11. August 2017 um 23:15 Uhr

Karlsruhe unterliegt Leverkusen in der Verlängerung klar

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© imago/Eibner

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Zum Auftakt der ersten DFB-Pokalrunde hat der Karlsruher SC am Freitagabend die Überraschung verpasste. Gegen Bayer Leverkusen unterlag der Zweitliga-Absteiger nach torlosen 90 Minuten in der Verlängerung mit 0:3.

Bayer besser im Spiel

Vor 17.037 Zuschauern im Wildparkstadion waren keine 90 Sekunden gespielt, als Bellarabi die erste Riesenchance für die Werkself hatte: Frei vor KSC-Keeper Uphoff zielte er aber drüber. Glück für die Hausherren, die in der Anfangsphase forsch auftraten und nach 13 Minuten die erste richtig gute Gelegenheit hatten: Nach einer feinen Vorlage von Muslija stand Zawada frei vor Leno, brachte den Ball aber zu zentral auf den Kasten. Nun ging es hin und her, auf der anderen Seite verpassten kurz danach Mehmedi (17.) und Tah (19.) die Gäste-Führung. Mit zunehmender Spieldauer erarbeitete sich der Bundesligist immer mehr Spielanteile, Karlsruhe kam vor der Pause nur noch einmal gefährlich nach vorne: In Minute 33 stand Siebeck nach einem Freistoß in guter Position, konnte Leno mit einem Schuss aus 15 Metern aber nicht in Verlegenheit bringen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte der Drittligist dann Glück, das Kohr aus zwölf Metern hauchdünn vorbeizog. So blieb es nach 45 Minuten beim torlosen Remis.

Riesenchancen in der Schlussphase

Nach dem Seitenwechsel flachte das Tempo zunächst etwas ab, wenngleich Bayer 04 das tonangebende Team war. Karlsruhe verteidigte aber geschickt und ließ dem Favoriten nur wenige Räume, auch Torchancen ließ der KSC kaum zu. So entwickelte sich ein zähes Spiel, das sich hauptsächlich im Mittelfeld abspielte. Erst in der 71. Minute ging wieder ein Aufschrei durch den Wildpark: Nachdem Bellarabi in den Strafraum eingedrungen war, wurde er von Camoglu zu Fall gebracht, die Pfeife von Schiedsrichter Robert Hartmann blieb jedoch stumm – Glück für den KSC. Sieben Minuten später kam Leverkusen erneut gefährlich vor den Kasten, dieses Mal verzog Volland – das hätte die Führung für Bayer sein müssen. Der Bundesligist rannte nun noch einmal an und hatte kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit zwei Riesenchancen: Erst scheiterte Kohr mit einem Distanzschuss aus 30 Metern am glänzend reagierenden Uphoff (89.), dann setzte Pohjanpalo das Leder freistehend neben den Kasten (90.) – es ging in die Verlängerung.

Drei Tore in 12 Minuten

Dort machte die Werkself dann kurzen Prozess: In Minute 93 köpfte Dominik Kohr nach einem Freistoß zum verdienten 1:0 ein, nur sechs Zeigerumdrehungen später vollendete Pohjanpalo einen Konter zum 2:0 und sorgte damit für die Vorentscheidung. Leverkusen spielte sich nun in einen Rausch, Leon Bailey sorgte noch vor dem Seitenwechsel für das 0:3 aus Karlsruher Sicht, die nicht mehr viel entgegenzusetzen hatten. Dementsprechend chancenarm verlief die zweite Halbzeit der Verlängerung, Siebeck (109.) und Lorenz (115.) verpassten aber den Ehrentreffer. Kurz vor Schluss vergab Pohjanpalo den vierten Treffer für Bayer, sodass es beim 3:0-Sieg des Favoriten blieb.

 

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