21. April 2017 um 11:29 Uhr

"Kein Drittliga-Niveau": Ziegner wütet nach Pokal-Aus gegen Schiri

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© imago/Picture Point

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Mit 1:2 nach Verlängerung musste sich der FSV Zwickau am Mittwochabend im Landespokal-Derby beim Chemnitzer FC geschlagen geben. Entsprechend bedient waren Trainer Torsten Ziegner und Robert Koch, die nach Spielende mit deutlichen Worten in Richtung des Schiedsrichters austeilten.

Koch unterstellt Absicht

"Was mich genervt hat, war sein arrogantes Auftreten. Und dann hat er auch noch absichtlich falsche Entscheidungen getroffen", wird Robert Koch in der "Bild" zitiert. Der Hintergrund: Der Eckball, der zum 2:1-Siegtreffer für den CFC führte, sei unberechtigt gewesen. Demnach habe Keeper Johannes Brinkies einen Schuss der Chemnitzer vor der Grundlinie abgefangen. "Nur weil drei CFC-Fans im Rücken des Assistenten 'Ecke' rufen, muss man nicht auf Eckball entscheiden", schimpft Ziegner und attestiert Schiedsrichter Lars Albert, der in der Regional- und Oberliga pfeift, kein Drittliga-Niveau. "Das ist einfach ärgerlich – gerade weil es für beide Teams um so viel geht." Allerdings musste der FSV-Coach auch zugeben: "Wir haben nicht das beste Spiel abgeliefert."

DFB-Pokal-Qualifikation über die Liga?

Doch noch haben die Westsachsen die Qualifikation für den DFB-Pokal nicht verspielt. In der Liga steht der Aufsteiger fünf Spieltage vor Saisonende nur drei Zähler hinter Rang 4. Um diesen Rang zu erreichen, muss im Vergleich zur Niederlage in Chemnitz aber eine Steigerung her.

 

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  • Steffen

    Natürlich kann man das Ergebnis nicht allein an einer falschen Ecke festmachen. Der FSV hat es auch über 120 Minuten nicht geschafft, sich trotz optischer Überlegenheit mit 4 Stürmern zwingende Chancen zu erspielen und ein weiteres Tor zu erzielen.
    Trotzdem hat Torsten Ziegner völlig recht, dass beim Duell zweier Drittligisten auch entsprechendes Schiedsrichterniveau aufgeboten werden sollte.
    Es geht neben dem Pokal halt auch um viel Geld und dieses benötigen beide Vereine dringend.
    Im Gegensatz zu einer langen Saison, wo sich Glück und Pech eventuell ausgleichen, bringt hier eine falsche Schiedsrichterentscheidung (wie genannte falsche Ecke) einen Verein auf unsportliche Art um den sportlichen und finanziellen Erfolg.
    Und wie eklatant diese Fehlentscheidung war und wie arrogant der Schiedsrichter auf die berechtigten Proteste der Zwickauer reagierte, zeigt die Überlegung, dass der Ball in vollem Umfang ( bei Männerbällen 21 cm) die Torauslinie ( regelgerecht sind 10 bis 12 cm) übertreten haben muss. Wenn man sich anschaut, dass der Ball immer vor dem Körper von Brinkies war und der selbst nur knapp hinter der Linie stand, kann dieser Ball niemals im Toraus gewesen sein.
    Folge: Dem FSV Zwickau wurde die Chance auf die DFB Pokalqualifikation und damit ein Startgeld von 150.000 Euro genommen. Frage mich wirklich, warum sich solche Gedanken keiner beim SFV macht.

  • Dierk Minkner

    Ach Gottchen. Ne falsche Ecke hat es entschieden. So ein Quatsch. Als König Danbali das Saisonaus bescherte, gab es nichtmal ne Ermahnung, Karte etc. Der Schiri hat in der Tendenz eher pro Zwickau entschieden und in der einen Ecke sich geirrt. Wie viele Ecken hatte Zwickau? 10? Zumindest eine davon in der Verlängerung vorm CFC Block war definitiv falsch. Dass Zwickau daraus kein Kapital schlägt… Selbst schuld.
    Und: kann man Koch für diese Beschuldigung der Manipulation eigentlich sperren?? Was dieser Typ behauptet, ist der absolute Oberhammer.

  • Phillip

    "Der Hintergrund: Der Eckball, der zum 2:1-Siegtreffer für den CFC führte, sei unberechtigt gewesen." Recherchiert ihr eigentlich auch selbst mal was nach oder plappert ihr nur andere Medien nach? Ein kurzer Blick zu diesem Spiel in die Mediathek des MDRs bestätigt glasklar, dass der Ball niemals im Aus war. Nichtsdestotrotz hätte die Ecke auch anders geklärt werden müssen…

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