Für den finanziell angeschlagenen FC Carl Zeiss Jena scheint es wieder große Hoffnung auf die Lizenz für die Saison 2010/2010 in Dritten Liga zu geben. Am Vormittag fand im Thüringer Wirtschaftsministerium ein Treffen mit dem Oberbürgermeister der Stadt Jena, dem Präsidenten des FC Carl Zeiss Jena, der Thüringer Aufbaubank sowie dem Vorstand der Sparkasse Jena-Saale-Holzland statt. Bei dieser Begegnung wurde bekannt gegeben, dem FC Carl Zeiss Jena über das Liquiditätsprogramm des Landes Thüringen ein Darlehen über 450.000 € zu gewähren. Weitergehend stellt die Sparkasse Jena-Saale-Holzland ihre Bereitschaft in Aussicht, auch in der kommenden Saison als Sponsor mit einem Betrag von 50.000 € und zusätzlich mit einem Darlehen über 100.000 € zur Verfügung zu stehen. Jenas Präsident Hartmut Beyer versicherte danach, dass so der Spielbetrieb für die kommende Saison aufrecht erhalten werden kann.
Beim blau-weiß-gelben Traditionsclub aus Jena sieht es derzeit überhaupt gar nicht gut aus. Bis zum 4. Juni muss der FCC beim DFB eine Summe von 1,463 Millionen Euro vorweisen, damit dem Verein nicht die Zahlungsunfähigkeit droht. Von der Stadt Jena erhoffte sich der FC Carl Zeiss eine Bürgschaft über etwa 800.000 Euro, die in fünf Jahren zurückgezahlt werden sollte. Nach Gesprächen mit dem Thüringer Innenministerium und dem Landesverwaltungsamt stellte sich nun aber heraus, dass die Kommune gar nicht bürgen kann. Die Förderung von Profifußball sei keine kommunale Aufgabe, eine Bürgschaft hierfür nicht genehmigungsfähig, wie das Landesverwaltungsamt der Jenaer Stadtverwaltung erklärte. “Die Stadt Jena hat dem FC Carl Zeiss in den letzten Jahren wiederholt aus akuten Notlagen geholfen. Die Ursachen für die jetzige schwierige finanzielle Situation liegen beim Verein selbst und müssen dort grundsätzlich geklärt werden”, hieß es in einer Erklärung der Stadt Jena. Wie und ob es nun beim Club weitergeht ist ungewiss. Doch eins ist klar: Scheitert das Entschuldungskonzept bis zum 4. Juni, ist ein Insolvenzverfahren und der Zwangsabstieg in die sechste Liga sehr wahrscheinlich.
Es ist der vorletzte Spieltag der 3. Liga 09/10 und der FC Carl Zeiss Jena, der immerhin noch gute Chancen hat einen Aufstiegsplatz zu erreichen, ist beim bereits abgestiegenen Wuppertaler SV zu Gast. Auf dem Papier ist dieses Spiel leicht zu gewinnen, aber auf dem Platz führen die Wuppertaler mehr als verdient seit der 17. Minute mit 1:0. Der FCC ist wie gelähmt; an diesem Tag geht gar nichts und der Traum vom Aufstieg fängt schon an zu verblassen. Da kommt Patrick Amrhein wie aus dem Nichts und drischt die Kugel aus der 2. Reihe in die Maschen - Ausgleich in der 89. Minute. Nicht nur im Gästeblock ist jetzt wieder Aktivität zu verzeichnen, auch auf dem Rasen mobilisieren die Blau-Gelb-Weißen allerletzte Kraftreserven. Ist dieser (Spiel)tag noch zu retten? Noch ein Tor und der Aufstieg bleibt greifbar. Einer, der schon öfters für das Entscheiden von Spielen verantwortlich war, scheint sich auch dieses Mal dieser Sache annehmen zu wollen - Orlando Smeekes. Mehr als einmal hat er in dieser Spielzeit das entscheidende Tor erzielt oder die entscheidende Spielsituation eingeleitet und damit wichtige Punkte für den FCC geholt. Ohne Zweifel: dass der FC Carl Zeiss Jena zu diesem Zeitpunkt der Saison überhaupt auf die Aufstiegsplätze schielen kann und in der Rückrunde mit 13 nicht verlorenen Spielen in Folge quasi unschlagbar war, ist zu einem großen Teil Orlando Smeekes anzurechnen. 2 Dinge sind es, die ihn so besonders machen:
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Wie bereits auch schon vor rund einem halben Jahr muss Carl Zeiss Jena auch nun am Ende der Saison wieder um die Lizenz für die 3. Liga bangen. Der DFB hat dem finanziell angeschlagenen Drittligisten die Auflage erteilt, bis zum 4. Juni eine Liquidität zur Sicherstellung des Spielbetriebs in Höhe von rund 1,46 Millionen Euro nachzuweisen. “Mehr als die Hälfte des Weges bei der Sicherstellung der 1,4 Millionen sind wir bereits gegangen. Nun werden wir fieberhaft daran arbeiten, weitere große Schritte voranzukommen”, sagte FCC-Präsident Hartmut Beyer. Ob dieses Ziel im realistischen Bereich liegt, ist derzeit schwer abzuschätzen. Laut Gerüchten scheint die Lage hinter den Kulissen aber keine Gute zu sein. Das Verhältnis zwischen Aufsichtsrat, Präsidium und Trainer soll angespannt sein. “Der Verein hat über seine Verhältnisse gelebt. Schluss mit der Maßlosigkeit! Es wird alles andere als leicht, aber nach der nächsten Saison ist Licht am Ende des Tunnels”, gab Beyer die Richtung vor.
