28. August 2013 um 19:32 Uhr

DFB lehnt gesonderte Förderung der Ostvereine ab

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© Flohre

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Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat heute ausführlich Stellung zum Vorschlag von HFC-Präsident Michael Schädlich bezogen. Dessen Initiative, den ostdeutschen Fußball aufgrund struktureller und wirtschaftlicher Nachteile gesondert zu fördern, erteilte DFB-Direktor Ulf Schott eine Absage. In einem Interview mit „dfb.de“ legte der für den Spielbetrieb zuständige Schott unter anderem dar, dass der der ostdeutsche Fußball aufgrund der betreffenden Schwierigkeiten ohnehin entsprechende Unterstützung durch den DFB genieße. So läge insbesondere auf der Nachwuchsförderung bereits seit 1997 ein großes Augenmerk: „Wir fördern im Osten in diesem Bereich überproportional – und das ganz bewusst. Natürlich ist das mit entsprechenden Investitionen verbunden.“

„Wo fängt man an, wo hört man auf?“

Auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, bei der Schädlich die Ostvereine im Nachteil sieht, kommentiert Schott. Hierbei würde zu oft mit Pauschalaussagen gearbeitet. Das Ergebnis sei demnach „immer von der Liga-Zusammensetzung abhängig. In der Saison 2010/2011 verzeichneten die Drittligaklubs aus dem Osten im Schnitt einen Ertrag von 8,0 Millionen Euro, bei den Westvereinen waren es im gleichen Zeitraum nur 6,5 Millionen.“ Zudem seien strukturelle Schwierigkeiten nicht nur in Ostdeutschland gegeben. Ähnliche Voraussetzungen sieht der DFB-Direktor etwa in Schleswig-Holstein oder dem Saarland und fragt daher: „Wo fängt man an, wo hört man auf?“

FOTO: Flohre Fotografie

 

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  • lutz2013

    Na ja die DDR neu zu gründen währe wohl nicht der richtige weg. Aber mann hätte eine Ostfußballstaffel innerhalb des DFB belassen müssen damit diese Vereine in den Europapokalen Geld verdienen können und die Gehälter von Spitzenspielern bezahlen können. vielleicht würden sie ja dann auch interessanter für Sponsoren die mehr als 100 000 Euro für Werbung zahlen wie es ja in Dortmund, Wolfsburg, Hoffenheim usw. schon der Fall ist.
    Zur Zeit sind diese Vereine nur ein Abstell und Zugreifbecken für 1. und 2. Liga Vereine. Deshalb braucht es noch mehr solcher Sponsoren wie sie RB Leipzig hat um Mannschaften aus diesem Bereich in den deutschen Spitzenfußball zu platzieren ( viel glück RB ).

  • Hallenser

    1. Neugründung der DDR
    2. Ausgliederung des Ostdeutschen Fußballverbandes aus dem DFB.
    3. Einführung einer höchsten Ostdeutschen Liga.
    4. Der Meister nimmt selbsverständlich an der Uefa-CL Qualli teil. Gleiches gilt für die Europa-Liga Teilnehmer.
    5. Einführung der D-Mark.

  • lutz2013

    Wenn Herr Schott den Ost und Westfußball innerhalb der 3. Liga vergleicht, dann hat er recht. Aber wenn man diesen Vergleich im gesamten deutschen Profifußball macht, lässt sich erkennen das im Gebiet der ehemaligen DDR keine Bundesligamannschaft ist und wohl auch in naher Zukunft nicht sein wird, sieht mann mal von Leipzig ab wo eine Ausländische Firma Geld reinsteckt. Das liegt sicherlich auch daran das es im Osten kaum Firmenhauptsitze gibt, die sich wie bei Borussia Dortmund oder Schalke usw. angaschieren könnten. Herr Schott spricht es ja schon richtig an mit welchen Summen die meisten Ostvereine hantieren müssen. Aber mal ehrlich würde sich ein Götze oder Lahm für 8 Mille überzeugen lassen beim FC Chemnitz zu spielen?
    Natürlich ist klar das der DFB diese Schieflage nicht allein gerade rücken kann. Dazu wird mann Fördermittel von der Bundesregierung und viel Zeit brauchen. denn das wirtschaftliche Gefälle zwischen Ost und West ist immer noch gewaltig groß.

    • remus

      Engagieren!!!

    • remus

      tja liebe Freunde , der Osten hätte vielleicht zuerst mal
      Industrie und Wirtschaft aufbauen sollen anstatt seine Bürgersteige mit “ Lametta “ auszulegen , dann würden
      wohl weniger Armköpfige (Stony ) sich über den armseligen
      Und wiederlichen Westen aufmüpfen .
      Bevor man die Fassade in Angiff nimmt ,sollte man zuerst
      Einrichten .

      • Fin_

        Ich weiß gerade nicht, ob ich weinen oder dich auslachen soll…

        Wer hat denn bitte wo die Bürgersteige mit Lametta ausgelegt? Die Bürger der neuen Bundesländer haben über 40 Jahre in einem der BRD vollkommen fremden politischen System gelebt und es war nach der Wende eben nicht einleuchtend, wie nachhaltig der beste wirtschaftliche Weg eingeschlagen wird. Während in der BRD das Wirtschaftswunder tobte, lernte man ein paar Kilometer weiter östlich Staatsbürgerkunde und kaufte, was eben da war.

        WENN jemand etwas versäumt hat, ist es die gesamtdeutsche Politik unter Führung Herrn Kohls, die ostdeutsche Wirtschaft nicht dem kompletten Verfall und westdeutschen Investoren zu überlassen… Aber hat natürlich auch was: Ich arbeite in Hamburg und ca. die Hälfte der Belegschaft stammt aus dem Osten… So kann man die westdeutsche Wirtschaft fördern, ohne vor Ort Leute ausbilden zu müssen – richtig gut!

  • auch ein Daniel

    Zum Glück wird keine Förderung, nur weil man einer bestimmten Region entstammt, einführen. Dann kann man auch gleich die Frauenquote in der Bundesliga fordern…

  • GunnarZ.

    Da hat man die wahnwitzige Idee von Herrn Michael zum Glück UnSchädlich gemacht!

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