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So schön kann Fußball sein

Mit Patrick Amrhein und Dennis Lemke hat Eintracht Braunschweig am Dienstagabend zwei weitere Spieler verpflichtet. Der 20-jährige offensive Mittelfeldspieler Amrhein war zuletzt für den Ligakonkurrenten Carl Zeiss Jena tätig, wo er in der letzten Saison 19 Spiele absolvierte und dabei 2 Tore erzielte. Insgesamt kann er bereits auf 8 Spiele in der 2. Bundesliga und auf 26 Einsätze in Liga 3 zurückschauen. Stürmer Dennis Lemke kickte in der vergangenen Saison für die zweite Mannschaft von Hertha BSC in der Regionalliga Nord, wo er 22 Spiele bestritt und 2 Tore erzielte. “Patrick Amrhein und Dennis Lemke haben in der Saisonvorbereitung zunächst ein Probetraining absolviert und uns mit ihren Leistungen überzeugt. Beide werden mit ihren Offensivqualitäten unseren Kader noch weiter qualitativ aufwerten”, so der sportliche Leiter Marc Arnold.

Am Samstag, den 25. Juli treffen an der Hamburger Straße in Braunschweig zwei Traditionsclubs im direkten Duell aufeinander. Die Rede ist von der Eintracht aus Braunschweig und der SG Dynamo Dresden. Beide Clubs gehen mit hohen Erwartungen in diese Saison und somit auch in den ersten Spieltag. Bei der Eintracht hofft man nach der erfolgreichen letzten Saison auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Dieses Thema wird seit Wochen unter den Blau-Gelben-Fans heiß diskutiert. Viele fragen sich, ob der Kader überhaupt stark genug ist, um gegen die Konkurrenz auf Offenbach, Sandhausen und Rostock anzukommen. Gerade im Sturm musste man mit Kingsley Onuegbu einen bitteren Abgang verzeichnen. Somit muss sich für das Spiel am kommenden Samstag der Sturm, der wahrscheinlich aus Marco Calamita und Dominick Kumbela bestehen wird, beweisen. Dass der Kader durchaus Qualität besitzt, zeigte sich vor einigen Tagen in einem Testspiel gegen den FC Schalke 04, den sie mit 2:1 besiegten. Auch wenn man dieses Ergebnis nun keinesfalls überbewerten darf, hat die Mannschaft auf jeden Fall gezeigt, was in ihr steckt. Auf die Unterstützung der Zuschauer kann ohnehin verlassen, denn bisher rund 5.000 Dauerkarten verkauft. Auch bei der Gastmannschaft aus Dresden lässt sich in Sachen Fanunterstützung nur Gutes berichten. Im Schnitt sahen 14.000 Fans die Heimspiele der SGD in der letzten Saison. Zum Spiel nach Braunschweig werden sich, wie auch in den letzten Jahren, wieder rund 1.500 bis 2.000 Schwarz-Gelbe auf den Weg machen. Lediglich der Kader hat sich im Vergleich zur letzten Saison dann doch etwas verändert. Viele Leistungsträger konnten nicht gehalten werden. Es gelang aber, aufgrund der sportlichen Perspektive, alle Abgänge fast gleichwertig zu ersetzten. liga3-online.de prognostiziert: Das Spiel vor etwa 14.000 Zuschauern wird ein hart umkämpftes werden. Zunächst müssen die Fans auf beiden Seiten auf gute Torchancen warten. In Halbzeit gelingt es der Eintracht dann, den Heimvorteil endlich zu nutzen und die Führung zu erzielen. Auch wenn Dresden bis zum Schluss einige Gelegenheiten auf den Ausgleich hat, bleibt es am Ende beim knappen 1:0 Erfolg für die Eintracht.