Das am 24. August 1924 erbaute Stadion trägt den Namen des berühmten Optikers und Physikers Ernst Abbe und liegt am Fuße der Kernberge im Jenaer Paradies, umgeben von einem großen Vereinsgelände mit unzähligen Trainingsplätzen. Das heutige EAS hat ein Fassungsvermögen 12.630 Plätzen, wenngleich der Zuschauerrekord der Nachwendezeit bei 17.600 Zuschauern liegt.Beim damaligen DFB-Pokal-Spiel gegen den FC Schalke 04 am 27. Januar 2009 war hinter der Gegengerade eine zusätzliche Stahlrohrtribüne errichtet worden. Der absolute Zuschauerrekord dieser legendären Sportstätte stammt allerdings aus dem Jahre 1962, genauer aus dem Europokalspiel gegen Atlético Madrid. Damals besuchten trotz einem Fassungsvermögen von 20.000 Zuschauern rund 27.5000 Menschen das Stadion.
Am Abend hat Carl Zeiss Jena eindrucksvoll bewiesen, dass man das Zeug zum Aufstieg in die 2. Bundesliga hat. Nachdem Jena durch Hähnge früh in Führung ging (2.), glich Cappeck in Minute 21 aus. Kurz vor Ende ging Jena dann wieder in Führung (80., Eigentor von Traut), doch Wolf glich nur wenigen Sekunden später wieder aus. Orlando Smeekes machte aber dann in der 84. Minute mit seinem Tor zum 3:2 Entstand alles klar. Nicht so gut lief es dagegen für Aue. Sie spielten nur 2:2 gegen Wehen. Hier die weiteren Ergebnisse: Wuppertal verliert gegen Erfurt 3:0 und ist damit abgestiegen, Kiel schlägt Dresden 1:0, und Bayern II und Sandhausen trennen sich 2:2.
Die Frage bei welchem Sport es 9 und bei welchem es 10 Pins gibt, ist schnell beantwortet. Die Frage, ob der Heidenheimer Mittelfeldspieler Martin Klarer nun 9 oder 10 gelbe Karten hat, kann im Moment keiner so recht beantworten. Nach dem Ligaspiel von Heidenheim in Jena am vergangenen Wochenende (1:2 für Heidenheim) ist aufgefallen, dass Klarer laut vieler Internetportale und Liveticker im Nachholspiel am Mittwoch gegen Borussia Dortmund II seine 10. gelbe Karte kassiert hat und somit in Jena eigentlich nicht spielberechtigt war. Nachdem der DFB sämtliche Spielberichtsbögen kontrolliert hat, teilte er öffentlich mit, dass es zu einem Schreibfehler auf dem Spielberichtsbogen Braunschweig - Heidenheim gekommen war, auf dem Klarer fälschlicherweise mit einer gelben Karte vermerkt wurde, die eigentlich ein Mannschaftskollege von ihm erhalten hat. Der DFB korrigierte den Spielbericht nachträglich und nun hat Klarer nur noch 9 gelbe Karten. Damit wäre alles in Butter. Der FC Carl Zeiss Jena hat aber dennoch Protest gegen diese Entscheidung eingelegt, da angeblich Beweise vorliegen, die deutlich machen, dass Klarer am Samstag gegen Jena doch nicht spielberechtigt war. Bevor die ganze Angelegenheit nun noch einmal genau geprüft werden kann, muss der FC Carl Zeiss bis morgen Nachmittag eine Stellungnahme einreichen. Schade, dass es beim Fußball keine Pins gibt. Dann wäre das nämlich ein „Klarer” Fall.
