14. Februar 2018 um 09:41 Uhr

10 Thesen an Oliver Hüsing: "Haben 20 Superhelden im Team"

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Im Thesen-Interview mit liga3-online.de spricht Oliver Hüsing vom F.C. Hansa Rostock über Plattdeutsch, seine Superhelden-Kollegen, Rostocker Pils und Autogramme am FKK-Strand in Warnemünde.

"Bayern und Barcelona wollten mich nicht"

liga3-online.de: Ganz ehrlich, Oliver Hüsing, vier Tore – alle mit dem Kopf. Das ging doch nur, weil Ihnen die Jugendtrainer beim BV Bühren einbläuten, dass man mit den Füßen gegnerische Beine wegzuholzen hat.

Oliver Hüsing: Das liegt nah. Aber in der Jugend habe ich noch auf der 10 gespielt. Da war nicht viel mit Beine-wegholzen. In die Abwehr bin ich dann erst später gewechselt.

Apropos Jugend in Bühren: Sie gingen doch nur in die Nachwuchsakademie des SV Werder, weil Sie die Kommandos Ihrer Mitspieler auf Plattdeutsch nicht mehr verstanden haben.

Ne, eigentlich nicht. Ich spreche heute immer noch viel Platt. Auch weil meine Eltern das noch tun, versuche ich das noch beizubehalten. Bei Werder konnte ich das dann nicht mehr so oft machen.

Aus Budapest sind Sie doch nur zurückgekehrt, weil Ihre ehemaligen Werderaner Kollegen Sternberg, Kleinheiszler und Trinks eine WG mit ihnen gründen wollten.

Ganz im Gegenteil. Wir haben alle nah beieinander gewohnt. Auch mit Julian Koch, der aus Düsseldorf zu uns gekommen war, haben wir viel zusammen unternommen. An einer WG wäre es also auf keinen Fall gescheitert.

Bühren, Bremen, Budapest. Rostock passt nicht so ganz in diese Aufzählung. Uns fällt leider kein Grund ein, warum Sie bei einem Abstieg des VfL Bochum aus der zweiten Liga nicht den Verein wechseln sollten.

Mir fällt da schon etwas ein. Da Bayern und Barcelona mich nicht wollten, musste ich mich halt nach einer Alternative umschauen.

Als Captain America hat Oliver Hüsing bei Hansa Rostock natürlich weitere Superhelden-Kollegen.

Wir haben natürlich 20 Superhelden im Team. Jannis Blaswich ist unser achtarmiger Krake und Marcel Hilßner hat so viel Power, der kommt Hulk sehr nah.

 

Autogramme am FKK-Strand in Warnemünde?

Am letzten Spieltag gegen den Chemnitzer FC halten Sie den Trash-Talk mit ihrem ehemaligen Budapester Kollegen Florian Trinks nur auf Ungarisch, damit der Schiedsrichter Sie beide nicht versteht.

Das ist gar nicht so abwegig. An fremden Plätzen lernt man natürlich immer erst einmal die Schimpfwörter kennen. So war das in Budapest auch. Aber generell verstehe ich mich mit Florian zu gut, als dass wir uns gegenseitig beschimpfen müssten.

Das Double aus viertem Platz und Finaleinzug in den Landespokal Mecklenburg-Vorpommern krönt für Hansa Rostock eine fantastische Saison.

Nein.

Aus Verbundenheit zu ihrem aktuellen Arbeitgeber trinken Sie natürlich lieber Rostocker Pils statt das Bremer Beck’s.

Nicht nur aus Verbundenheit, das Rostocker schmeckt mir tatsächlich besser als das Beck’s.

Sollte Hansa am Saisonende der Aufstieg in die 2. Bundesliga gelingen, geben Sie einen Nachmittag lang Autogramme am FKK-Strand in Warnemünde.

Also ich mache das, aber nur, wenn ich meine Aufstiegskluft anbehalten darf.

Oliver Hüsing kann allen Hansa-Fans empfehlen, im Sommer mal nach Budapest zu reisen statt an den Balaton.

Ja, auf jeden Fall. Die Stadt hat viel zu bieten an Architektur, Bars und Restaurants. Budapest ist sehr vielseitig. Die Donau teilt die Stadt. In Pest bekommt man den Trubel und das tägliche Leben mit. In Buda hingegen ist alles etwas ruhiger und ländlicher. Dafür hat man dort vom Gellértberg einen super Ausblick auf die ganze Stadt.

 
  • Richael Moxermann

    Nacktheit als Event sehen

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