Fragen und Antworten zum Einstieg der Telekom

© imago/Schwarz

© imago/Schwarz

Die Telekom überträgt in der neuen Saison alle 380 Spiele live. Doch wie plant die Telekom konkret? Und kann ich die Spiele auch sehen, ohne Kunde bei der Telekom zu sein? liga3-online.de beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wie und wo kann ich die Spiele sehen?

Wie genau plant die Telekom die Übertragungen der Drittliga-Spiele?

Wie die Telekom mitteilte, werden alle 380 Spiele einer Saison live und voller Länge in HD übertragen und kommentiert – in Einzelstreams. Zu allen Partien ist jeweils eine Vorberichterstattung, ein Programm in der Halbzeitpause und eine Analyse nach dem Spiel aus dem Stadion geplant. Darüber hinaus sollen alle Spiele nach Abpfiff im Rahmen eines "On-Demand"-Angebots zur Verfügung stehen. Konkret produziert die Telekom in der kommenden Saison 260 Spiele, die übrigen 120 Partien werden von der ARD übernommen.

Wie kann ich die Drittliga-Spiele als Telekom-Kunde sehen?

Beim Telekom-Tarif "EntertainTV" (gekoppelt an einen Internet- und Festnetz-Anschluss bei der Telekom) ist die 3. Liga dauerhaft inklusive. Festnetz- und Mobilfunk-Kunden der Telekom sehen die Spiele 24 Monate kostenlos, danach werden 4,95 Euro pro Monat fällig – das Angebot ist dann monatlich kündbar.

Kann ich die Live-Streams auch sehen, wenn ich kein Kunde der Telekom bin?

Ja. Wer kein Telekom-Kunde ist, kann entweder ein Jahres-Abo für 9,95 Euro pro Monat (Mindestvertragslaufzeit 12 Monate mit einer Kündigungsfrist von einem Monat) oder ein Monatsabo für 14,95 Euro buchen (ein Monat Mindestvertragslaufzeit, zum Monatsende kündbar, Frist sechs Werktage). Beide Pakete können ab dem 20. Juli über "telekomsport.de" gebucht werden. Ein Internet-Anschluss der Telekom ist unterdessen nicht zwingend erforderlich, denn die Drittliga-Spiele lassen sich auch über einen Web-Stream oder mobil verfolgen. Wie die Buchung konkret funktioniert, lest ihr hier.

Ist das Abo an ein festes Endgerät gebunden?

Nein, das Abo ist nach an die Login Daten gebunden. Somit ist eine Nutzung mit unterschiedlichen Geräten möglich.

Kann ich das Abo an mehreren Geräten zeitgleich nutzen?

Ja, aber nur als Telekom-Kunde mit "Entertain" oder "EntertainTV" (ab Kanal 301). Die parallele Nutzung eines Abos ist unterdessen nicht möglich.

Kann ich die Spiele auch auf dem Fernseher anschauen?

Ja. Die Telekom wird eine SmartTV-App anbieten, mit der die Spiele auch auf dem Fernsehen angeschaut werden können. Entertain/EntertainTV und Entertain-Sat Comfort Kunden finden Telekom Sport ab Kanal 301 bzw. 9301. Auch über Chromecast und AppleTV sollen die Spiele am TV-Gerät zu sehen sein. Alternativ lässt sich auch der Laptop per HDMI-Kabel an den Fernseher anschließen.

Ansonsten können die Spiele auch über einen Web-Stream sowie über mobile Endgeräte verfolgt werden – entsprechende Apps für iOS und Android sind bereits verfügbar.

Brauche ich einen DSL-Anschluss, um die Spiele sehen zu können?

Nicht unbedingt. Die Telekom empfiehlt zwar eine Bandbreite von mindestens 6 MBit/s, jedoch können die Spiele auch mit einer geringeren Bandbreite verfolgt werden. Das Bild soll dann jeweils automatisch an die Übertragungsrate angepasst werden. Selbst über eine EDGE-Mobilfunkverbindung sollen die Spiele ruckelfrei und flüssig zu sehen sein – dann allerdings nicht mehr in HD.

Beim Telekom-Dienst "Stream on", der das streamen von Musik und Videos (u.a. Sky Go) ohne Verlust des Datenvolumens erlaubt, wird die 3. Liga unterdessen zunächst noch nicht integriert sein.

TV-Gelder & Anstoßzeiten

Kann ich die Spiele auch im Ausland sehen?

Vorerst können die Spiele nur von Deutschland aus verfolgt werden. Sobald der neue TV-Vertrag ab der Saison 2018/19 greift, sind die Live-Streams zur 3. Liga vermutlich aber auch im Ausland verfügbar.

Warum erhöhen sich die TV-Gelder in der kommenden Saison nicht?

Auch wenn die Telekom bereits ein Jahr früher als zunächst geplant in die Live-Berichterstattung einsteigt, bleibt der bis zum 30. Juni 2018 gültige TV-Vertrag zwischen der ARD (bzw. SportA) und dem DFB bestehen – und damit auch das Gesamtvolumen von 12,8 Millionen Euro pro Jahr. Die Telekom hat für die kommende Saison lediglich eine Sublizenz von SportA erworben. Erst ab der Spielzeit 2018/19, wenn der neue und bis 2022 geschlossene TV-Vertrag, greift, werden sich die TV-Gelder wohl auf rund eine Million Euro pro Verein und Saison erhöhen. In der kommenden Saison müssen sich die Drittligisten (Werder Bremen II ausgenommen) mit 674.000 Euro zufrieden geben.

Zeigt die ARD weiterhin Spiele?

Ja. In der Saison 2017/18 wird die ARD mit seinen Dritten Programmen (WDR, NDR, MDR …) bis zu 120 Spiele live übertragen – also im Schnitt etwa drei pro Spieltag. Das Auswahlrecht liegt bei der ARD. Aufgrund der Tatsache, dass in der ARD-Sportschau am Samstagabend weiterhin drei bis vier Spiele in der Zusammenfassung gezeigt werden, kann man davon ausgehen, dass diese Spiele zuvor auch live übertragen werden. Live-Spiele in den ARD-Programmen am Freitag oder Sonntag dürften somit eher selten sein. Ab der Saison 2018/19 darf die ARD dann nur noch 86 Spiele pro Saison live zeigen. Weiterlesen: So planen die ARD-Sender nach dem Telekom-Einstieg

Werden sich die Anstoßzeiten aufgrund des Telekom-Einstiegs ändern?

Davon ist nicht auszugehen. Wie liga3-online.de erfuhr, hat die Telekom kein Interesse daran, die Anstoßzeiten ändern zu wollen oder gar den Spieltag zu "zerpflücken".

Wer kommentiert die Spiele?

Die Telekom hat sich nach eigenen Angaben ein Team "aus altbekannten Stimmen und neuen Gesichtern" zusammengestellt. Mit dabei sind unter anderem Eik Galley (MDR), Thomas Wagner (Sky), Markus Höhner und Anett Sattler (beide Sport1).