Nach dem Spiel am Samstag zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem FC Heidenheim kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen einigen Jena-Fans und der Polizei. Bei den von einer Identitätsfeststellung ausgelösten Krawallen wurden mehrere Anhänger, Ordner und Beamte verletzt. “Wir können bestätigen, dass es unmittelbar nach dem Schlusspfiff zu einer Auseinandersetzung gekommen ist. Bevor wir aber nähere Angaben erklärte Steffi Kopp, Pressesprecherin der Polizeidirektion Jena.
In unserer Fan-Umfrage wollten wir in den letzten Wochen von Euch wissen, wie ihr Euch den Aufschwung vom FC Carl Zeiss Jena erklärt, die nun schon seit 13 Spielen ungeschlagen sind. Relativ deutlich mit 41% habt ihr Euch für “Kann ich mir auch nicht erklären” entschieden. Dahinter auf dem zweiten Rang liegt die Meinung, dass die Mannschaft insgesamt stärker geworden ist (24%). Immerhin 22% aller User stimmten dann noch für “Der Trainer ist der Vater des Erfolgs”, und 12% waren der Meinung, dass Einzelspieler immer mehr hervorstechen. Vielen Dank an alle Voter!
Es sind nur noch wenige Spiele zu absolvieren und dann wissen wir endlich, wer in die 2. Bundesliga aufsteigt, und wer den bitteren Gang in die Regionalliga antreten muss. Im Aufstiegskampf tummeln sich gleich 5 Teams, die sich noch Hoffnungen auf Liga 2 machen. Mit unter diesen Aufstiegskandidaten befindet sich auf der FC Carl Zeiss Jena. Im Folgenden wirft liga3-online.de fünf Gründe auf, warum Jena am Ende der Saison aufsteigen wird. Zunächst muss man erwähnen, dass man mit Orlando Smeekes einen sehr treffsicheren Stürmer in seine Reihen hat. Der 28-jährige Mittelfeldspieler traf in dieser Saison bisher 15-mal und ist damit mit Abstand der beste Torschütze beim FCC. Zwar ist er ein sehr kantiger Typ (siehe Stinkefinger-Zeig zu den eigenen Fans vor einigen Wochen) aber vielleicht braucht das Team aus Thüringen gerade ihn, um am Ende aufzusteigen. Selbstverständlich trägt natürlich auch die Euphorie in Jena dazu bei, bald wieder in der 2. Liga spielen zu können. In der letzten Saison erlebten die Fans eine lange Talfahrt mit immer neuen Tiefpunkten. Dies schien sich auch in dieser Saison zunächst vorzusetzen. Doch dank einer enormen Leistungssteigerung in den letzten Wochen sind die Aufstiegsplätze auf einmal wieder ganz nah. Aus den letzten 12 Spielen holte man extrem starke 28 Punkte. Die letzte Niederlage gab es Ende Januar dieses Jahres. Dieser Aspekt ist sicherlich nicht unerheblich im Kampf um den Aufstieg. Ebenfalls in die Karten der Jenenser spielen natürlich auch die zwei Nachholspiele, die noch zu absolvieren sind. Gewinnt man diese und hat zusätzlich noch etwas Glück, ist selbst Platz 2 nicht unmöglich. Schließlich wird auch Trainer René van Eck an einem möglichen Aufstieg teilhaben. Vor einem Jahr entließ man ihn in Jena, holte ihn aber schon immer Sommer letzten Jahres zurück. Ein deutliches Zeichen dafür, dass eine schlechte Phase eben nicht immer nur dem Trainer zuzuschreiben ist. Um unsere Prognose nun zu einem Ende zu bringen kann man sagen, dass natürlich noch nichts entschieden ist. Wie wahrscheinlich und vielleicht auch richtig unsere aufgezählten Gründe wirklich sind, erfahren am Anfang Mai.
Carl Zeiss bleibt weiterhin im Aufstiegsrennen in der 3. Liga. Die Blau-Weiß Gelben gewannen am Abend mit 3:1 gegen Jahn Regensburg. Vor 6.246 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld in Jena erzielten Truckenbrod (33), Gardawski (67.) und Smeekes (67.) die Tore. Dank des Sieges springt Jena nun auf den 5. Tabellenplatz. Hier die weiteren Ergebnisse des Abends: Unterhaching und Dresden trennen sich 0:0, Stuttgart II gewinnt 3:0 gegen Bremen II, und Kiel und Bayern II spielen 2:2 unentschieden.