis, mit dem Karlsruhe den Sprung auf Platz drei verpasst. Hansa ist unterdessen nun seit neun Spielen sieglos.

Unterhaching 2:1 Zwickau: Hain und Schimmer sorgen für Heimsieg

Vor heimischem Publikum erwischten die Hausherren einen Blitzstart und gingen bereits nach sieben Minuten in Führung. Nach einem Lupfer von Sascha Bigalke stand Stephan Hain vollkommen frei und behielt im Eins gegen Eins mit Keeper Johannes Brinkies die Nerven – 1:0. Zwickau reagierte mit wütenden Angriffen und wurde nach 19 Minuten mit dem Ausgleich durch Christian Mauersberger belohnt: Der 22-Jährige hämmerte das Leder aus elf Metern sehenswert ins lange Eck. In der Folge gaben die Gäste den Ton an und hatte nach 32 Minuten die Riesenchance zum 2:1, Königshofer im Hachinger Tor musste sich nach einer Göbel-Hereingabe schon mächtig strecken. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit mischte auch die Spielvereinigung wieder verstärkt mit, weitere Tore kamen im ersten Durchgang aber nicht hinzu.

Kurz nach Wiederanpfiff war Brinkies gefordert, als er einen Eckball von Bigalke entschärfen musste (52.). Überhaupt war Unterhaching in dieser Phase die etwas bessere Mannschaft, einzig die klaren Torgelegenheiten blieben aus. So sahen die 2.000 Zuschauer im Hachinger Sportpark eine zähe Partie ohne große Strafraumszenen – bis zur 79. Minute: Dann legte Bigalke auf Dombrowka ab, dieser zog ab und Stefan Schimmer musste nur noch den Fuß hinhalten. Das 2:1 für Unterhaching. Zwickau warf anschließend alles nach vorne, fand gegen geschickt verteidigende Hachinger aber keine Lücke mehr und ging als Verlierer vom Platz. Während Unterhaching nun 51 Punkte auf dem Konto hat, wartet Zwickau seit sieben Partien auf einen Sieg.

Lotte 1:0 Erfurt: Sportfreunde feiern Klassenerhalt

Im Lotter Frimo-Stadion waren gerade einmal fünf Minuten gespielt, da ging ein erstes Raunen durch das weitere Rund: Biankadi setzte einen Volley-Schuss an den Pfosten. Es sollte die einzige Offensivszene der Anfangsphase bleiben. Erst, als Oesterhelweg nach 21 Minuten auf der anderen Seite ebenfalls den Pfosten traf, nahm die Partie an Fahrt auf. Lotte drängte in der Folge auf die Führung, Torchancen erarbeiten sich die Westfalen bis zum Pausenpfiff allerdings nicht mehr.

Das änderte sich unmittelbar zu Beginn der zweiten Halbzeit: Nach einem Eckball verlängerte Facklam den Ball auf Hohnstedt, der das Leder hauchdünn vorbeisetzte (46.). Lotte kam dem 1:0 nun immer näher, hatte aber Glück, dass Straith nach 53 Minuten einen Schuss von Biankadi auf der Linie retten konnte. Weniger später ging Lotte dann aber verdient in Führung: Nach einem Handspiel von Ahmed Waseem Razeek gab es Elfmeter, den André Dej in der Mitte zum 1:0 versenkte (68.). Zwei Zeigerumdrehungen später hätte Oesterhelweg beinnahe auf 2:0 erhöht, traf mit einem artistischen Schuss aber nur den Pfosten. Anschließend beschränkten sich die Hausherren auf Defensive, ließen nichts mehr zu und feierten damit auch rechnerisch den Klassenerhalt. RWE kassierte unterdessen die dritte Pleite in Folge.

 

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