Die Aufstellungen

Zur Beginn der Saison 2010/2011 blickt liga3-online.de auf die neue Spielzeit hinaus, und analysiert die Chance der Teams für die neue Saison. In der heutigen Ausgabe soll es dabei um Eintracht Braunschweig gehen. Das Team von Trainer Torsten Lieberknecht belegte in der letzten Saison mit 62 Punkten den vierten Tabellenplatz. Nur zwei Punkte trennte die Eintracht von dem Relegationsaufstiegsplatz. Die nun kommende Saison soll nach den Wünschen der vielen Fans sehr ähnlich laufen wie Letzte. Lediglich der Aufstieg sollte am Ende die Steigerung zur vergangenen Spielzeit sein. Dass dieses Ziel durchaus mutig ist, erschließt sich bei einem Blick auf die Wechsel-Historie in diesem Sommer. Wichtige Spieler wie Tim Danneberg (geht nach Sandhausen) oder auch Kingsley Onuegbu (Fürth) verließen den Verein. Dies taten sich nicht etwa, weil die sportliche Perspektive der Eintracht schlecht ist, sondern vielmehr aus finanziellen Gründen, denn in Sandhausen bzw. in Fürth dürften die Gehälter in der Saison 2010/2011 deutlich höher liegen als bei der Eintracht. Dieser Aspekt spiegelt sich auch bei den Neuzugängen wieder. Auf spektakuläre Namen wurde ganz verzichtet. So holte man lieber hoffnungsvolle Spieler aus der Regionalliga wie Mathias Fetsch (Stürmer von 1860 München II) oder Benjamin Kessel (Abwehrspieler von Mainz II). Vielleicht ist dieses Konzept genau das Richtige für die Eintracht. Die jungen, und vor allem deutschen Spieler, bieten einen hohen Identifikationsgrad für die Eintracht-Fans, auf die sowieso absoluter Verlass ist. Knapp 13.000 pilgern im Schnitt jede zweite Woche an die Hamburger Straße zu den Heimspielen. Gelingt es den Spielern, ihre große Leistungsbereitschaft und Motivation auf die Fans zu übertragen, kann eine große Euphorie um den Aufstieg in die 2. Bundesliga entstehen. liga3-online.de meint: Das junge Team wird in der kommenden Saison seinen Weg gehen. Kapitän Dennis Kruppke muss es sich zur Aufgabe machen, diese jungen zu führen und zu lenken. Schafft dann noch Cheftrainer Torsten Lieberknecht aus den Spielern eine echte Mannschaft zu formen, dann ist nach oben alles offen. Ganz wichtig wird aber ein guter Start in die Saison sein. Nur so kann man Selbstvertrauen gewinnen und die Verantwortlichen können in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen. Alles in allem scheint für Eintracht am Ende ein Platz zwischen 1 und 6 sehr realistisch.

Eine ganz besondere Aktion bot sich am Morgen der Mannschaft von Eintracht Braunschweig. In Zusammenarbeit mit der Jazzkantine nahmen die Blau-Gelben einen Song für die Wiederaufnahme des Musicals “Unser Eintracht” auf, das vom 7. bis 22.08. im Kleinen Haus des Staatstheaters in die Verlängerung geht. “Wenn sie das Tor so treffen wie die Töne, wird das eine gute Saison”, so der Jazzkantinen-Chef Christian Eitner. Auch Braunschweigs-Chefcoach Torsten Lieberknecht war mit der Aktion sehr zu frieden: “Die Spieler haben im Trainingslager viel Spaß dabei gehabt, an den Texten zu arbeiten und ein besseres Teambuilding als die Aufnahmen für ‚Unser Eintracht’ kann ich mir nicht vorstellen. Heraus gekommen ist ein Song als Dankeschön an die Fans für ihre Unterstützung.”

Der 26-jährige Stürmer Dominick Kumbela von Eintracht Braunschweig musste sich am Nachmittag vor dem Paderborner Amtsgericht wegen Körperverletzung verantworten. Im November soll der Fußballer einen Mann in Schloß Neuhaus (Paderborn) zusammengeschlagen haben. Auch als das Opfer am Boden lag, prügelte Kumbela angeblich weiter auf ihn ein. Das Verfahren gegen ihn wurde nun gegen eine Zahlung von 3.500€ eingestellt. Zwar hatte die Richterin große Zweifel an der Aussage des 26-jährigen, erklärte aber, dass sie ihn vor einem Gefängnisaufenthalt bewaren wolle. Kumbela kam in der letzten Saison zu 16 Einsätzen bei der Eintracht, wo er 5 Tore erzielte.

Im Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße in Braunschweig konnte nun die neue Nordkurve feierlich eröffnet werden. In den letzten Monaten wurde die alte Nordkurve, wo sich auch der Gästeblock befindet, umfangreich umgebaut und erneuert. Alle Plätze sind jetzt überdacht. Vor dem Umbau bot diese Kurve 4.600 Stehplätze ohne Schutz vor Wind und Wetter, jetzt fasst sie 3.490 überdachte Sitzplätze und 1.850 Stehplätze für die Anhänger der Gastmannschaft - insgesamt also 640 Plätze mehr. “Diese Großinvestition zeigt unübersehbar: Die Stadt Braunschweig steht zu ihrer Eintracht und glaubt an deren sportliche Zukunft”, erklärte Braunschweigs Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann bei der Eröffnungsfeier. Insgesamt investierten Stadt und Verein etwa 7,6 Millionen Euro.

“Es war ein lockerer Aufgalopp. Die Jungs haben einen guten Eindruck gemacht und bei dem Spiel einige schöne Tore geschossen”, kommentierte Trainer Torsten Lieberknecht die erste Trainingseinheit nach der Sommerpause bei der Braunschweiger Eintracht. Bei herrlichem Wetter konnten sich die rund 1.500 Fans auf einem Nebenplatz des Eintracht-Stadions ein Bild von den Neuzugängen Markus Unger, Benjamin Kessel, Julius Reinhardt und Mathias Fetsch machen. Auch beim Zweitligaabsteiger Rot-Weiß Ahlen startete man mit einem lockeren Training in die Vorbereitung für die neue Saison. Rund 200 Fans waren hierzu gekommen und beobachteten auch hier die vielen Neuzugänge. Ebenso lief es auch bei der Kogge aus Rostock, die vor 500 Zaungästen das erste Training der neuen Saison absolvierten. „Ich bin mit den Neuzugängen sehr zufrieden. Wir haben immer gesagt, dass wir auf Qualität statt auf Quantität achten“, erklärte Hansa-Cheftrainer Peter Vollmann, der in der kommenden Woche noch mehrere Probespieler testen wird.

