Der FC Rot-Weiß Erfurt muss sich in der Sommerpause mit einem kritischen Thema auseinander setzten. Die unter Manipulationsverdacht stehenden Spieler Samil Cinaz und Andreas Sponsel wurden vom Kontrollausschuss des DFB vernommen. Beide Spieler wurden einzeln vorgeladen und von einem Rechtsanwalt des Vereins begleitet. Allerdings brachte diese Anhörung keine neue Erkenntnisse: “Ihre eidesstattlichen Erklärungen stehen damit weiterhin. Deshalb gilt unverändert für sie die Unschuldsvermutung”, heißt es in einer Pressemitteilung. Wie und ob es nun weiter geht mit dem Manipulationsverdacht entscheidet nun die Bochumer Staatsanwaltschaf, die das Ergebnis des Ermittlungsverfahrens noch bekannt geben wird.
Der aktuelle Tabellenelfte der 3. Liga Wacker Burghausen steht laut Medienangaben unter Betrugsverdacht im Wettskandal. Demnach sollen in der Zweitligasaison 2006/2007 die Spiele gegen Fürth (1:4 verloren) und gegen Aue (0:3) manipuliert worden sein. Ein ausländischer Wettparte soll vier Feldspieler mit je 10.000€ und den Keeper mit 15.000€ bestochen haben. Der Torwart von damals, Uwe Gospodarek, welcher mittlerweile bei Hannover 96 spielt, bestritt indes diese Vorwürfe. Kurios: Gospodarek hat beim Spiel gegen Aue einen Elfmeter beim Stand von 0:0 verschossen. Ob dies mit dem Wettskandal in Verbindung steht, ist noch nicht bekannt.
In unserer Fan-Umfraga wollte wir wieder einmal Eure Meinung wissen. Dieses Mal ging um den aktuellen Wettskandal: “Ist Osnabrück wirklich verwickelt?”, war unsere Frage. Mit 57% war sich die große Mehrheit einig, dass die Staatsanwaltschaft recht hat und der VfL Osnabrück massiv in den Wettskandal eingebunden ist. Dahinter landete das Statement “Das kann man noch nicht sagen; alles nur Spekulation”, mit 37% Eurer Stimmen. Etwas abgeschlagen steht die Behauptung, dass der VfL trotz aller Beschuldigungen nichts mit dem Wettskandal zu tun hat (6%). Danke an aller Voter!
Der SV Sandhausen hat seinen Spieler Marcel Schuon fristlos gekündigt. Schuon, der in der letzten Saison noch für den VfL Osnabrück in der 2. Liga spielte, gestand, am aktuelle Wettskandal beteiligt zu sein. Sandhausens Präsident Jürgen Machmeier stellte eindeutig klar: „Der SV Sandhausen hat mit dem Wettskandal nichts zu tun. Wir distanzieren uns ganz eindeutig von den Geschehnissen”. Laut dem VfL Osnabrück trägt Schuon eine Mitschuld am Abstieg, der, laut Manager Lothar Gans, ein Loch von 5 Millionen Euro in die Kassen gerissen hat. Ob Schuon noch mit einer Strafe seitens des DFB rechnen muss, ist noch nicht klar.
Nachdem gestern Nachmittag bekannt geworden ist, dass wahrscheinlich ein neuer Wettskandal über den deutschen und internationalen Fußball herziehen wird, wurde heute bekannt, dass auch der VfL Osnabrück vermutlich in den Skandal eingebunden ist. Betroffen sind die beiden VfL-Auswärtsspiele gegen Augsburg (0:3) am 17. April und gegen den 1. FC Nürnberg (0:2; 13. Mai). Ein 34-jähriger Mann wurde bereits von der Polizei festgenommen. Demnach wettet er für die Augsburg-Partie beim asiatischen Anbieter „sbobet“ 150.000 € darauf, dass die Gastgeber mit drei Toren Unterschied gegen den VfL gewinnen. Aus abgehörten Telefonaten einer Sondereinheit der Polizei Bochum gehe hervor, dass der Verdächtige Kontakt zu einem Profi des VfL Osnabrück aufgenommen habe, der in dem Spiel mitwirkte. „Wenn das stimmt, wäre das eine Katastrophe – das könnte dann ein Grund für den Abstieg gewesen sein“, sagte VfL-Präsident Dirk Rasch.