17. Oktober 2017 um 15:26 Uhr

Der SC Paderborn liefert beeindruckende Zahlen

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© osnapix

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Zwölf Spiele, 31 Punkte – der SC Paderborn ist in dieser Verfassung nicht zu stoppen. Geht es so weiter, wäre der Aufstieg die logische Konsequenz. Das zumindest sagt die Statistik. liga3-online.de hat die wichtigsten Zahlen zum beeindruckenden Saisonstart der Ostwestfalen zusammengestellt.

33 Tore – Drittliga-Rekord

Noch nie hatte ein Team in der 3. Liga zum gleichen Zeitpunkt so viele Tore erzielt wie der SC Paderborn in dieser Saison. In nur 12 Spielen erzielten die Ostwestfalen beeindruckende 33 Tore, das macht im Schnitt 2,75 Treffer pro Spiel. Es können aber auch mal sieben werden, so wie gegen Bremen am Wochenende. Geht es so weiter, fällt bald die Marke von 38 Toren in der vergangenen Spielzeit – damals brauchte der SCP dafür aber 37 Spiele. Zum Vergleich: Nach zwölf Spieltagen in der letzten Serie hatten die Blau-Schwarzen als 14. der Tabelle gerade einmal 17 Tore erzielt.

31 Punkte – nur Dresden war besser

Ein Zähler fehlt dem SC Paderborn zum All-time-Rekord in Sachen Punkte: Dynamo Dresden hatte 2015/16 nach zwölf Spielen 32 Punkte, Paderborn jetzt 31. Man wird es verschmerzen können. Weil im Schnitt 2,59 Punkte pro Spiel eine überragende Bilanz sind. Und sicher auch, weil Dresden damals mit 78 Punkten Erster wurde und den Aufstieg feiern durfte. Das dürfte doch Ansporn genug sein für die Ostwestfalen, wenngleich Trainer Steffen Baumgart bescheiden bleibt und zumindest öffentlich nur an den Klassenerhalt denkt.

7:1 – nur ein Team war treffsicherer

Am Wochenende überrollte Paderborn die Reserve von Werder Bremen, am Ende hieß es 7:1. Präsident Wilfried Finke sagte der "Neuen Westfälischen" am Rande des Spiels, der SCP habe "Spielzüge gezeigt, die man hier viele Jahre nicht mehr gesehen hat". Es war der höchste Sieg, seitdem der Verein 2008 in die Benteler-Arena umzog. Und es ist gleichzeitig der zweithöchste Sieg der Drittliga-Geschichte – noch erfolgreicher präsentierte sich nur der 1. FC Saarbrücken beim 7:0 gegen Carl Zeiss Jena im August 2010.

Die Torgaranten: Michel und Srbeny 

In der verkorksten letzten Saison war Zlatko Dedic mit sieben Toren bester Schütze der Ostwestfalen. Das wirkt fast lachhaft, wenn man sich nun die Statistiken der Angreifer Sven Michel und Dennis Srbeny anschaut. Michel hat schon jetzt neun Tore auf dem Konto, Srbeny sechs. Dazu haben beide bereits etliche Tore direkt vorbereitet, zusammen waren sie an 31 von 33 Toren direkt beteiligt. Das ist bärenstark! Vor allem Srbeny ragt mit unglaublichen 16 Scorerpunkten heraus. Nicht unwahrscheinlich also, dass der Angreifer einen neuen Drittliga-Bestwert aufstellen wird. Dieser liegt derzeit bei 35. Aufgestellt von Dominik Stroh-Engel in der Saison 2013/14.

Mit Baumgart kamen die Punkte

Als Steffen Baumgart Paderborn im April übernahm, ging es nur noch darum, die allerletzte Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Das klappte, wenn auch mit viel Glück durch die Hintertür. Vor allem aber lag es am Trainer, wie der Blick auf die Statistik zeigt: In 22 Pflichtspielen unter ihm gab es 57 Punkte, macht 2,59 im Schnitt pro Partie. Und das bei 18 Siegen und nur einer Niederlage. Da klingt es fast wie eine Drohung, wenn Finke der "NW" sagt, er glaube, "dass in diesem Kader noch mehr Potenzial" steckt.

 

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  • Ein BlauWeißer

    Ob 1860 genauso gut ausgesehen hätte? Ich gönne dem SCP den Erfolg, vor allem auch Baumi, aber ein Beigeschmack wird, zumindest in dieser Spielzeit, bleiben.
    Dennoch hoffe ich, dass die drei aktuell Obenstehenden das Rennen machen.

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