Mathias Fetsch ist der neue Stürmer bei der Braunschweiger Eintracht. Der 21-jährige, der von der zweiten Mannschaft von 1860 München wechselt, unterschreibt einen 2-Jahres Vertrag. In seiner Karriere war Fetsch außerdem auch für die U23 des Karlsruher SC aktiv. In dieser Zeit bestritt er zwei Zweitliga- und 88 Regionalliga-Spiele, wo er insgesamt 22 Tore erzielte. “Die Eintracht ist ein Verein mit großer Tradition und tollen Fans. Ich freue mich darauf, hier zu spielen. Mit meiner Leistung möchte ich dazu beitragen, eine gute Saison zu bestreiten und oben mitzuspielen”, erklärte Mathias Fetsch. “Mit Mathias haben wir einen jungen Stürmer verpflichtet, der technisch gut ausgebildet ist und zu unserem Verein passen wird, da er sehr leidenschaftlich und teamorientiert Fußball spielt. Wir haben ihn über einen langen Zeitraum beobachtet und sind der Überzeugung, dass er optimal in unser System und zu unserer Philosophie passt”, so Trainer Torsten Lieberknecht.

Braunschweigs defensiver Mittelfeldspieler Tim Danneberg verlässt die Eintracht in Richtung dem aufstiegsambitionierten SV Sandhausen. Der 24-jährige absolvierte in dieser Saison 28 Spiele für die Eintracht, wo er 1 Tor erzielte. Außerdem war er auch zur “Elf der Saison” auf liga3-online.de nominiert. In Sandhausen wird der gebürtige Mindener die Position des Sechsers übernehmen.

Im Nachholspiel des 22. Spieltages kam die Eintracht aus Braunschweig wieder nicht über ein Remis hinaus. Am Abend reichte es gegen Kiel nur zu einem 1:1, obwohl man dank eines Tores von Danneberg in der 44. Minute in Führung ging. Bis zur 87. Spielminute reichte diese Führung dann allerdings musste man den schmerzlichen Ausgleich durch Tim Wulff hinnehmen. Mit dieser Punkteteilung verpasste man den Sprung auf Platz 2. Hier die weiteren Ergebnisse des Abends: Wuppertal schlägt Stuttgart II mit 3:1, und Dortmund II und Heidenheim trennen sich 1:1.

Die Fans der Braunschweiger Eintracht werden sich vermutlich in den letzten Tagen und Wochen verwundert die Augen beim Betrachten der Tabelle gerieben haben. Der nicht mehr für wahrgehaltene Traum vom Aufstieg in die 2. Bundesliga ist aktuell wieder ganz groß im Gespräch bei Eintracht Braunschweig. liga3-online.de nennt im Folgenden nun fünf Gründe, warum Braunschweig es am Ende der Saison wirklich schaffen kann, in die 2. Bundesliga aufzusteigen. Der Sturm ist beim BTSV das Prunkstück in dieser Saison. Allein der 30-jährige Mittelfeldspieler Dennis Kruppke schoss in dieser Saison bereits 14 Tore. Aber auch Onuegbu (9 Tore) und Calamita (7 Tore) tragen zum aktuellen dritten Tabellenplatz bei. Des Weiteren ist die Moral im Team von Trainer Torsten Lieberknecht verankert.. Beim Auswärtsspiel gestern gegen Stuttgart II ließ man sich von einem Rückstand nicht verunsichern und drehte das Spiel zum 2:1 Sieg. Noch vor wenigen Wochen hatte keiner die Braunschweiger im Kampf um den Aufstieg noch auf dem Schirm. Die Unberechenbarkeit spielt also auch in die Karten der Niedersachsen. Beim Blick auf das Restprogramm wird schnell klar, dass man nur noch gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte spielen muss. Einzig das Auswärtsspiel am vorletzten Spieltag gegen Aue könnte eine echte Bewährungsprobe werden. Schließlich spielen auch die Fans einen nicht unerheblichen Faktor wenn es um die 2. Bundesliga geht. Der Traditionsverein zieht jede zweite Woche knapp 12.000 Fans zu den Heimspielen in das Stadion an der Hamburger Straße an. Wie der viel zitierte 12-Mann stehen sie bei jeden Heim- und Auswärtsspiel hinter ihrem Team. Braunschweig darf also träumen von Liga 2. Nur zu sicher sollte man sich trotz der guten Gründen dann aber auch wieder nicht sein, denn sonst ist der Traum schneller zerplatz, als er angehalten hat.


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