11. Januar 2018 um 16:40 Uhr

Chemnitz: Bergner mischt Karten neu und lobt Steffen

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© imago/Picture Point

Der neue CFC-Coach David Bergner hat im Trainingslager der Westsachsen angekündigt, jedem Spieler im Kader eine neue Chance geben zu wollen. Beim 1:1 gegen Nord-Regionalligist Langreder zeigten die Himmelblauen noch viel Ausbaufähiges. Bergner lobte unterdessen die Arbeit seines Vorgängers Horst Steffen, zudem läuft die Suche nach Verstärkungen

Karten unter Bergner sind neu gemischt

"Ich habe eine völlig intakte und fitte Mannschaft übernommen. Vielleicht sind es nur Kleinigkeiten, die geändert werden müssen, um auf den richtigen Weg zu kommen", äußerte sich der 44-Jährige gegenüber der Freien Presse hoffnungsvoll. Ein Freibrief für die Stammspieler der Hinrunde war die Aussage Bergners keineswegs, vielmehr kündigte der neue Coach an, bei der Suche nach dem Erfolgsrezept für die beste Startelf die Karten völlig neu zu mischen. "Ich versuche, mir für jeden Spieler 10 bis 15 Minuten außerhalb des Fußballplatzes zu nehmen, um in die Gefühlswelt jedes Einzelnen einzudringen", sagte Bergner gegenüber der Zeitung.

Wie ambitioniert die Arbeit beim Chemnitzer FC für den neuen Mann an der Seitenlinie der Himmelblauen sein wird, sah er bereits im ersten Testspiel im spanischen Cambrils an der Mittelmeerküste. Dort mühten sich die Kicker zu einem 1:1 gegen den momentanen Siebten der Regionalliga Nord, Germania Egestorf-Langreder. Dass der Gegner mit der ersten nennenswerten Chance gleich in Führung ging und der CFC lange nicht imstande war, dem Viertligisten zu antworten, zeigte der Vereinsführung deutlich den aktuellen Leistungsstand des Kaders auf. David Bergner hat ab der kommenden Woche 18 Endspiele Zeit, um die Mannschaft auf ein höheres Niveau zu heben.

Defensiv-Verstärkungen gesucht

Derweil läuft die Suche nach Verstärkungen auf Hochtouren: "Unsere Wunschvorstellung sind mindestens zwei Spieler für die Defensive, speziell für die Innenverteidigung und die linke Abwehrseite", sagt Sportchef Steffen Ziffert in der "Bild" und hofft, die ersten Kandidaten bereits am Montag in Chemnitz begrüßen zu können. "Aktuell bin ich dabei, den bescheidenden Markt zu sondieren", so Ziffert.

Doch wie will der 53-Jährige neue Spieler für die schwere Aufgabe beim CFC begeistern? "Für Jungs, die anderswo wenig Spielpraxis hatten oder vertragslos sind, ist es durchaus eine reizvolle und interessante Aufgabe", meint der CFC-Sportchef. Wer als Fußballer die Chance erhalte, in der 3. Liga zu spielen, "sollte diese wahrnehmen und nicht so sehr aufs Geld oder auf die Tabelle schauen", wirbt Ziffert für den Chemnitzer FC, stellt aber klar: "Wir werden definitiv nur Spieler holen, die erfahren sind und uns sofort helfen." Denn die Zeit, Spieler zu formen, hat die Chemnitz in der Rückrunde nicht.

 

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